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    Sowjetische Zone in Osteuropa nach dem Krieg

    Auf der Konferenz von Jalta (4.–11. Februar 1945) gelang es Stalin gegenüber den USA und Großbritannien, eine sowjetische Sicherheits- und Einflusszone über die eroberten Gebieten in Mittel- und Osteuropa durchzusetzen. Noch vor Kriegsende begann die Sowjetunion mit der Umgestaltung der besetzten Länder gemäß den eigenen Interessen. Zwischen 1945 und 1948 entstanden so fast überall Volksrepubliken unter sowjetischer Hegemonie – ein Ring sozialistischer Satellitenstaaten der Sowjetunion, der durch gegenseitige Verträge (etwa dem Warschauer Pakt 1955) immer enger zusammengeschlossen wurde.

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    Alexander Suworow

    Alexander Suworow (1730–1800) war ein hochdekorierter russischer General. Er gilt als einer der größten Strategen des 18. Jahrhunderts. Im Siebenjährigen Krieg war er 1760 an der Besetzung Berlins beteiligt, zwang im polnischen Feldzug 1771 Krakau zur Kapitulation und befehligte Truppen in beiden russisch-türkischen Kriegen. Bekannt wurde er auch aufgrund eines strategisch vielversprechenden, jedoch erfolglosen Feldzuges durch die Schweizer Alpen 1799.

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    Debalzewo

    Eine ostukrainische Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern. Aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage zwischen den Zentren der selbsternannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk war sie seit 2014 Schauplatz heftiger Gefechte. Unmittelbar nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands im Februar 2015 wurde sie von den Separatisten eingenommen.

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    Gehälter von Staatsangestellten in sozialen Berufen

    Im Mai 2012 verfügte Präsident Putin, dass die Gehälter von Staatsangestellten in sozialen Berufen bis zum Jahr 2018 deutlich angehoben werden sollen. Gleichzeitig wird allerdings die Zahl der Lehrer deutlich verringert, worunter die Qualität des Unterrichts leidet. Ziel ist, dass Lehrergehälter auf das Level des regionalen Durchschnittsgehalts steigen. Im September 2015 wurde nun bekannt, dass künftig eine andere Methode zur Berechnung des Durchschnittgehaltes verwendet wird, wodurch das Ziel auf dem Papier einfacher zu erreichen ist.

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    Magnitski-Liste

    Die sogenannte Magnitski-Liste geht auf das Schicksal des russischen Juristen Sergej Magnitski (1972–2009) zurück, der während seiner umstrittenen Untersuchungshaft in einem russischen Gefängnis starb. Magnitski hatte zuvor hochrangigen russischen Beamten Korruption in Höhe von 230 Millionen Dollar nachgewiesen. Der gesundheitlich angeschlagene Magnitski verstarb aufgrund von Misshandlungen und schlechten Haftbedingungen, weshalb die USA im Dezember 2012 den Magnitsky Act erließen und eine Reihe von russischen Beamten sanktionierten, die für den Tod des jungen Anwalts verantwortlich sein sollen. Russland verabschiedete als Gegenreaktion das Dima-Jakowlew-Gesetz, das amerikanischen Eltern die Adoption russischer Waisenkinder verbietet.

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    Gebietskomitee der KpdSU (Obkom)

    Abkürzung für Gebietskomitee der KpdSU (oblastnoj komitet KPSS). Das Obkom war in der Verwaltung der Regionen das oberste Organ und gab den ihm unterstehenden Parteifunktionären Handlungsanweisungen in Bezug auf die ideologische Haltung und die aktuelle Linie der Partei. In Anlehnung daran hat sich ab 1998 der negativ gebrauchte Begriff vom Washingtoner Obkom herausgebildet. Bezeichnet ein vermeintliches, in der Hauptstadt der USA ansässiges Organ, das die Durchsetzung amerikanischer politischer Interessen in anderen Ländern koordiniert.

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    Alexander Schischkow

    Alexander Schischkow (1754–1841) war Admiral, Schriftsteller und Minister für Volksbildung. Er zeichnete verantwortlich für die Verschärfung der Zensurbestimmungen im Jahr 1826, die als Reaktion auf den Dekabristenaufstand erfolgte.

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    Katharina II.

    Als Sophie von Anhalt-Zerbst 1729 in Preußen geboren, gelangte sie mit 14 Jahren an den Hof in St. Petersburg. Dort beförderte sie 1762 ihren Ehemann Peter III. per Staatsstreich aus dem Amt und ließ sich zur Zarin krönen. Unter ihrer Herrschaft expandierte Russland stark, unter anderem durch die polnischen Teilungen und die Eroberung der Krim und Neurusslands, der heutigen Südukraine. Obgleich sie dem aufgeklärten Absolutismus zugerechnet wird, hielt sie an der Leibeigenschaft der Bauern fest und stattete den Adel mit weiteren Privilegien aus. Sie herrschte bis zu ihrem Tod im Jahr 1796.

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    Forschungsstadt Kolzowo

    In diesem Ort bei Nowosibirsk wurde 1974 ein Forschungsinstitut für Virologie und Biotechnologie gegründet, das bis heute besteht. Auf Erlass des Präsidenten erhielt Kolzowo im Jahr 2003 den Status einer Forschungsstadt, der mit besonderer staatlicher Förderung einhergeht.

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    Dima-Jakowlew-Gesetz

    Nachdem die USA im Dezember 2012 mit dem Magnitsky Act mehrere russische Beamte, die sie für den Tod des Juristen Sergej Magnitski verantwortlich hielten, auf eine Sanktionsliste setzten, reagierte Russland noch im selben Monat mit der Verabschiedung des Dima-Jakowlew-Gesetzes. Dieses sah vor, amerikanischen Eltern die Adoption russischer Waisenkinder zu verbieten. Es wurde nach Dima Jakowlew benannt, einem zweijährigen russischen Adoptivkind, das 2008 aufgrund fahrlässiger Tötung in den USA starb. Das umstrittene Gesetz löste nicht nur in der russischen Gesellschaft Protest aus, da politische Auseinandersetzungen auf Kosten bedürftiger Kinder ausgetragen wurden, sondern sorgte auch für internationale Kritik und eine Abkühlung der Beziehungen zu den USA. Das Gesetz ist weiterhin in Kraft.

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