Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Motovelo

    Motovelo (Abkürzung für belaruss. Mіnskі matazykletna-welasіpedny sawod) ist ein belarussisches Unternehmen, das Fahrräder und Motorräder produziert. Im Jahr 1945 als sowjetisches Staatsunternehmen gegründet, wurde Motovelo 2007 privatisiert. Die österreichische ATEC Holding des belarussischen Geschäftsmanns Alexander Murawjow übernahm Motovelo, er selbst den Direktorenposten. Nach Vorwürfen der Steuerhinterziehung und des Betruges wurde Murawjow 2015 festgenommen und 2017 zusammen mit anderen Managern des Unternehmens verurteilt. Er erhielt elf Jahre Haft. Auf Beschluss eines Minsker Gerichts wurde Motovelo für bankrott erklärt und schließlich in neuer juristischer Form als Staatsunternehmen neugegründet. Kritiker sehen den Prozess als geplante staatliche Konfiszierung. 

    Von

  • Gnose

    Wiedervereinigung von West-Belarus mit der BSSR

    Der Begriff „Wiedervereinigung“ wurde von der Sowjetführung verwendet, als 1939 ein Teil des östlichen Polens an die BSSR angegliedert wurde. Hintergrund war der sogenannte Hitler-Stalin-Pakt und die darin vorgesehenen Gebietsaufteilungen in Polen zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion: Nachdem deutsche Truppen am 1. September 1939 Polen überfallen hatten, begann die Rote Armee am 17. September 1939 mit dem Einmarsch in den Osten Polens. Die Gebiete, die sich die Sowjetunion dabei einverleibte, gehörten seit Ende des Polnisch-Sowjetischen Kriegs im Jahr 1921 zu Polen.  

    Von

  • Gnose

    Rat der Republik (Belarus)

    Der Rat der Republik (belaruss. Sawet Respubliki) ist im Zweikammersystem der Republik Belarus als Verfassungsorgan das Oberhaus, während das Repräsentantenhaus das Unterhaus des Parlaments bildet. Der Rat setzt sich aus 64 Mitgliedern zusammen, die durch die Oblaste des Landes und die Stadt Minsk bestimmt werden. Acht Mitglieder werden durch den Präsidenten nominiert.

    Von

  • Gnose

    Wladimir Andreitschenko

    Wladimir Andreitschenko (belaruss. Uladsimir Andreitschanka, geb. 1949 in der Oblast Witebsk) ist ein belarussischer Politiker. Seit 2008 bekleidet er das Amt des Vorsitzenden des Repräsentantenhauses im belarussischen Parlament. Andreitschenko absolvierte Ausbildungen und Studien an diversen Landwirtschaftlichen Hochschulen und an der Akademie für Verwaltung beim Präsidenten der Republik Belarus. Bereits 1990 wurde er als Abgeordneter in das belarussische Parlament gewählt. Von 1994 bis 2008 fungierte er als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Oblast Witebsk. 

    Von

  • Gnose

    Anatoli Dobrynin

    Anatoli Dobrynin (1919–2010) war ein sowjetischer Diplomat, von 1962 bis 1986 war er Botschafter der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten.

    Von

  • Gnose

    Siebenjähriger Krieg

    Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) kämpften unter anderem Preußen und Großbritannien gegen eine Allianz aus der Habsburgermonarchie, dem Heiligen Römischen Reich, Frankreich, Russland und Spanien. Alle Großmächte hatten Gebietsansprüche, unter anderem auf Kolonien und Einfluss in Afrika, Nordamerika und Indien. Der Krieg endete mit dem Sieg der britisch-preußischen Koalition. Unter anderem durch die Friedensverträge von Paris und von Hubertusburg stieg Preußen zur fünften europäischen Großmacht auf, Frankreich verlor seine vorherrschende Stellung. 

    Von

  • Gnose

    Großer Nordischer Krieg

    Der Große Nordische Krieg (1700 – 1721) war ein Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum, in dem sich unter anderem das Schwedische Reich und Russland gegenüberstanden. Entscheidend war die Schlacht bei Poltawa im Juli 1709. Nachdem das Schwedische Reich mehrere Siege und Landgewinne erzielt hatte, bereitete ihm das Russische Zarenreich bei Poltawa – heute eine Stadt in der Zentralukraine – eine vernichtende Niederlage, die eine Kriegswende nach sich zog: Schweden gelangte in die Defensive, der König fiel, die anschließenden Friedensverträge markierten das Ende Schwedens als europäische Großmacht und den Aufstieg des 1721 gegründeten Russischen Kaiserreichs.

    Von

  • Gnose

    Erschießung von Arbeitern in Nowotscherkassk (1962)

    Der Aufstand in Nowotscherkassk ereignete sich Anfang Juni 1962. Wegen massiver Preissteigerungen gingen damals etwa 5000 Arbeiter der Elektrolokomotivfabrik auf die Straße. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Zahl der Toten und Verwundeten zur Verschlusssache erklärt. Sieben der „Anstifter“ wurden anschließend zum Tode verurteilt, über 100 Beteiligte bekamen Haftstrafen von bis zu 15 Jahren. Erst im Zuge der Perestroika wurden die Betroffenen 1996 rehabilitiert. Offiziellen Angaben zufolge starben bei den Unruhen 24 Arbeiter, 70 wurden verletzt. 

    Von

  • Gnose

    Kalinouski-Regiment

    Das Kalinouski-Regiment ist ein Freiwilligenverband von bis zu 1500 Belarussen, das auf ukrainischer Seite gegen Russland an der Front kämpft. Im Oktober 2022 verkündeten Vertreter des Regiments mit Unterstützung ukrainischer Parlamentarier erstmals auch politische Ambitionen in Belarus. 

    Von