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    Kasbek Dukusow

    War angeklagt im Mordfall des Forbes-Journalisten Paul Chlebnikow, der 2004 in Moskau erschossen wurde. Dukusow (geb. 1974) sowie die Mitangeklagten Fail Sadretdinow und Musa Bachajew wurden von der Geschworenen-Jury im Mai 2006 freigesprochen. Das Höchste Gericht hob den Freispruch jedoch auf. Erneut zur Fahndung ausgeschrieben, ist Dukusow zurzeit untergetaucht. Einigen Meldungen zufolge lebt er unter falschem Namen in Tschetschenien.

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    Paul Chlebnikow

    Als Sohn russischer Emigranten 1963 in New York geboren, arbeitete Paul Chlebnikow seit 1989 beim Magazin Forbes, dessen russischen Ableger er 2004 mitgründete. In seinem Buch Der Pate des Kreml bezichtigt er den Unternehmer Boris Beresowski des Betrugs und der Korruption im großen Stil. In seinem Buch Gespräch mit einem Barbaren lässt er einen tschetschenischen Rebellenführer zu Wort kommen. Am 9. Juli 2004 erschoss ihn ein Attentäter auf offener Straße, das Verbrechen wurde nicht aufgeklärt.

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    Anna Durizkaja

    Ukrainisches Model (geb. 1991) und Lebensgefährtin Nemzows. Zum Zeitpunkt des Mordes war er in ihrer Begleitung. So wurde sie zu einer wichtigen Augenzeugin. Während der Ermittlungen verstrickte sie sich in Widersprüche und wurde von den Ermittlungsbehörden zeitweise der Komplizenschaft verdächtigt. Sie lebt zurückgezogen in der Ukraine.

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    Ruslan Geremejew

    Major (geb. 1971) der russischen Armee und Kompaniechef des Bataillons Sewer (dt. Nord). War bis zum Jahr 2010 stellvertretender Bataillonskommandeur. Seit März 2015 wird wegen der mutmaßlichen Beteiligung an der Ermordung Nemzows gegen Geremejew ermittelt.

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    Alexander Bortnikow

    Seit 2008 Leiter (geb. 1951) des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Seit Juli 2014 steht er aufgrund der russischen Politik im Zuge der Ukraine-Krise auf der Sanktionsliste der EU und ist mit einem Einreiseverbot belegt. Im Jahr 2007 wurde bekannt, dass Bortnikow angeblich einer der Drahtzieher der Ermordung Alexander Litwinenkos gewesen sein soll.

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    Nationalbolschewistische Partei Russlands

    Die Nationalbolschewistische Partei Russlands (NBP) wurde 1992 von Eduard Limonow und dem Publizisten Alexander Dugin zunächst als Nationalbolschewistische Front gegründet. Mit der Losung „Russland ist alles, alles andere – nichts“ verbindet ihre Ideologie russischen Nationalismus mit einer radikalen Ablehnung des Kapitalismus. Nach mehreren Teilungen schloss sich die NBP Garri Kasparows Dachorganisation oppositioneller Kräfte Anderes Russland an. Die NBP ist seit 2007 verboten. Viele Anhänger der Partei wurden wegen extremistischer Tätigkeit verhaftet, die Moskauer Parteizentrale wurde von Sicherheitskräften gestürmt.

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    Antimaidan

    Während der Maidan-Proteste 2013/14 in der Ukraine wurden unter diesem Namen einige regierungsfreundliche Proteste abgehalten. Anfang 2015 gründete sich in Russland eine Organisation desselben Namens. Sie sieht als ihre wichtigste Aufgabe an, Proteste nach Art des Kyjiwer Maidans in Russland zu verhindern. Der losen Gruppierung gehören Vertreter verschiedener politischer Kräfe an. Die Bewegung hält Demonstrationen anti-westlichen Inhalts ab, am 11. Februar 2016 bewarfen Aktivisten in Wladimir das Auto des liberalen Politikers Michail Kassjanow mit Eiern.

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    Nationale Befreiungsbewegung

    Gegründet im Jahr 2011 vom Parlamentsabgeordneten Jewgeni Fjodorow. Die Organisation behauptet, Russland sei kein souveräner Staat, sondern werde seit dem Zerfall der Sowjetunion faktisch von den USA kontrolliert – u. a. über die Abhängigkeit des Finanzwesens vom US-Dollar. Die Bewegung setzt sich etwa dafür ein, das in der Verfassung verankerte Verbot einer staatlichen Ideologie abzuschaffen. Sie hat nach eigenen Angaben über 160.000 Mitglieder.

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    ogromnye bredut w ėtapy dlinnye (Wyssozki)

    Eine Zeile des Liedermachers Wladimir Wyssozki. In seiner Ballade über die Kindheit singt Wyssozki über die Zeit des Großen Terrors unter Stalin (1936–1938), während der er geboren wurde. Diese Passage spielt auf die Haftstrafen an, die Millionen sowjetischer Bürger in entlegenen Straflagern verbüßen mussten.

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    Alwi Karimow

    Journalist (geb. 1950) und seit 2009 Pressesprecher des tschetschenischen Oberhauptes Ramsan Kadyrow. Moderiert eine Talkshow im staatlichen Fernsehsender Grosny. Karimow wurde für seine journalistische Tätigkeit mit zahlreichen staatlichen Orden ausgezeichnet.

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