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    Denis Kapustin

    Denis Kapustin ist ein russischer Neonazi, Kämpfer der Mixed Martial Arts und Unternehmer. Kapustin, alias Nikitin, wurde in Moskau geboren, zu seinem Geburtsjahr gibt es unterschiedliche Angaben (1980 oder 1984). Als Teenager kam er mit seiner Familie nach Köln, wo er zu einer Größe in der Hooligan-Szene des 1. FC Köln aufstieg. 2008 gründete er das Modelabel White Rex, mit dem er Kampfsportveranstaltungen in vielen europäischen Ländern sponserte, darunter auch den sogenannten Kampf der Nibelungen, eine Veranstaltung deutscher Neonazis. 2016 soll er maßgeblich an den Hooligan-Ausschreitungen bei der Fußball-EM in Marseille beteiligt gewesen sein. Seit 2019 ist er mit einem Einreiseverbot in den Schengen-Raum belegt. Wohl seit 2017/18 lebt er in der Ukraine. Aktuell ist er einer der Führungskader des Russischen Freiwilligenkorps (RDK).

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    Russisches Freiwilligenkorps (RDK)

    Das Russische Freiwilligenkorps (RDK) ist eine auf der Seite der ukrainischen Streitkräfte kämpfende Einheit russischer Soldaten. Über die Legion ist nur wenig bekannt, Medienberichten zufolge besteht sie größtenteils aus Rechtsextremen und wird von dem russischen Neonazi Denis Kapustin angeführt. Die Truppenstärke soll laut Eigenauskunft bis zu 200 Kämpfer betragen.

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    Legion Swoboda Rossii

    Die Legion Swoboda Rossii [dt. Freiheit Russlands] gilt als ein Freiwilligenkorps aus russischen Bürgern, das aufseiten der ukrainischen Streitkräfte gegen die russische Invasion kämpft. Über die Legion ist nur wenig bekannt, laut unbestätigten Hinweisen soll die Truppenstärke einige Hundert Mann betragen.

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    Sjarhej Nawumtschyk

    Sjarhej Nawumtschyk (russ. Sergej Naumtschik, geb. 1961) ist ein belarussischer Journalist und Oppositioneller. Er wurde in der Familie eines sowjetischen Parteifunktionärs in der Oblast Wizebsk geboren und absolvierte ein Journalismus-Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk. Von 1990 bis 1996 war er Abgeordneter der Belarussischen Volksfront (BNF) im Obersten Sowjet – dem belarussischen Parlament. 1996 ging er aus politischen Gründen ins Exil.

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    Prospekt der Unabhängigkeit

    Der Prospekt der Unabhängigkeit (belaruss. Praspekt Nesaleshnaszi) ist eine zentrale Straße in Minsk, die die belarussische Hauptstadt auf einer Länge von 15 Kilometern vom Zentrum bis in den Nordosten durchquert. Zu einer Paradestraße wurde sie im Zuge der Rekonstruktionsarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg ausgebaut. Bis 1961 war der Boulevard nach Stalin benannt, bis 1991 nach Lenin. Nach der Unabhängigkeit erhielt der Prospekt den Namen des ostslawischen Buchdruckers Francisk Skorina, 2005 schließlich seinen heutigen Namen.

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    OK16

    OK16 war eine Initiative für Kulturprojekte in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Benannt war sie nach ihrer Adresse, der Oktober-Straße Nummer 16 – eine Straße, wo seit 2011 zahlreiche neue Kulturorte, Galerien, Cafés und Clubs entstanden sind. Die Initiative wurde 2017/18 gegründet. Nach Eigenauskunft sollte OK16 ein Ort sein, an dem verschiedene Projekte ineinandergreifen: von der Alltagskultur bis zur zeitgenössischen Kunst. Es sei nicht nur ein Ausstellungsraum oder ein Veranstaltungsort, sondern ein Ort, an dem man „Kultur leben“ könne. Die Initiative wurde im Januar 2021 von den belarussischen Behörden geschlossen.

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    Iwan Krawzow

    Iwan Krawzow (belaruss. Iwan Krauzou, geb. 1989) ist ein belarussischer Architekt, Manager und politischer Aktivist. Krawzow war Mitglied des Wahlkampf-Teams von Viktor Babariko, der aber vor der Registrierung als Präsidentschaftskandidat im Juni 2020 festgenommen wurde. Krawzow wurde im August 2020 Generalsekretär des Koordinationationsrates der Opposition. Am 7./8. September 2020 wurde er festgenommen und in die Ukraine deportiert.

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    Heilige Javelin

    Die Heilige Javelin ist ein ukrainisches Meme, das eine stilisierte Maria (Mutter Jesu) zeigt, die als Schutzheilige der Ukraine die US-Panzerabwehrlenkwaffe Javelin in der Hand hält. Entstanden ist es kurze Zeit nach dem Kriegsbeginn als ein Wandgemälde in Kyjiw.

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    Laryssa Henijusch

    Laryssa Henijusch (russ. Larisa Genijusch, 1910–1983) war eine belarussische Dichterin und Schriftstellerin. Sie wurde im Westen von Belarus, in der Region Hrodna geboren, als diese zum Zarenreich gehörte. 1937 zog sie zu ihrem Mann nach Prag, sie war eine entschiedene Gegnerin der Sowjetunion. 1942 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband. 1943 wurde sie Generalsekretärin der Exilregierung der Belarussischen Volksrepublik (BNR). In dieser Funktion half sie politischen Flüchtlingen und Kriegsgefangenen und sorgte dafür, dass die Archive der BNR nicht in die Hände des NKWD fielen. In der von den Nazis befreiten Tschechoslowakei wurden sie und ihr Mann verhaftet und 1949 zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. 1956 wird Laryssa Henijusch vorzeitig entlassen, sie kehrt in die BSSR zurück, weigert sich aber bis zu ihrem Tod, die sowjetische Staatsbürgerschaft anzunehmen.

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    Anatoli Bely

    Anatoli Bely (1939–2011) war ein belarussischer Kunstsammler und Kulturaktivist. Im Zuge der Bewegung der nationalen Wiedergeburt in den ausgehenden Jahren der Sowjetunion und in den ersten Jahren des unabhängigen Belarus organisierte er zahlreiche Ausstellungen, die bekannten belarussischen Künstlern und Intellektuellen gewidmet waren. Er trat auch als Initiator von Denkmälern oder Erinnerungstafeln für belarussische Kulturschaffende in Erscheinung. In seiner Heimatstadt Staryja Darohi gründete er 1999 ein privates Kunstmuseum.

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