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    Moskwa (Schwarzmeerflotte)

    Die Moskwa war ein Schwergewicht der russischen Schwarzmeerflotte, seit 1982 im Einsatz. Bis zum Ende der Sowjetunion gehörte das Schiff zum Bestand der Sowjetarmee und trug den Namen Slawa (dt. Ruhm). Zu Beginn der 1990er Jahre wurde es umfassend modernisiert – maßgeblich unterstützt durch den Moskauer Bürgermeister –, umbenannt und in die russischen Streitkräfte überführt. Am 14. April 2022 ist das Schiff nach ukrainischen Angaben durch Raketenbeschuss versenkt worden. US-Informationen sollen geholfen haben, das Schiff zu lokalisieren. Moskau gestand den Verlust des Kreuzers ein, bestreitet jedoch den Beschuss als Ursache.

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    Korridor nach Transnistrien (FAQ)

    Beobachter gehen jedenfalls davon aus, dass Moskau auch eine Verbindung zu dem von Moldau abtrünnigen Landesteil anstrebt. Von russischer Seite war es im April 2022 als weiteres Kriegsziel verlautbart worden. Der Krieg hat bisher gezeigt, dass die Rhetorik der russischen Seite zu realen Optionen werden kann. Offen ist, ob dies militärisch tatsächlich durchgesetzt werden könnte. 

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    Konzept der Selbstabschreckung (FAQ)

    Das entspricht dem Konzept der Selbstabschreckung. Dessen zentrale Annahme ist, dass ein symmetrisches Vorliegen von Atomwaffen bei den sich gegenüber stehenden Mächten (in diesem Fall vor allem Russland und die USA) in erster Linie der Drohgebärde dienen, nicht aber zum Einsatz kommen –  weil die Gefahr der eigenen Vernichtung immer genau so groß ist, wie die der Vernichtung des Gegners.

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    brinkmanship (FAQ)

    Der Begriff brinkmanship bezeichnet die Bereitschaft eines politischen Akteurs, bis zum Äußersten zu gehen. Der Zusatz nuclear meint die Option, Atomwaffen einzusetzen.

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    Lieferantenländer Waffen (FAQ)

    Waffen, auch schwere Waffen, geliefert haben bisher unter anderen folgende Länder (oder haben es vor): Tschechien, Polen, Estland, Litauen, Slowenien, USA, Türkei, Schweden, Norwegen, Finnland, Spanien, Frankreich, Kanada, Niederlande, Australien, Slowakei, Italien und Deutschland.

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    Übergelaufene Soldaten (FAQ)

    Als Russland im Februar/März 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektierte, wurde bekannt, dass ukrainische Soldaten die Seiten gewechselt haben. Darunter war auch der Oberkommandierende der Krimflotte Denis Beresowski.

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    Kräfteverteilung (FAQ)

    Auf russischer Seite waren es bislang zwischen 175.000 und 190.000 Soldaten, unterstützt durch Söldner, die russische Nationalgarde sowie irreguläre Verbände aus den so genannten Volksrepubliken LNR und DNR (nochmal 30.000 Mann). Gerechnet wird in sogenannten taktischen Bataillonsgruppen (BTG), die nach unterschiedlichen Schätzungen bis zu 150 angesetzt werden müssen. Es handelt sich dabei um Bataillone, die durch spezialisierte Kompanien ergänzt werden. Die regulären ukrainischen Verbände umfassten zu Beginn etwa 200.000 Soldaten, davon 126.000 beim Heer. Hinzu kommen paramilitärische Verbände (ca. 100.000 Mann) sowie eine Volksmiliz mit bis zu 900.000 Mann. Das waren bis zu 70 BTG. 

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    Aktivität von Cyberpartisanen

    Gemeint ist die Gruppe Cyberpartisanen (belaruss. Kiberpartisany), die von regimekritischen Aktivisten im Zuge der Proteste 2020 gegründet wurde und die in Belarus Aktionen gegen kritische Infrastruktur oder auf staatliche Stellen ausübt. Außerdem leaken sie Datensätze, zum Beispiel von Mitarbeitern der Sicherheitsorgane, oder dringen in die Sicherheitssysteme von staatlichen Unternehmen ein. Sie sehen sich ihrem Selbstverständnis nach als ethisch korrekte Hacker.

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    43 Prozent (Belarussische Analysewerkstatt, Ukraine-Krieg)

    Die Zahlen gehen auf die Belarussische Analysewerkstatt von Andrej Wardomazki  zurück. Der Umfrage nach geben mehr als die Hälfte der Befragten den USA und den westlichen Staaten die Schuld am Krieg in der Ukraine. Wardomazki gibt dazu an, dass die Schuldfrage sehr unterschiedlich beantwortet werde, unter anderem mit dem Hinweis, dass die USA in den Augen der Befragten mehr gegen eine solche Gefahr hätten tun sollen. Zugleich sind es lediglich rund 43 Prozent, die das Vorgehen Russlands explizit gutheißen. Weitere Umfragen, aus den vergangenen Jahren, zeigen zudem, dass die Orientierung nach Russland zurückgeht und dass das Nachbarland als zunehmende Bedrohung für die territoriale Integrität betrachtet wird.

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