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    Weiße Konvois

    Gemeint sind die Konvois aus weiß gestrichenen Militär-LKWs, mit denen Russland seit August 2014 Hilfsgüter in die umkämpften Regionen in der Ostukraine liefert. Die Lieferungen überqueren dabei die ukrainische Grenze an Übergängen, die von den Separatisten kontrolliert werden, die Ukraine bezeichnet sie daher als ungesetzlich und wirft Russland zudem vor, auf diesem Weg Waffen ins Land zu schmuggeln.

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    Tote Seelen

    Die Handlung des Romans Mertwyje duschi (1842, Die Toten Seelen) von Nikolaj Gogol (1809–1852) kreist um einen russischen Beamten (Tschitschikow), der sich als Gutbesitzer ausgibt und anderen Gutbesitzern verstorbene Leibeigene, die laut Volkszählung noch am Leben sind, abkauft. Diese will er dann gegen Geld versetzen. Seine Pläne werden jedoch aufgedeckt.

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    Rinat Achmetow

    Rinat Achmetow wurde 1966 in Donezk geboren und gilt als der reichste Mann der Ukraine. Ausgehend vom Kohle- und Stahlgeschäft errichtete er ein gigantisches Netzwerk von Firmen aus Industrie, Finanzwirtschaft, Immobilien und Medien, außerdem gehört ihm der Fußballverein Schachtjor Donezk. Er saß bis 2012 selbst im Parlament und kontrolliert weiterhin zahlreiche Abgeordnete. Achmetow unterhält außerdem enge Beziehungen zum ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk. Im Zuge des Konflikts in der Ostukraine warfen einige ihm vor, anfänglich die separatistische Bewegung finanziert zu haben, von der er sich später deutlich distanzierte.

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    Sergej Kurtschenko

    Ein ukrainischer Jungunternehmer (geb. 1985), dessen Firmengruppe Teile des ukrainischen Gasmarkts kontrolliert. Sein früher geschäftlicher Erfolg ist Medienangaben zufolge auch durch gute Verbindungen in die ehemalige politische Führungsriege der Ukraine zu erklären. Kurtschenko steht seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts auf den Sanktionslisten der EU und der USA und wird in der Ukraine wegen Steuerhinterziehung gesucht. Er ist zurzeit untergetaucht.

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    Alexander Sachartschenko

    Alexander Sachartschenko (1976–2018) war sogenannter Regierungschef der selbsternannten Volksrepublik Donezk. Im Jahr 2014 stieg er unter den Separatisten zunächst zum stellvertretenden Verteidigungsminister auf und löste im August 2015 Olexandr Borodaj als Vorsitzender des Ministerrates des international nicht anerkannten Staates ab. Im August 2018 kam Sachartschenko bei einem Anschlag ums Leben. Der Kreml gab der Ukraine die Schuld, Präsident Putin sprach von einem „feigen Mord“. Die ukrainische Regierung vermutete hinter dem Anschlag dagegen einen Konflikt zwischen den Separatisten und dem Kreml.

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    Bataillon Sewer

    Eine paramilitärische Einheit, die 2006 aus Milizionären unter der persönlichen Kontrolle Ramsan Kadyrows gegründet und in die Inneren Streitkräfte des Innenministeriums integriert wurde.

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    Rosbalt

    Eine unabhängige russische Nachrichtenagentur mit Zentren in Moskau und Sankt Petersburg. Im Jahr 2013 erklärte ein Gericht ihre Medienlizenz für ungültig, die Entscheidung wurde 2014 wieder aufgehoben.

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    Viktor Solotow

    Viktor Solotow (geb. 1954) ist Chef der 2016 gegründeten Nationalgarde. Als Wachmann des Petersburger Bürgermeisters Anatoli Sobtschak lernte Solotow in den 1990er Jahren Wladimir Putin kennen. Von 2000 bis 2013 stand Solotow der Präsidentenwache vor, bevor er 2014 zum stellvertretenden Verteidigungsminister und zum Oberkommandeur der inneren Streitkräfte des Innenministeriums ernannt wurde. Im Jahr 2015 erhielt er den Rang eines Generals.

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    Mord an Umar Israilow

    Hier ist der Mord an Umar Israilow (1982–2009) gemeint. Israilow kämpfte während der Tschetschenienkriege gegen die russische Armee. Im Jahr 2004 floh er aus Tschetschenien und erhielt Asyl in Österreich. Am 13. Januar 2009 wurde er in Wien auf der Straße ermordet. Die österreichische Polizei erklärte, sie gehe davon aus, dass der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hinter dem Attentat stehe.

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    Trawmat

    Trawmat (trawmatitscheskoje orushije) ist eine „nichttödliche Pistole“ (non-lethal weapon) mit begrenzter Zerstörungskraft. Solche Waffen (etwa Gaspistolen oder Waffen mit Gummigeschossen) dürfen in Russland mit entsprechender Lizenz als Mittel zur Selbstverteidigung mitgeführt werden. Aus geringer Distanz abgefeuert, können sie durchaus schwere Verletzungen verursachen oder sogar töten. Sie kommen auch häufig bei Kriminaldelikten zum Einsatz.

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