Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Sergej Axjonow

    Sergej Axjonow (*1972 in Moldawien) ist seit März 2014 Regierungschef der Republik Krim. Seit 2008 engagiert sich der Unternehmer politisch und trat verschiedenen prorussischen Parteien bei. In einer umstrittenen Abstimmung im Februar 2014 wurde er zum Ministerpräsidenten der Autonomen Republik Krim „gewählt“. Das Referendum zum Anschluss der Krim an Russland wurde unter seiner seiner Führung umgesetzt. Axjonow steht seit März 2014 auf den Sanktionslisten der EU und USA.

    Von

  • Gnose

    Stanislau Schuschkewitsch

    Stanislaw Schuschkewitsch (belarussisch: Stanislau Schuschkewitsch, geb. 1934) war ein belarussischer Physiker und Politiker. Als Vorsitzender des belarussischen Höchsten Sowjets besiegelte er gemeinsam mit Boris Jelzin und Leonid Krawtschuk, die Russland bzw. die Ukraine vertraten, im Dezember 1991 die Auflösung der Sowjetunion und die Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Er war als Parlamentssprecher Staatsoberhaupt von Belarus, bis er 1994 Alexander Lukaschenko bei der ersten Präsidentschaftswahl des Landes unterlag. Danach war er zeitweise Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei Hramada. 2004 wollte er sich für die Parlamentswahl als Kandidat aufstellen lassen, was von den Behörden verhindert wurde. Am 4. Mai 2022 ist Schuschkewitsch an den Folgen einer Covid-Erkrankung verstorben. Aufgrund seiner klaren politischen Haltung galt er vielen Belarussen als wichtige moralische Stimme.

    Von

  • Gnose

    Himmlische Hundertschaft (Litauen)

    Der Ausdruck wird zuweilen für die 14 Demonstranten gebraucht, die bei der Stürmung des Fernsehturms und der Staatsmedien in Vilnius durch sowjetische Truppen ums Leben kamen. Die Konfrontation ereignete sich im Januar 1991, als die sowjetische Armee die Abspaltung Litauens von der UdSSR militärisch zu verhindern versuchte.

    Von

  • Gnose

    Schwarzer Januar (Baku)

    Angesichts anti-armenischer Pogrome mit zahlreichen Todesopfern und Unabhängigkeitsforderungen von Seiten Aserbaidschans erklärte die sowjetische Führung am 19. Januar 1990 widerrechtlich den Ausnahmezustand in Baku und schlug die Proteste gewaltsam nieder. Dutzende Zivilisten – nach einigen Schätzungen über 150 – kamen ums Leben, auch einige Soldaten der sowjetischen Armee wurden getötet. Die Ereignisse werden zusammen oft als schwarzer Januar bezeichnet.

    Von

  • Gnose

    Proteste im Fernen Osten Russlands 2008-2010

    Im Dezember 2008 wurde die Erhöhung von Einfuhrzöllen für im Ausland produzierte Fahrzeuge angekündigt. Da im Fernen Osten Russlands große Teile der Wirtschaft vom Import japanischer Autos abhängen, fanden zwischen 2008 und 2010 zahlreiche Proteste gegen die Entscheidung statt. Als einige davon durch harsches Eingreifen aufgelöst wurden, politisierte sich der Protest und forderte u.a. den Rücktritt des Gouverneurs Sergej Darkin.

    Von

  • Gnose

    Aslan Maschadow

    Von der sowjetischen Armee ausgebildet, schloss sich Aslan Maschadow im Jahr 1991 den tschetschenischen Separatisten an und kämpfte erfolgreich im ersten Tschetschenienkrieg (1994–1996) gegen die russischen Truppen. Ab 1997 war er Präsident der international nicht anerkannten Tschetschenischen Republik Itschkerien und ging nach dem Wiederanschluss an Russland erneut in den Widerstand. 2005 wurde er bei einer Spezialoperation des russischen Geheimdienstes FSB getötet.

    Von

  • Gnose

    Mykolas Burokevičius

    Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Litauens während der Ereignisse im Januar 1991. Burokjawitschjus wandte sich mit der Bitte um die Entsendung sowjetischer Truppen an Michail Gorbatschow, um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Litauen zu beenden. Ein litauisches Gericht verurteilte ihn später wegen der Beteiligung an einem Staatsstreich und an der Ermordung von 14 Demonstranten zu zwölf Jahren Haft.

    Von

  • Gnose

    Tschetschenische Republik Itschkerien

    Ab 1994 die Bezeichnung des Staates, den tschetschenische Separatisten im Jahr 1991 auf russischem Territorium ausriefen. Der Staat wurde international nicht anerkannt. Die russische Armee bekämpfte die separatistischen Bestrebungen in zwei Kriegen (1994–1996 und 1999–2009), in denen beide Seiten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen begingen. Im Jahr 2000 hörte der Staat infolge der russischen Intervention de fakto auf zu existieren.

    Von

  • Gnose

    Wladislaw Schwed

    Als Sohn einer russischen Familie in Litauen wurde Schwed 1990 zweiter Sekretär des dortigen Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Als solcher setzte er sich für den Verbleib Litauens in der Sowjetunion ein. Nach der Unabhängigkeit nahmen ihn die litauischen Behörden 1992 kurz fest, entließen ihn aber zügig wieder, woraufhin er zunächst nach Belarus, dann nach Moskau zog. Dort stieg er in der Liberal-Demokratischen Partei Russlands (LDPR) bis zum stellvertretenden Vorsitzenden auf.

    Von

  • Gnose

    Dimitri Jasow

    Ein sowjetischer Offizier, Marschall der Sowjetunion und von 1987 bis 1991 Verteidigungsminister. Er beteiligte sich am Augustputsch 1991 und ordnete die Verlegung von Panzern und schwerem Militärgerät ins Moskauer Stadtzentrum an. Zudem gilt er als verantwortlich für die Entsendung sowjetischer Truppen zur Niederschlagung der Unabhängigkeitsbestrebungen in Litauen im Januar 1991.

    Von