Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Lew Scharanski

    Kunstfigur im russischen Internet, die alle Klischees eines sowjetischen Dissidenten und heutigen Liberalen vereint und diese persifliert.

    Von

  • Gnose

    Minutka (Platz)

    Ein zentraler Platz in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. In beiden Tschetschenienkriegen (1994–1996 und 1999–2009) fanden dort opferreiche Kämpfe zwischen den tschetschenischen Separatisten und der russischen Armee statt. Seinen Namen trägt der Platz, da ein Pendlerzug zu sowjetischen Zeiten hier nur eine Minute hielt.

    Von

  • Gnose

    Seljonka (Militärbegriff)

    Seljonka (dt. Brilliantgrün) – eigentlich ein organischer Farbstoff aus der Gruppe der Triphenylmethane – ist ein antiseptisches Wunderheilmittel der russischen Hausmedizin. Das Wort wird vom Militär für Wälder und für die Zeit des Jahres verwendet, in denen die Bäume belaubt sind und daher guten Sichtschutz für Guerilla-Kämpfer bieten.

    Von

  • Gnose

    Igor Kaljapin

    Igor Kaljapin (geb. 1967) war seit den späten 1980er Jahren in der demokratischen Bewegung in Nishni Nowgorod aktiv und gründete im Jahr 2000 das Komitee gegen Folter. Die Menschenrechtsorganisation, der er durchgängig vorstand, wurde 2015 im Zusammenhang mit dem NGO-Agentengesetz aufgelöst. Kaljapin leitet seitdem die Nachfolgeorganisation, das Komitee für die Verhinderung von Folter.

    Von

  • Gnose

    Andrej Babizki

    Seit 1989 war Andrej Babizki als Journalist für den US-finanzierten Sender Radio Swoboda aktiv. Im Jahr 2000 war er Korrespondent in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny, von wo aus er scharfe Kritik am Einsatz der russischen Armee äußerte. Im Januar 2000 wurde er von russischen Einheiten in Tschetschenien gefangengenommen und später gegen separatistische Kämpfer ausgetauscht. Im Jahr 2014 äußerte er Verständnis für die russische Position im Krim-Konflikt und wurde daraufhin von Radio Swoboda entlassen. Im Jahr 2015 half er beim Aufbau eines Fernsehsenders in der selbsterklärten Donezker Volksrepublik in der Ostukraine.

    Von

  • Gnose

    Jelena Masjuk

    Journalistin, Moderatorin und Mitglied des Rates des Präsidenten für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und Menschenrechten. Im Jahr 1997 wurde sie als Teil einer Gruppe von Journalisten in Tschetschenien entführt und kam erst drei Monate später wieder frei.

    Von

  • Gnose

    Sergej Kowaljow

    Der Biophysiker Sergej Kowaljow (1930– 2021) war ein Mitglied der sowjetischen Dissidenten- und Menschenrechtlerszene, u. a. als Mitautor des Untergrundblattes Chronik laufender Ereignisse. Ab 1994 war er für ein Jahr Menschenrechtsbeauftragter der russischen Regierung und kritisierte als solcher den Einsatz der russischen Armee in Tschetschenien aufs Schärfste. Zuletzt war er im Vorstand der Menschenrechtsorganisation Memorial.

    Von

  • Gnose

    Tschernokosowo

    Eine Ortschaft im Nordwesten der Republik Tschetschenien. Hier gibt es seit 2000 eine Haftanstalt, die 2005 in ein Lager für verurteilte Straftäter umgewandelt wurde. Dort werden Personen untergebracht, die nach Auffassung des Gerichts eine besondere Gefährdung für die Allgemeinheit darstellen. Seit der Gründung beklagen Menschenrechtsschützer, dass Gefangene in der Haftanstalt gefoltert und gedemütigt werden.

    Von

  • Gnose

    Zindan

    Gemeint ist ein höhlen- oder grubenartiger Keller, in dem Gefangene gehalten werden. Das Wort ist seit dem zweiten Tschetschenienkrieg in der russischen Medienlandschaft weit verbreitet, als es mehrfach Berichte über Geiseln und Gefangene in solchen Erdkellern gab. Das Wort stammt aus dem Persischen, in der tschetschenischen Sprache existiert es nicht.

    Von

  • Gnose

    Federaly (Armee)

    Gemeint ist die russische Armee, die in den 1990ern in zwei Kriegen gegen tschetschenische Aufständische gekämpft hat. Das Adjektiv „föderal” wurde verwendet, um die Zugehörigkeit zum Zentralstaat zu markieren.

    Von