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    Bataillon Dschochar Dudajew

    Einer der Freiwilligenverbände, die gemeinsam mit der ukrainischen Armee in der Ostukraine gegen separatistische Truppen kämpfen. Im Frühjahr 2014 in Dänemark gegründet, setzt sich das Bataillon größtenteils aus Exil-Tschetschenen zusammen, die während der Tschetschenienkriege aus Russland emigrierten. Benannt ist der Verband nach dem Unabhängigkeitskämpfer Dschochar Dudajew, der im ersten Tschetschenienkrieg 1996 von russischen Truppen getötet wurde.

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    Dimitri Simin

    Dimitri Simin (geb. 1933) ist ein erfolgreicher russischer Unternehmer und Philanthrop. 1992 gründete er sein Telekommunikationsunternehmen VimpelCom, zu dem mit dem Mobilfunknetz Beeline einer der erfolgreichsten und mit mehr als 200 Mio. Kunden auch größten Anbieter im postsowjetischen Raum gehört. Anfang des Jahrtausends zog Simin sich aus der Wirtschaft zurück und widmete sich fortan seiner 2002 gegründeten Stiftung Dinastija. Der Milliardär stieg zum wichtigsten russischen Mäzen auf und unterstützte mit seiner Stiftung, die den Großteil seines Vermögens verwaltet, vor allem die russische Wissenschaft. Nachdem das Justizministerium im Mai 2015 die Stiftung jedoch zum sog. ausländischen Agenten erklärte, stellte Simin aus Protest seine Förderung ein und löste Dinastija auf.

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    Valentina Matwijenko

    Valentina Matwijenko (geb. 1949) gilt als die höchstrangige russische Politikerin. Von 2003–2011 war sie Gouverneurin von Sankt Petersburg und bekleidet derzeit als Vorsitzende des russischen Föderationsrats das dritthöchste Staatsamt des Landes. Nach der Annexion der Krim gehörte sie zu den ersten sieben Personen auf der Sanktionsliste der USA.

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    Leibeigenschaft

    Leibeigene im zaristischen Russland waren zumeist Bauern, die im Besitz des Gutsherrn waren; sie mussten sein Land bewirtschaften und für die eigene Bewirtschaftung seines Landes Abgaben zahlen. Die Leibeigenschaft wurde 1861 abgeschafft, in der Regel jedoch blieben die Bauern von den Gutsherren wirtschaftlich abhängig.

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    Passionarnost

    Der Begriff passionarnost (wörtl. Leidenschaftlichkeit) wird häufig in den aktuellen ethnozentrischen Theorien des Eurasiertums gebraucht, etwa von Alexander Dugin und anderen patriotischen Autoren. Vom Ethnologen Lew Nikolajewitsch Gumiljow herstammend, steht das Wort für einen Überschuss an „biochemisch“ gedachter Energie, die sich im Rahmen von Prozessen der Ethnogenese (Entstehung und Umwandlung von Völkern) auch als Eroberungsdrang äußern kann.

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    Sowjetische Zone in Osteuropa nach dem Krieg

    Auf der Konferenz von Jalta (4.–11. Februar 1945) gelang es Stalin gegenüber den USA und Großbritannien, eine sowjetische Sicherheits- und Einflusszone über die eroberten Gebieten in Mittel- und Osteuropa durchzusetzen. Noch vor Kriegsende begann die Sowjetunion mit der Umgestaltung der besetzten Länder gemäß den eigenen Interessen. Zwischen 1945 und 1948 entstanden so fast überall Volksrepubliken unter sowjetischer Hegemonie – ein Ring sozialistischer Satellitenstaaten der Sowjetunion, der durch gegenseitige Verträge (etwa dem Warschauer Pakt 1955) immer enger zusammengeschlossen wurde.

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    Alexander Suworow

    Alexander Suworow (1730–1800) war ein hochdekorierter russischer General. Er gilt als einer der größten Strategen des 18. Jahrhunderts. Im Siebenjährigen Krieg war er 1760 an der Besetzung Berlins beteiligt, zwang im polnischen Feldzug 1771 Krakau zur Kapitulation und befehligte Truppen in beiden russisch-türkischen Kriegen. Bekannt wurde er auch aufgrund eines strategisch vielversprechenden, jedoch erfolglosen Feldzuges durch die Schweizer Alpen 1799.

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    Debalzewo

    Eine ostukrainische Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern. Aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage zwischen den Zentren der selbsternannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk war sie seit 2014 Schauplatz heftiger Gefechte. Unmittelbar nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands im Februar 2015 wurde sie von den Separatisten eingenommen.

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    Der Traum des Idioten ist in Erfüllung gegangen

    Wörtl.: „Der Traum des Idioten ist in Erfüllung gegangen.“ Das geflügelte Wort stammt aus dem Schelmenroman „Das goldene Kalb“ (veröffentlicht 1931) der sowjetischen Schriftsteller Ilja Ilf und Ewgeni Petrow. Mit dem Satz quittiert der Protagonist des Romans, der charmante Gauner Ostap Bender, den Erhalt seiner lang ersehnten Million Rubel, die er einem anderen abpresst, mit der er aber in der Sowjetunion nicht anfangen kann: Hier kann man damit nichts kaufen und darf gar nicht zeigen, dass man so viel Geld hat.

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    Magnitski-Liste

    Die sogenannte Magnitski-Liste geht auf das Schicksal des russischen Juristen Sergej Magnitski (1972–2009) zurück, der während seiner umstrittenen Untersuchungshaft in einem russischen Gefängnis starb. Magnitski hatte zuvor hochrangigen russischen Beamten Korruption in Höhe von 230 Millionen Dollar nachgewiesen. Der gesundheitlich angeschlagene Magnitski verstarb aufgrund von Misshandlungen und schlechten Haftbedingungen, weshalb die USA im Dezember 2012 den Magnitsky Act erließen und eine Reihe von russischen Beamten sanktionierten, die für den Tod des jungen Anwalts verantwortlich sein sollen. Russland verabschiedete als Gegenreaktion das Dima-Jakowlew-Gesetz, das amerikanischen Eltern die Adoption russischer Waisenkinder verbietet.

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