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    Bund der Polen in Belarus

    Der Bund der Polen in Belarus (poln. Związek Polaków na Białorusi, belaruss. Sajus Paljakau Belarussi) ist eine NGO, in der rund 300.000 Menschen mit polnischen Wurzeln in der Republik Belarus organisiert sind. Der Bund betreibt Schulen und Kulturhäuser und gilt als zahlenmäßig größte NGO des Landes. Die Organisation und ihre Mitglieder, die als polnische Minderheit offiziell anerkannt sind, sind immer wieder Ziel von staatlichen Repressionen, so auch im Zuge der Proteste des Jahres 2020.

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    Jerzy Giedroyc

    Jerzy Giedroyc (1906–2000) war ein polnischer Politiker, Schriftsteller und Journalist. Er wurde in Minsk geboren, das damals zum Zarenreich gehörte. In Warschau studierte er Geschichte und Jura. 1940 kam Giedroyc zur polnischen Exilarmee, mit der er auch an Kämpfen in Ägypten teilnahm. 1945 arbeitete er im Informationsministerium der polnischen Exilregierung und gründete 1947 die Zeitschrift Kultura, die sich als bedeutende Stimme der polnischen Exilliteratur etablierte. Auch nach der Wende 1989 kehrte er nicht nach Polen zurück.

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    Oleg Itskhoki

    Oleg Itskhoki (geb. 1983) ist Wirtschaftsprofessor an der University of California in Los Angeles, USA. Nach Bachelor und Master an Moskauer Wirtschaftshochschulen wechselte er nach Harvard. Itskhoki gilt als einer der renommiertesten Kenner der russischen Wirtschaft, er besitzt die Staatsbürgerschaften Russlands und der USA. 

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    Wie misst Russland seine Arbeitslosigkeit?

    In Russland gelten alle Personen ab 15 Jahren als beschäftigt, die wenigstens eine Stunde pro Woche entgeltlich arbeiten. Als Beschäftigte gelten auch Studierende und Auszubildende, Krankgeschriebene, Frauen in Mutterschutz, Personen im Urlaub und sogar im Krieg. Im Mai 2023 gab es laut staatlichem Statistikamt Rosstat 2,4 Millionen Arbeitslose gegenüber 73,4 Millionen Beschäftigten.

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    Slawamir Adamowitsch

    Slawamir Adamowitsch (geb. 1962) ist ein belarussischer Dichter und nationalistischer Aktivist. 1990 trat er mit seinem ersten Lyrikband an die Öffentlichkeit. Für sein Gedicht Töte den Präsidenten wurde er 1996 festgenommen und nach zehn Monaten in Haft gegen Kaution freigelassen. 1997 nähte er sich aus Protest gegen die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit bei einer Kundgebung den Mund zu. Mitte der 1990er Jahre war er Anführer der rechtsradikalen Organisation Rechte Rache. Er emigrierte später aus politischen Gründen nach Norwegen, kehrte aber wieder nach Belarus zurück.

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    Josaphat Kunzewitsch

    Josaphat Kunzewitsch (1580–1623) war griechisch-katholischer Erzbischof von Polozk. Er wurde in der Region Wolhynien geboren, die sich im Nordwesten der heutigen Ukraine befindet. In jungen Jahren trat er dem griechisch-katholischen Basilianerorden bei. Kunzewitsch galt als Hardliner bei der Durchsetzung der Kirchenunion. Bei einem Aufenthalt in Wizebsk am 12. November 1623 wurde er von Orthodoxen erschlagen, die aufgrund seiner harten Strafmaßnahmen gegen orthodoxe Gläubige gegen ihn und seine Anhänger rebellierten. 1867 wurde er heiliggesprochen. 

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    Jaroslaw Romantschuk

    Jaroslaw Romantschuk (belaruss. Jaraslaw Ramantschuk, geb. 1966) ist ein belarussischer Politiker, ehemaliger Präsidentschaftskandidat und Wirtschaftsexperte. Romantschuk wurde in einer Familie der polnischen Minderheit in Belarus geboren. Er absolvierte verschiedene Studien in Wirtschaftswissenschaften an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk, später in den USA, Kanada und Lettland. Danach arbeitete er unter anderem für Think Tanks als Wirtschaftsberater und -analyst. Zwischen 2000 und 2011 war er für die Vereinigte Bürgerpartei politisch aktiv, 2010 trat er bei der Präsidentschaftswahl an. Er war der einzige von sechs oppositionellen Präsidentschaftskandidaten, der nicht festgenommen wurde, zugleich wurde Romantschuk jedoch massiv von den Sicherheitsbehörden unter Druck gesetzt. Seit 2021 lebt und arbeitet er in der Ukraine.

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    Talaka-Bewegung

    Talaka war eine belarussische Jugendbewegung, die zwischen 1985 und 1990 existierte. Die Initiative gründete sich während der Perestroika und setzte sich für die Erhaltung historischer Architektur und von Brauchtümern in Belarus ein. Gründer waren unter anderem Wintsuk Wjatschorka und Ihar Iwaschkewitsch. Viele Mitglieder der Initiative waren auch Mitgründer der Belarussischen Volksfront (BNF). Der Name bezieht sich auf das belarussische Wort talaka, das eine Form der Spendensammlung oder Opferhilfe bezeichnet.

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    Auhen Shychar

    Auhen Shychar (1925–1955) war ein Mitglied des belarussischen antisowjeitschen Widerstands nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Shychar wurde als Kind von Bauern in einem Dorf in der Region Vilnius geboren, die heute zu Litauen gehört. Im Krieg kämpfte er in der Roten Armee, danach arbeitete er kurz als Dorflehrer und gründete nach einem Festnahmeversuch eine antisowjetische Partisaneneinheit, die bis 1955 aktiv war. Shychar wurde im selben Jahr bei einem Gefecht erschossen. 

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