Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Trudnik

    Als Trudnik (von russ. trud – Arbeit) werden Personen bezeichnet, die in orthodoxen Klöstern und Gemeinden für einige Zeit gemeinschaftsdienliche Arbeiten verrichten und dafür Kost und Logis erhalten. Ihre Aufgaben sind zum Teil deckungsgleich mit denen von Novizen – als Trudniki werden jedoch nur diejenigen bezeichnet, die nicht den Weg ins Mönchtum einschlagen wollen.

    Von

  • Gnose

    Ikone

    Die Ikonenverehrung ist ein zentrales Element der orthodoxen Glaubenspraxis. Als Kultbilder der orthodoxen Kirchen zeigen sie Christus, die Gottesmutter Maria und andere Heilige, zuweilen auch biblische Szenen. Um nach traditioneller Praxis verehrt werden zu können, muss eine Ikone von der Kirche geweiht sein. Durch die Ikone gelangen Gläubige in einen direkten Kontakt mit den dargestellten Heiligen und indirekt auch zu Gott.

    Von

  • Gnose

    Machnowzi

    Informelle Bezeichnung der historischen Revolutionären Aufstandsarmee der Ukraine, geführt von dem Anarchisten Nestor Machno. Im russischen Bürgerkrieg von 1918 bis 1921 kämpfte die Gruppe, die hauptsächlich aus ukrainischen Arbeitern und Bauern bestand, für eine staatenlose Gesellschaft in der Ostukraine. Sie kooperierte zunächst mit der Roten Armee, jedoch ging das von ihr verteidigte Freie Territorium nach einer Intervention der Bolschewiki 1921 in die Ukrainische Sowjetrepublik über.

    Von

  • Gnose

    Feuerkorrektur

    Im russischen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff die Steuerung eines Artilleriebeschusses durch Personen, die nicht unmittelbar die Waffen bedienen. Oft sind die Ziele nicht in Sichtweite, sodass deren genaue Position von Beobachtern ermittelt und an die Schützen weitergegeben wird.

    Von

  • Gnose

    Normandie-Gespräche

    Für Verhandlungen zum Krieg in der Ostukraine waren im Juni 2014 die Normandie-Gespräche ins Leben gerufen worden. Dabei handelte es sich um ein Format für Verhandlungen zwischen den Regierungschefs und Außenministern der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs. Es war am 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am Rande des Weltkriegs-Gedenkens begründet worden. Teilweise wurde in der Folge auch Minsk als Verhandlungsort genutzt. Im September 2015 wurde dort das Abkommen „Minsk II“ geschlossen.

    Von

  • Gnose

    Tod der russischen Journalisten Woloschin und Korneljuk

    Am 17. Juni 2014 wurden bei Lugansk zwei Journalisten des russischen Staatsfernsehens, Igor Korneljuk und Anton Woloschin, durch Artilleriefeuer getötet. Am 9. Juli 2014 erklärte der Pressesprecher des russischen Ermittlungskomitees Wladimir Markin, dass die ukrainische Kampfpilotin Nadeshda Sawtschenko für den Tod der beiden eine Mitverantwortung trage. Nach dieser Version habe Sawtschenko die Position der beiden Journalisten ermittelt und mit diesen Informationen den Artilleriebeschuss gesteuert.

    Von

  • Gnose

    Kontingent der Koalition im Irak

    Im Jahr 2003 wurden 1650 ukrainische Soldaten im Rahmen der US-geführten Koalition in den Irak entsandt. Der größte Teil wurde bis 2005 wieder abgezogen, 40 Soldaten blieben zu Trainingszwecken bis 2008 im Land.

    Von

  • Gnose

    Jerofejew oder Alexandrow

    Im Mai 2015 griffen ukrainische Sicherheitskräfte im Donbass die russischen Staatsbürger Jewgeni Jerofejew und Alexander Alexandrow auf. Sie sagten zunächst aus, sie seien im Auftrag des russischen Militärgeheimdienstes GRU ohne Kampfbefehl im Osten der Ukraine unterwegs gewesen. Russische Behörden hatten dieser Version widersprochen. Später erklärten sie, freiwillige Kämpfer der Volksrepublik Lugansk gewesen zu sein. Die ukrainische Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem illegale Einreise, terroristische Aktivitäten und die Beteiligung an einem Angriffskrieg vor.

    Von

  • Gnose

    Oleg Senzow

    Der ukrainische Regisseur Oleg Senzow (geb. 1976) setzte sich im Frühjahr 2014 gegen die Annexion der Krym durch Russland ein und erklärte, diese nicht anzuerkennen. Im Mai 2014 wurde er von russischen Behörden auf der Krym verhaftet und nach Moskau überstellt. Ihm und dem linken Aktivisten Alexander Koltschenko wurde vorgeworfen, Terroranschläge auf Einrichtungen kommunaler Infrastruktur und auf Staatsorgane geplant zu haben. Im August 2015 wurde Senzow zu 20 Jahren Arbeitslager verurteilt. Mitte Mai 2018 tritt er für 145 Tage in den Hungerstreik mit der Forderung, alle ukrainischen politischen Gefangenen in Russland freizulassen. Im Zuge eines Gefangenenaustauschs konnte er im September 2019 in die Ukraine zurückkehren.

    Von

  • Gnose

    Stiftung „Offener Dialog“

    Eine im Jahr 2009 in Polen gegründete Stiftung mit Büros in Warschau, Kiew und Brüssel. Ihr selbsterklärtes Ziel ist die Verbreitung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Sie nimmt an Wahlbeobachtungen teil und veröffentlicht Berichte zur Menschenrechtslage mit Schwerpunkt auf Kasachstan, Russland und der Ukraine.

    Von