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    Uladsimir Dubouka

    Uladsimir Dubouka (russ. Wladimir Dubowka, 1900–1976) war ein belarussisch-sowjetischer Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Hineingeboren in eine Arbeiterfamilie in der Oblast Witebsk entwickelte sich Dubouka in den 1920er Jahren zu einem der wichtigsten Dichter, die für die Unabhängigkeit von Belarus eintraten. 1931 wurde er verhaftet, verurteilt und in die Verbannung nach Jaransk geschickt. Zur Zeit des Großen Terrors wurde er abermals zu zehn Jahren Haft verurteilt, 1949 schließlich sogar zu 25 Jahren. Im Zuge des Tauwetters kam er frei und wurde 1957 rehabilitiert.

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    Karasin-Universität

    Die Nationale W.-N.-Karasin-Universität ist eine der wichtigsten, ältesten und renommiertesten Universitäten der Ukraine. Sie entstand 1804/1805 auf Initiative des Aufklärers und Staatsmanns Wasyl Nasarowytsch Karasin. Bis 1917 hieß sie Kaiserliche Universität Charkiw, während der Sowjetzeit wechselte ihre Bezeichnung von Freie Akademie für Theoretisches Wissen (1920–1921), Charkiwer Institut für Volksbildung (1921–1932) und Staatliche Gorki-Universität Charkiw (1932–1990). Seit 1999 trägt die Universität ihren heutigen Namen. Heute gibt es in Charkiw weitere Hochschulen, die jedoch alle aus der Karasin-Universität hervorgegangen sind. Ehrenprofessoren sind unter anderen Johann Wolfgang von Goethe, Serhij Zhadan und Tymothy Snyder. Zwei Hauptgebäude der Karasin-Universität befinden sich prominent am zentralen Charkiwer Freiheitsplatz (ukr. Maidan Swobody). 

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    Dershprom

    Das Dershprom-Gebäude (dt. Haus der staatlichen Industrie) am Charkiwer Freiheitsplatz ist das erste sowjetische 13-stöckige Hochhaus, erbaut von 1925 bis 1928 im Stil des Konstruktivismus. Der verwendete Stahlbeton (ukr. Salisobeton) wurde während des Russisch-Ukrainischen Kriegs seit 2022 zur Metapher für den Widerstand der Stadt und seiner Bevölkerung gegen die russländischen Angreifer. 

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    Maidan Swobody (Freiheitsplatz) Charkiw

    Der Charkiwer Maidan Swobody (dt. Freiheitsplatz) gilt als einer der größten Plätze in Europa. Er wurde Ende der 1920er Jahre als Paraden- und Aufmarschplatz angelegt, als Charkiw die Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik (1919-1934) war. Der Platz trug von 1931 bis 1942 sowie von 1943 bis 1991 den Namen von Felix Dserschinsky, dem Gründer und Leiter der bolschewistischen Geheimpolizei Tscheka, ein Vorläufer des NKWD, der Stalins Roten Terror umsetzte, der wiederum besonders die ukrainische und damit auch Charkiwer Kultur treffen sollte. Während der zwei deutschen Besatzungen während des Zweiten Weltkriegs hieß er 1942 Platz der Wehrmacht und 1943 Platz der Leibstandarte SS. 

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    Evangeliar von Peressopnyzja

    Das Evangeliar von Peressopnyzja (ukr. Peressopnyzke jewanhelije) ist eine kunstmalerisch ausgestaltete Handschrift, die eine der ersten Übersetzungen des Evangelientexts ins Ruthenische enthält. Das Manuskript entstand zwischen 1556 und 1561 im Dreifaltigkeitskloster in Isjaslaw sowie im Kloster von Peressopnyzja in Wolhynien. Das verwendete Ruthenische weist einen starken Einfluss ukrainischer Dialekte auf, weswegen dem Text eine große Bedeutung für die Entwicklung des Ukrainischen zugesprochen wird. 

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    Wollige

    Im russischen Gefängnisjargon bezieht sich das Wort „Wollige“ (oder „Wolle“) auf Häftlinge, die gegen den Knastkodex verstoßen, indem sie etwa mit der Verwaltung kollaborieren. 

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    Perwy Otdel

    Perwy Otdel ist ein 2021 gegründetes russisches Menschenrechtsprojekt, das auf fabrizierte Gerichtsverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit spezialisiert ist: etwa wegen „Hochverrats“, „Spionage“ und „Extremismus“. Im März 2024 wurde die NGO zu einem „ausländischen Agenten“ erklärt, die meisten Mitarbeiter leben außerhalb Russlands. 

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    Russkaja Premija (Literaturpreis)

    Ist ein Literaturpreis für russischsprachige Autoren, die nicht in Russland leben. Der Preis wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen, zunächst für Autoren aus den Ländern Mittelasiens und des Kaukasus. Ab 2006 konnten Autoren aus allen GUS-Staaten mit Ausnahme des Baltikums teilnehmen. Seit 2008 wird der Preis für russischsprachige Autoren aus der ganzen Welt ausgelobt, mit dem Ziel der „Bewahrung und Entwicklung der russischen Sprache als einzigartigem Phänomen der Weltkultur“, wie es von Seiten der Russkaja Premija seinerzeit hieß. 

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    Snamja (Zeitschrift)

    Snamja ist eine Literaturzeitschrift aus der Gruppe der „dicken Journale“, wie unter anderen auch die Zeitschrift Novy Mir. Die „Dicken Journale“ galten schon zu Sowjetzeiten als progressive Literaturzeitschriften. Chefredakteur von Snamja ist seit 1993 Sergej Tschuprinin. 1993. Im selben Jahr rief die Zeitschrift eine Auszeichnung für die beste Publikation des Jahres ins Leben. Sascha Filipenko erhielt den Preis in den Jahren 2014 und 2022. 

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