Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Dewjatka (Auto)

    Die inoffizielle Bezeichnung eines fünftürigen Auto des Herstellers WAS, dem auch die Marke Lada gehört. Das Auto wurde seit 1987 als Nachfolgemodell des Lada Sputnik produziert. Seine inoffizielle Bezeichnung Dewjatka (von dem Wort für neun) ist von der Typennummer WAS-2109 abgeleitet.

    Von

  • Gnose

    Selbstverteidigungskräfte des Maidan

    Die Selbstverteidigungskräfte des Maidan wurden im Dezember 2013 als Reaktion auf die gewaltsame Auflösung von Anti-Regierungs-Protesten gegründet. Im Januar und Februar 2014 entwickelten sie sich zu einer umfassenden Freiwilligenorganisation, die Dutzende teils bewaffnete Einheiten von Protestierenden koordinierte. Der Anführer der Selbstverteidigungskräfte, Andri Parubi, saß seit 2012 für die Partei Vaterland im Parlament, in das er 2014 für die Partei Volksfront erneut einzog. Er ist seitdem erster Vizesprecher des Parlaments.

    Von

  • Gnose

    Igor Plotnizki

    Führte bis November 2014 das Bataillon Morgenröte (rus. Sarja) der Lugansker Separatisten an. Laut der Verteidigung der in Russland vor Gericht stehenden ukrainischen Kampfpilotin Nadeshda Sawtschenko führte Plotnizki (geb. 1964) eine Gruppe an, die Sawtschenko im Juli 2014 im Gebiet Lugansk gefangen nahm und an den russischen Geheimdienst FSB auslieferte. Am 2. November 2014 wurde er in international nicht anerkannten Wahlen zum Oberhaupt der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk gewählt.

    Von

  • Gnose

    Bataillon Morgenröte

    Eine von zwei großen Einheiten der Separatisten der international nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk. Unter den Kämpfern befinden sich auch russische Staatsbürger, die sich selbst häufig als Freiwillige bezeichnen. Neben Sarja (dt. Morgenröte) und der Einheit Wald kämpfen noch mehrere Verbände auf seiten der Lugansker Volksrepublik, die oft von den Autoritäten nicht vollständig kontrolliert werden.

    Von

  • Gnose

    Aidar

    Das Freiwilligenbataillon Aidar, das etwa 500 Mitglieder zählt, war die erste von 20–30 Einheiten freiwilliger Kämpfer, die sich im Jahr 2014 bildeten, um die ukrainische Armee beim Kampf gegen die Separatisten im Donbass zu unterstützen. Angehörigen von Aidar wurde wiederholt die Nähe zu rechtsextremer Ideologie und die Benutzung nationalsozialistischer Symbolik vorgeworfen. Amnesty International beschuldigte 2014 zudem Kämpfer des Bataillons, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen begangen zu haben. Amnesty forderte daraufhin, Aidar in die formalen Kommandostrukturen der ukrainischen Armee zu integrieren. Dies geschah im März 2015.

    Von

  • Gnose

    liberaler Spast

    Das Wort Liberasty besteht aus den Wortteilen „liberaly“ und „pederasty“. Letzteres ist ein grob abwertendes Schimpfwort für Schwule, auch wenn es sich vom Wortstamm her auf Pädophile bezieht. Der Ausdruck Liberasty drückt damit eine stark abwertende Haltung zu politisch liberal eingestellten Personen aus, die auf diese Weise in negativem Zusammenhang mit Homosexualität und zugleich mit Pädophilie assoziiert werden sollen.

    Von

  • Gnose

    Provisionen (otkat)

    Eine bestimmte Form der Korruption. Ein otkat (dt. etwa „Rückschlag“) wird von einer Firma oder einer Einzelperson im Austausch für die Erteilung eines Arbeitsauftrags gezahlt. Wenn beispielsweise eine staatliche Behörde einen Auftrag für neue Anschaffungen vergibt, erhält die verantwortliche Person bei der Behörde eine Schmiergeldzahlung derjenigen Firma, die den Auftrag erhält.

    Von

  • Gnose

    Ressourcenaustausch

    Im Wirtschaftssystem der UdSSR waren die Republiken verpflichtet, ihre produzierten Waren ans Zentrum abzuliefern, das dann gegenüber den Republiken mit Waren und Zahlungen in Gegenleistung trat. Mit abnehmendem Vertrauen in die Versorgungsleistung des Zentrums schwand allerdings der Wille der Republiken, ihre Produkte abzuliefern, da sie befürchteten, nicht genug Kompensation zu erhalten.

    Von

  • Gnose

    Lawrenti Berija

    Geboren 1899 in Sochumi im heutigen Georgien (Abchasien), wurde Lawrenti Berija im Jahr 1938 zum Volkskommissar des Inneren ernannt. Ihm unterstanden die sowjetischen Geheimdienste und das Straflagersystem Gulag. Er gilt als einer der grausamsten Repräsentanten des staatlichen Gewaltapparates. Unter seiner Aufsicht wurden etwa 1,5 Millionen Menschen innerhalb der Sowjetunion deportiert, wobei hunderttausende ums Leben kamen.

    Von