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    Koschtschei Bessmertny

    Koschtschei Bessmertny (dt. der Unsterbliche) ist eine Figur aus der slawischen Mythologie. In russischen Sagen tritt er meist als böser, knochiger Mann mit übernatürlichen Kräften auf, der junge Frauen entführt. Sein Gegenspieler ist oftmals der Held Iwan Zarewitsch. Koschtscheis Seele ist der Legende nach in einer Nadel versteckt; nur wenn diese gefunden und zerbrochen wird, wird Koschtschei sterblich.

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    Nachtwölfe

    Die Nachtwölfe wurden 1989 gegründet und sind der größte Motorrad- und Rockerklub Russlands. Sie sind in der Öffentlichkeit präsent, traten bereits einige Male mit Putin auf und organisierten mehrfach nationalistische Musikspektakel, die im Fernsehen übertragen wurden. Sie unterstützen die russische Regierung und geben vor, traditionelle russische Werte zu verteidigen, darunter explizit auch die Orthodoxie.

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    Sagon (Leskow)

    Gemeint ist der satirische Essay Sagon (dt. Pferch) von Nikolaj Leskow (1831–1895), in dem er die These eines russischen Sonderwegs in der russischen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts kritisiert.

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    Gayropa

    Der Begriff wurde im Frühjahr 2014 in Reaktion auf die pro-europäischen Proteste auf dem Maidan in Kiew geprägt. Er kombiniert das englische „gay“ mit dem russischen „Ewropa“ – Europa. So behauptet der Begriff abschätzig ein homosexuellenfreundliches Klima in Europa, das den vermeintlichen Sittenverfall im Liberalismus unterstreiche. Dieser verzerrten Darstellung wird zumeist das Bild eines moralisch überlegenen Russland gegenübergestellt.

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    „Putin ist ein Dieb“

    Putin – wor (dt. Putin ist ein Dieb) war ein Slogan, der im Zuge der Proteste nach der Parlamentswahl im Dezember 2011 aufkam. Der Blogger und Antikorruptionsaktivist Alexej Nawalny prägte ihn auf mehreren Demonstrationen. Der Slogan wurde zum Titel mehrerer Youtube-Clips, die Zitate Nawalnys aneinanderreihten und mit Musik unterlegten.

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    Bombenanschläge auf Wohnhäuser in Moskau 1999

    Im September 1999 erschütterten mehrere nächtliche Explosionen die Städte Bujnaksk, Moskau und Wolgodonsk. Die Bomben detonierten in großen Wohnblöcken, über 300 Menschen wurden getötet. Die Ermittler gingen von Terroranschlägen tschetschenischer Separatisten aus, in Gerichtsprozessen wurden einige Personen verurteilt, andere in Tschetschenien von Spezialkräften getötet. Die Anschlagsserie war einer von mehreren Anlässen für den Zweiten Tschetschenienkrieg – noch im September ordnete Ministerpräsident Putin die Bombardierung Grosnys an. Von Beginn an gab es Vermutungen, der russische Geheimdienst könnte an den Aktionen beteiligt gewesen sein. Eine unabhängige Kommission aus Parlamentariern konnte die Vorfälle nicht aufklären, da die Regierung Auskünfte verweigerte. Zwei Mitglieder der Kommission sind seitdem Mordanschlägen zum Opfer gefallen, ihr Anwalt wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

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    Alexander Men

    Geboren 1935, wurde der Erzpriester durch seine liberale Auslegung des Glaubens und seine Bemühungen um die Ökumene bekannt. Seit den 1960er Jahren veröffentlichte er Schriften zum Christentum – allerdings zunächst im Westen und unter Pseudonym. Sein Hauptwerk ist die Geschichte der Religion in sieben Bänden, die von 1970 bis 1983 in Brüssel erschien und erst Anfang der 1990er in Russland veröffentlicht wurde. Men fiel am 9. September 1990 einem Attentat zum Opfer. Der Fall wurde nie aufgeklärt.

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    Kandalakscha

    Die Stadt mit etwa 33.000 Einwohnern ist ein regionales Zentrum im Gebiet Murmansk im Nordwesten Russlands. Sie liegt etwa 170 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt.

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    befristete Registrierung

    Ausländische Staatsbürger, die mit einem Visum nach Russland einreisen und länger als sieben Tage bleiben, müssen sich an jedem neuen Aufenthaltsort bei der Migrationsbehörde registrieren lassen. Oftmals übernehmen Hotels diese Formalität.

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    Fall Kirowles

    Richter Sergej Blinow verurteilte Alexej Nawalny und Pjotr Ofizerow im Juli 2013 zu Bewährungsstrafen und Geldbußen wegen besonders schweren Betrugs. Das Gericht warf ihnen vor, 2009 den staatlichen Holzkonzern Kirowles zum Abschluss unvorteilhafter Verträge gedrängt und so 16 Millionen Rubel veruntreut zu haben. Im Februar 2016 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte auf Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen und Zahlung einer Entschädigung an die beiden Verurteilten. Der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation beschloss daraufhin, den Fall wieder aufzunehmen. Er delegierte den Fall an das Bezirksgericht der Stadt Kirow. Es sprach Nawalny am 8. Februar 2017 schuldig. Das Strafmaß beträgt fünf Jahre Haft auf Bewährung.

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