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    Euroradio

    Das Euroradio bzw. das Europäische Radio für Belarus (belaruss. Jeurapeeiskaje radyjo dlja Belarusi) ist ein belarussischer Exil-Radiosender, der sich in der polnischen Hauptstadt Warschau befindet. Euroradio wurde 2006 von dem Journalisten Dimitri Nowikow gegründet, der bereits den Sender Radio 101.2 leitete. Dieser wurde 1996 von den belarussischen Machthabern liquidiert. Das Programm will Belarussen unabhängige Informationen zu Politik, Gesellschaft oder Kultur bieten. Ein Schwerpunkt des Senders, der auf Belarussisch und Russisch sendet, liegt auf der belarussischen Musik.

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    Ballett Der helle Weg

    Gemeint ist wohl eine sowjetische Interpretation des Märchens Aschenputtel. Dies war in der Sowjetunion äußerst beliebt, seine Moral galt als rein sowjetisch: Die arme Protagonistin erreicht ihr Glück durch harte Arbeit, Demut und Großherzigkeit. Damit galt Aschenputtel als ein Vorbild für Komsomol-Mädchen. Die Handlung wurde in der sowjetischen Kunst rege genutzt und diente oft als Grundlage für Inszenierungen und Drehbücher. 

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    „ethnische Russen“

    Die Kategorisierung von Bevölkerungsgruppen nach Ethnien ist ein Relikt aus der Sowjetzeit, da in sowjetischen Pässen nicht nur die Staatsangehörigkeit, sondern auch die ethnische Zugehörigkeit unter dem Punkt „Nationalität“ ausgewiesen wurde. In russischen Pässen gab es diese Angabe noch in den 1990er Jahren. In ukrainischen Dokumenten wird sie seit der Unabhängigkeit 1991 nicht mehr gemacht. Als „ethnische Russen“ in der Ukraine gelten nun jene Menschen, die sich selbst als Russen identifizieren, weil ihre Vorfahren beispielsweise noch russische Staatsangehörige waren, sie selbst aber die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen. 

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    Aqua-Disco

    Die Aqua-Disco (russ. akwadiskoteka) wurde zu einem regelrechten Mem im russischsprachigen Internet und auf Antikorruptions-Demonstrationen, nachdem der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny Anfang 2021 in einem Enthüllungsvideo von der Existenz einer solchen in Putins mutmaßlichem Palast am Schwarzen Meer berichtete.

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    „unser Hurensohn“ (Anspielung)

    Offenbar eine Anspielung auf eine oft zitierte Aussage über den damaligen Diktator von Nicaragua, Anastasio Somoza, die dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt zugeschrieben wird: „He may be a son of a bitch, but he's our son of a bitch“ (dt. „Er mag ein Hurensohn sein, aber er ist unser Hurensohn“). 

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    Gennadi Dawydko

    Gennadi Dawydko (geb. 1955, belaruss. Henads Dawydska), ist ein belarussischer Film- und Fernsehschauspieler sowie ein bekannter Funktionär und Amtsträger im System von Alexander Lukaschenko. Zwischen 2004 und 2012 war er Abgeordneter des belarussischen Parlaments. Seit 2019 hat er dort wieder einen Sitz. Von 2010 bis 2018 leitete er die staatliche Rundfunkanstalt Belteleradiokampanija. Der Organisation Belaja Rus stand er von 2018 bis 2022 als Vorsitzender vor.   

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    Alexander Radkow

    Alexander Radkow (geb. 1951, belaruss. Aljaxandr Radskou) ist ein bekannter Funktionär und Amtsträger im System von Alexander Lukaschenko. Von 2003 bis 2010 bekleidete er den Posten des Bildungsministers. In dieser Funktion setzte er unter anderem durch, dass oppositionelle Studenten von der Universität ausgeschlossen werden. Von 2011 bis 2016 war er stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung. Der promovierte Pädagoge stand der Organisation Belaja Rus von 2007 bis 2018 als Vorsitzender vor.

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    Pjotr Awen

    Pjotr Awen (geb. 1955) ist ein russischer Unternehmer und Oligarch, nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine wurde er von mehreren Ländern mit Sanktionen belegt. 1992 war er Minister für Außenwirtschaftsbeziehungen der Russischen Föderation. 

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    Andrej Gromyko

    Andrej Gromyko (1909–1989 in Moskau) war von 1957 bis 1985 Außenminister der UdSSR. Wegen seiner Verhandlungstaktiken erhielt Gromyko im Westen den Spitznamen „Genosse/Mister Njet“.

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