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    Mjasnoi Bor

    Während der Blockade Leningrads durch deutsche Truppen in den Jahren 1941/42 gelang es der sowjetischen Armee, den Belagerungsring an einer Stelle zu durchbrechen. Allerdings wurde sie im Sommer 1942 in der Gegend um den Ort Mjasnoi Bor vernichtend geschlagen, der Versuch schlug damit fehl. Die dabei ums Leben gekommenen Soldaten wurden mehrheitlich nicht beigesetzt.

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    metzelnde Marschälle

    Der sowjetische Marschall Georgi Shukow wurde in der Umgangssprache Metzger genannt. Er wurde einerseits für seine großen militärischen Erfolge – u. a. in der Schlacht um Stalingrad – bekannt, andererseits wird ihm vorgeworfen, die ihm untergebenen Soldaten rücksichtslos als Kanonenfutter (russisch puschechnoe mjaso – Kanonenfleisch) zu opfern. Mittlerweile wird der Spitzname Metzger auch generell für Befehlshaber verwendet.

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    RSFSR ohne eigene Insititutionen

    Einige Sowjetrepubliken verfügten über eigene Institutionen, die auf der gesamtstaatlichen Ebene eine Entsprechung hatten. Die Russische Sowjetrepublik hingegen kannte weder einen eigenen Zweig der Kommunistischen Partei noch eine eigene Akademie der Wissenschaften. Die republikübergreifenden Institutionen waren jedoch zumeist in Moskau angesiedelt.

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    Weißmeer-Ostsee-Kanal

    Der Belomorsko-Baltiski-Kanal (dt. Weißmeer-Ostsee-Kanal) ist eine 227 km lange Wasserstraße, die Sankt Petersburg mit der Barentsee verbindet. Der Kanal wurde Anfang der 1930er Jahre auf Anweisung Stalins vorwiegend durch Häftlinge des Straflagersystems Gulag unter rauen klimatischen Verhältnissen und brutalen Arbeitsbedingungen gebaut. Tausende kamen dabei ums Leben.

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    Smersch (Abkürzung)

    Abkürzung für eine Losung aus dem Zweiten Weltkrieg: „Smert Schpionam“ – „Tod den Spionen“. Unter dieser Bezeichnung wurden während des Krieges drei voneinander unabhängige Aufklärungseinheiten gegründet.

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    Ukrainische Aufstandsarmee

    Die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) war der militärische Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten, der im Zweiten Weltkrieg ab 1942 aktiv war. In der Hoffnung auf Unterstützung für einen unabhängigen ukrainischen Staat kollaborierte sie zunächst mit der Wehrmacht, wandte sich jedoch 1943 gegen die deutschen Besatzer. In ihrem Territorialstreit mit polnischen Untergrundorganisationen war die UPA verantwortlich für Massaker an der polnischen Bevölkerung mit zigtausenden Toten. Einige Angehörige der UPA wurden 2015 vom ukrainischen Parlament zu Unabhängigkeitskämpfern erklärt.

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    Dnipropetrowsker Klan

    Bezeichnung für ein informelles Netzwerk aus Vertretern von Politik und Wirtschaft, dessen Mitglieder biografische Verbindungen zu der ukrainischen Stadt Dnipropetrowsk und dort beheimateten Firmengruppen – wie z. B. dem Konzern Juschmasch – haben. Leonid Breshnew gilt als Schlüsselfigur, da er Vertraute aus der Heimat in hohe Positionen brachte. In der ukrainischen Politik spielt das Netzwerk noch immer eine Rolle.

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    Eduard Limonow

    Eduard Limonow (1943–2020) war ein russischer Schriftsteller, Nationalist und Gründer der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei. Seit den frühen 1990er Jahren war er in der radikalen nationalistisch-kommunistischen Bewegung aktiv, arbeitete in dem Projekt Anderes Russland aber auch mit gemäßigten Oppositionskräften zusammen. Er war an der Organisation vieler Proteste beteiligt, so an den Märschen der Unzufriedenen und der Strategie-31 zur Verteidigung der Versammlungsfreiheit. Limonows Romane und seine Publizistik erhielten Literaturpreise, sind jedoch auch als Gegenstände gesellschaftlicher Skandale bekannt geworden.

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    Limonow’sche Mythos von „Südsibirien“

    Im Jahr 2001 wurde der Gründer der Nationalbolschewistischen Partei Eduard Limonow mit einigen Mitstreitern im südsibirischen Altai festgenommen, da sie illegal Waffen mit sich führten. Ein Mitglied der Gruppe erklärte, man habe damit auf Limonows Bestreben in Kasachstan Aktionen „zum Schutz der russischen Bevölkerung“ durchführen wollen. Limonow und Kollegen wurden zunächst wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, dann aber nur wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt.

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    Ermordung des Anwalts Grabowski

    Juri Grabowski, der die beiden in der Ukraine angeklagten ehemaligen Angehörigen des russischen Militärgeheimdienstes GRU als Anwalt vertreten hatte, wurde am 25. März tot aufgefunden. Er war etwa eine Woche zuvor im Gebiet Odessa verschwunden. Zwei Tatverdächtige sind bereits festgenommen worden.

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