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    Bombardierung von Katyr-Jurt

    Eine Operation der russischen Armee im zweiten Tschetschenienkrieg. Im Februar 2000 gewährten russische Streitkräfte den tschetschenischen Rebellen einen Rückzugskorridor aus der Hauptstadt Grosny, der u. a. durch das Dorf Katyr-Jurt führte. Dort waren auch etwa 7000 Flüchtlinge untergebracht. Ohne die Zivilbevölkerung zu warnen, bombardierte die russische Armee am 7. Februar das Dorf. Nach offiziellen Angaben starben 46 Dorfbewohner, die Menschenrechtsorganisation Memorial zählte 167 tote Zivilisten.

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    Wjatscheslaw Gaiser

    Wjatscheslaw Gaiser war lange Zeit Vorzeige-Gouverneur des Gebietes Komi: Die Wirtschaft in der Region florierte, Gaiser galt als bescheiden und bodenständig und wurde 2015 mit 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Im September 2015 wurden er, sein Stellvertreter und über ein Dutzend hoher Beamter und Unternehmer der Region festgenommen. Ihnen wird unter anderem Geldwäsche und Betrug bei der Privatisierung von Staatseigentum vorgeworfen.

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    Alexander Sidjakin

    Der Jurist Alexander Sidjakin (geb. 1977) machte nach seinem Einstieg in die Politik zunächst in der Region Baschkortostan bei der Partei „Gerechtes Russland“ Karriere. Seit 2011 saß er dann für die Regierungspartei „Einiges Russland“ im nationalen Parlament. Dort wirkte an der Verschärfung des Demonstrationsrechts mit und initiierte das NGO-Agentengesetz.

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    Türkisches Gambit

    „Türkisches Gambit“ ist ein historischer Kriminal- und Agentenroman von Boris Akunin, der im Jahr 2005 von Dshanik Fajsiew verfilmt wurde. Die Handlung spielt in Bulgarien während des letzten Russisch-Türkischen Krieges (1877–1878). Der Protagonist Erast Fandorin ist darin einem türkischen Agenten auf der Spur, der die russische Belagerung der bulgarischen Stadt Plewna sabotieren soll.

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    Port Arthur

    1898 pachtete Russland den Hafen von China als einzigen eisfreien Marinestützpunkt im Fernen Osten. Im Jahr 1904 griff Japan ohne Kriegserklärung den Hafen an und läutete damit den Russisch-Japanischen Krieg (1904–1905) ein. Die Belagerung Port Arthurs war eine der längsten Schlachten des Krieges, die für Russland mit enormen Verlusten – unter anderem mit der Zerstörung der russischen Pazifikflotte – einherging. Die Kapitulation Russlands in Port Arthur bedeutete faktisch die Niederlage im Krieg.

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    Russisch-Japanischer Krieg

    Der Krieg zwischen dem russischen und dem japanischen Kaiserreich (1904–1905) endete für Russland in einer verlustreichen Niederlage. Hintergrund war die Konkurrenz beider Länder um Gebiete in China und Korea sowie der Versuch der russischen Führung, die Bevölkerung von innenpolitischen Problemen abzulenken. Innenminister von Plewe erklärte im Januar 1904, ein „kurzer, siegreicher Krieg“ könne eine Revolution verhindern. Stattdessen beschleunigte die sich abzeichnende Niederlage die revolutionären Ereignisse der Jahre 1905–1907.

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    Russisch-Türkische Kriege

    Elf Kriege zwischen dem zaristischen Russland und dem Osmanischen Reich vom 16. bis zum späten 19. Jahrhundert. Während bis ins 18. Jahrhundert das Ziel der Zugang zum Schwarzen Meer war, strebte Russland später die Kontrolle des Bosporus und damit einen Zugang zum Mittelmeer an. Zudem verstand sich Russland als Schutzmacht der Slawen und orthodoxen Christen im Osmanischen Reich. Russland brachte als Ergebnis der Kriege oft Territorien im Südwesten unter seine Kontrolle (etwa Bessarabien, die Krim und Gebiete im Kaukasus).

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    Moskauer Carnegie-Zentrum

    Das Carnegie Moscow Center ist Teil eines weltweiten Netzwerks von Denkfabriken, die zur Carnegie-Stiftung mit Sitz in Washington gehören. Die Zweigstelle in Moskau nahm 1994 ihre Arbeit auf. Nach eigener Aussage soll das Zentrum zur überparteilichen Diskussion wichtiger politischer und wirtschaftlicher Themen anregen und die Kooperation zwischen Russland und den USA fördern. Der Fokus liegt dabei auf internationaler Politik. Direktor ist der Wissenschaftler und ehemalige Sowjet-Militär Dimitri Trenin.

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    Alexander Ruzkoi

    Alexander Ruzkoi war von 1991–1993 der erste frei gewählte Vizepräsident der Russischen Föderation, wurde jedoch nach der Wirtschaftskrise im Jahr 1992 ein Kritiker Boris Jelzins. Während der Verfassungskrise 1993 vom aufgelösten Parlament zum Präsidenten gewählt, wurde er bereits wenige Tage später unter dem Vorwurf des Hochverrates verhaftet und wegen der Anstiftung zu Massenunruhen angeklagt. Ruzkoi (geb. 1947) wandte sich daraufhin der Opposition zu und war von 1995–2000 Gouverneur im Gebiet Kursk.

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    Sergej M. Solowjow

    Sergej M. Solowjow (1820–1879) war ein russischer Historiker, unterrichtete an der Moskauer Lomonossow-Universität und war von 1871–1877 deren Rektor. Während dieser Zeit kämpfte er engagiert für die Interessen der Wissenschaft: die Freiheit der Lehre und die Unabhängigkeit der Universität. Als in den 1870er Jahren die Freiheit der universitären Lehre abgeschafft werden sollte, bat er um seine Entlassung als Rektor.

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