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    Boris Gryslow

    Boris Gryslow (geb. 1950, in Wladiwostok) ist seit Januar 2022 russischer Botschafter in Belarus. Zuvor war er in zahlreichen verschiedenen politischen Positionen in Russland tätig, darunter in der ersten Amtszeit von Wladimir Putin als Innenminister, außerdem als erster Vorsitzender der Partei Einiges Russland sowie (von 2003 bis 2011) als Vorsitzender der russischen Staatsduma. Er gilt als enger Vertrauter und Untergebener Putins und war seit 2015 ständiger Unterhändler in der trilateralen Kontaktgruppe (Russland, Ukraine, OSZE – neben Anwesenheit von Vertretern der selbsternannten Volksrepubliken DNR, LNR) zu den Krisengesprächen zum Krieg im Donbass.  

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    Denis Puschilin

    Denis Puschilin (geb. 1980, in Makijiwka) ist Chef der selbsternannten Volksrepublik DNR – die einen Teil der ukrainischen Oblast Donezk umfasst, um die Russland derzeit in der Ukraine Krieg führt. Puschilin steht der russisch besetzten Region seit Herbst 2018 vor, war bis dahin in verschiedenen anderen Positionen der DNR eingesetzt. Ende der 1990er Jahre diente er ein Jahr in der ukrainischen Nationalgarde. Zeitweise studierte er an der Nationalen Akademie für Bauwesen und Architektur des Donbass Betriebswirtschaft. Einige Zeit soll er im Dienst der Firma MMM (My moshem mnogoje, dt. Wir können vieles) gestanden haben, die mit Aktienbetrug (Schneeball-System) Millionen Anleger prellte. Seit 2014 steht er auf der EU-Sanktionsliste. 

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    Jamal

    Jamal ist eine Halbinsel im Norden von Westsibirien, die sehr dünn besiedelte Region ist in etwa so groß wie Bayern und Niedersachsen zusammen. Rund ein Drittel aller konventionellen Erdgasreserven Russlands liegen auf der Halbinsel. Von hier stammt der überwiegende Teil der westeuropäischen Gasimporte.  

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    Kosmino-Bucht

    Die Kosmino-Bucht liegt im Fernen Osten Russlands, rund 100 Kilometer Luftlinie östlich von Wladiwostok. Hier endet die Ostsibirien-Pazifik-Pipeline, über die russisches Erdöl weiter nach China, Japan, und Korea verschifft wird. 

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    Belaruski Hajun

    Die Monitoring-Gruppe Belaruski Hajun um den Aktivisten Anton Motolka trägt regelmäßig Hinweise zu russischem Raketenbeschuss von Belarus aus zusammen, ebenso zu russischen Truppenbewegungen auf dem Staatsgebiet von Belarus. Über Kanäle in sozialen Netzwerken mit teils mehreren hunderttausend Followern macht er das öffentlich, darunter auf Telegram und Twitter. 

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    Nikolaj Awtuchowitsch

    Nikolaj Awtuchowitsch (geb. 1963, belarus. Mikalai Autuchowitsch) ist ein belarussischer Unternehmer und politischer Aktivist. Awtuchowitsch, der 2004 als oppositioneller Kandidat bei den Parlamentswahlen antrat, wurde in den vergangenen 15 Jahren mehrmals zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Prozesse wurden von internationalen Menschenrechtsorganisationen immer wieder als politisch motiviert verurteilt. Awtuchowitsch war Mitgründer zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen, wie bspw. dem Komitee zur Unterstützung des Unternehmertums Solidarität. Im Dezember 2020 wurde er im Zuge der Proteste abermals festgenommen. Seitdem befindet er sich in Haft. Im Mai 2022 wurde er wegen Hochverrats und der Gründung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. 2023 wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt. 

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    Wladimir Makei

    Wladimir Makei (1953-2022, belarus. Uladsimir Makej) war ein hochrangiger belarussischer Diplomat im Machtapparat von Alexander Lukaschenko. Der aus der westbelarussischen Stadt Hrodna stammende Makei absolvierte ein Studium an der Staatlichen Linguistischen Universität in Minsk sowie an der Akademie des österreichischen Außenministeriums. Von 2008 bis 2012 leitete Makei die Präsidialverwaltung. Danach wechselte er in das Amt des Außenministers, das er bis zu seinem plötzlichen Tod am 26. November 2022 innehatte. 

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    Volkschural

    Der Burjatische Volkschural ist die Legislative des Föderationssubjekts Republik Burjatien. Der Begriff stammt von Kurultai – in der Sprache der frühen Turkvölker bezeichnete es ursprünglich die Fürstenversammlung. Mehrere mongolische Staaten bezeichnen ihre Parlamente heute in der mongolischen Tradition mit dem Wort Chural. 

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    Suwalki-Lücke

    Gemeint ist das schmale Grenzgebiet zwischen Litauen und Polen – an dem im Norden die russische Exklave Kaliningrad grenzt und im Süden Belarus. Sicherheitspolitisch wird diese Region von der NATO als Suwalki-Lücke bezeichnet (benannt nach der nahe gelegenen Stadt Suwalki). Es ist das einzige Nadelöhr zu Lande, an dem die NATO-Mitglieder Litauen, Lettland und Estland mit Polen verbunden sind, sodass sie im Fall eines militärischen Konflikts kurzfristig nur über diese Gegend mit Nachschub versorgt werden könnten. Das Gebiet ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen um russische Provokationen und Befürchtungen, es könnte von Russland besetzt werden, um zwischen Belarus und Kaliningrad eine Brücke zu schlagen und das Baltikum so von den NATO-Partnern abzuschneiden.

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    Nikolaj Tscherginez

    Nikolaj Tscherginez (geb. 1937 in Minsk, belarus. Mikalai Tscharhinez) ist ein belarussischer Schriftsteller, Politiker und Funktionär. Tscherginez studierte in der Sowjetunion Jura. Seit 1977 war er Mitglied der Schriftstellervereinigung der BSSR und der UdSSR. Als Soldat nahm er zwischen 1984 und 1987 am Afghanistan-Krieg teil. Im unabhängigen Belarus wurde er zwischen 1996 und 2008 drei Mal in den Rat der Republik gewählt. Er wurde 2022 mit dem Staatspreis des Volksschriftstellers ausgezeichnet. Zu seinem literarischen Werk gehören vor allem Kriminalromane. 

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