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    Kuskins Mutter

    „Ich werde dir Kuskins Mutter zeigen!“ – ein Idiom unklarer Herkunft, das als Drohung geäußert wird. Bekanntheit im Ausland erlangte der Ausdruck im Jahr 1960, als Parteichef Nikita Chruschtschow ihn in einer Rede bei den Vereinten Nationen gebrauchte. Seitdem wurde der Begriff „Kuskins Mutter“ auch gelegentlich für die sowjetischen Atombomben verwendet.

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    Jewgenija Wasiljewa

    Jewgenija Wasiljewa (geb. 1979) ist eine Unternehmerin und ehemalige hohe Funktionärin im Verteidigungsministerium. Im Jahr 2012 wurde eine große Korruptionsaffäre im Ministerium publik, Minister Anatoli Serdjukow trat zurück. Sie wurde des Betrugs in besonders schwerem Fall angeklagt und 2015 schließlich zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach nur wenigen Wochen kam sie frei, da ihr der Hausarrest, unter dem sie seit 2012 stand, angerechnet wurde.

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    Andrej Piontkowski

    Geboren 1940, in Physik promoviert, heute Publizist und Oppositionspolitiker. Er war von 2004 bis 2010 Mitglied der Partei Jabloko, bevor er zu der Gruppierung Solidarnost wechselte. Im Jahr 2013 verließ er die Gruppe nach einer Auseinandersetzung mit Boris Nemzow, der mit der Partei RPR-PARNAS zu Wahlen antrat. Piontkowski sprach sich dagegen aus, das politische System durch Teilnahme an Wahlen zu legitimieren.

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    Nanotechnologie

    Nanotechnologie ist ein Sammelbegriff für technische Entwicklungen im Nano-Bereich (ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter). Der russische Staat fördert die Forschung dazu mit großen Summen und gründete mit Rosnano ein eigenes Unternehmen zur Entwicklung von Nanotechnologie. Die offizielle Begeisterung für die verheißungsvolle Technik ist häufig Gegenstand von ironischen Kommentaren und Internet-Memes.

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    Blutsonntag 1905

    Am 9. Januar 1905 (nach europäischer Zeitrechnung der 22.01.) versammelten sich während eines Generalstreiks mehrere Tausend Arbeiter vor dem Winterpalast in St. Petersburg. Sie protestierten für bessere Arbeitsbedingungen, Agrarreformen und eine Volksvertretung. Die Armee schoss auf die friedlichen Demonstranten, mehrere Hundert Menschen wurden getötet. Der sogenannte Blutsonntag markierte den Auftakt zur russischen Revolution von 1905.

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    Puschkin-Museum

    Das Staatliche Museum für Bildende Künste A.S. Puschkin, kurz Puschkin-Museum, ist eines der berühmtesten Museen für internationale Kunst in Russland. 1912 von Iwan Zwetajew, einem Professor an der Moskauer Universität, als ein Replikenmuseum für Kunststudenten gegründet, wuchs die Sammlung des Museum im Laufe der Sowjetzeit ständig an. Heute zählt sie mehr als 650.000 Kunstwerke von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.

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    Isaak Lewitan

    Als Sohn verarmter jüdischer Eltern stieg Isaak Lewitan (1860–1900) schnell zu einem der bedeutendsten Maler des russischen Realismus auf. Lewitan war ein enger Freund des Schriftstellers Anton Tschechow, den Lewitans stille Landschaftsbilder tief beeindruckten. Trotz seines frühen Todes konnte Lewitan den Beginn seines Ruhmes noch miterleben. Er starb mit 40 Jahren an einem Herzleiden, wenige Jahre nach seiner Aufnahme in die Akademie der Künste.

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    NKWD

    Narodny komitet wnutrennych del (dt. Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten) war von 1934 bis 1946 der Name des sowjetischen Innenministeriums. Zusätzlich zu den normalen Polizeieinheiten war das NKWD auch für die Geheimpolizei zuständig und daher verantwortlich für zahllose Verbrechen gegen wirkliche oder vermeintliche „Konterrevolutionäre“. Das Ministerium koordinierte außerdem das Straflagersystem Gulag.

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    Russische militärhistorische Gesellschaft

    Im Jahr 2012 per Erlass von Wladimir Putin gegründet, soll die Gesellschaft die militärhistorische Forschung populärer machen, patriotische Werte nähren und auch für den Dienst in der Armee werben. Sie kümmert sich zudem um die Denkmalpflege. Der staatliche Zuschuss zu ihrem Budget belief sich 2015 auf 325 Millionen RUB (damals 4,4 Millionen EUR). In Kuratorium und wissenschaftlichem Beirat sind viele Vertreter der politischen und wirtschaftlichen Elite des Landes vertreten.

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    Handelskriege

    Als Handelskriege werden Konflikte bezeichnet, in denen zwei oder mehr Staaten oft aus politischen Gründen die Produkte des jeweils anderen mit Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen belegen. Dies erfolgt meist in mehreren Eskalationsstufen. Im post-sowjetischen Raum gab es mehrere solcher Auseinandersetzungen – seit 2015 auch zwischen den nahen Verbündeten Russland und Kasachstan. Als Kasachstan Importe aus Russland limitierte, die wegen des Rubelverfalls die heimische Produktion verdrängten, führte auch Russland Importbeschränkungen kasachischer Waren ein.

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