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    Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen (FAQ)

    Hintergrund sind die Genfer Konventionen, geregelt im 1. Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen. Dessen Ziel ist der Schutz der Zivilbevölkerung. Dafür können auf dieser Basis Zonen eingerichtet werden, die nicht in die Kampfhandlungen mit einbezogen werden dürfen. Hauptvoraussetzung ist, dass sich in diesen Zonen keine Soldaten und keine Waffen befinden – andernfalls verliert die Zone sofort ihren Schutzstatus. Angriffe auf aktive Schutzzonen stellen wiederum einen schweren Verstoß gegen das 1. Zusatzprotokoll dar und sind völkerrechtswidrig.

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    Daytoner Friedensabkommen (FAQ)

    Das Daytoner Abkommen war der Schlüssel zur Beilegung des Balkankonflikts – geschlossen nach mehr als drei Jahren Krieg (1992–1995) zwischen Serbien und Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina. Das Abkommen besteht aus einem allgemeinen Rahmenabkommen sowie elf Anhängen. Diese Anhänge haben eigenen Vertragscharakter und dienen zur Regelung der völkerrechtlichen Fragen und Mechanismen, die den Frieden gewährleisten und durchzusetzen sollten. Dazu gehörte unter anderem die Einrichtung des „Hohen Repräsentanten“ für Bosnien-Herzegowina bei den Vereinten Nationen. Als Architekt des Abkommens gilt der US-Spitzendiplomat Richard Holbrook.

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    Omar al-Baschir (FAQ)

    Omar al-Baschir ist mittlerweile, mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Darfur-Konflikt, an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert worden. Bereits im Jahr 2009 hatte das Haager Tribunal Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen al-Baschir erlassen. 

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    Reife (FAQ)

    Die „Reife“ berührt die Frage, wann sich ein Fenster der Möglichkeiten für die Aussicht auf einen echten Verhandlungserfolg auftut. Das betont den Faktor „Timing“, um mit konkreten diplomatischen Bemühungen einen Durchbruch zu erzielen – und auf welche Weise. Dahinter liegen Überlegungen der Spieltheorie mit der zentralen Frage, ab wann sich für beide Seiten lose-lose-Situationen einstellen, sollten sie weiterkämpfen. Dann wäre es im Sinne einer Kosten-Nutzen-Analyse in jedem Fall für beide ertragreicher, einen Kompromiss zu verhandeln als weiterzukämpfen. vgl. Zartman, William (2007)

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    Türkei (FAQ)

    Die Türkei hat sowohl zur Ukraine als auch zu Russland gute Beziehungen und bot sich von Beginn als Vermittler an. So fand das erste Treffen auf Außenministerebene – das ohne Ergebnis verlief – am 10. März 2022 in Ankara statt.

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    Israel (FAQ)

    Der ukrainische  Präsident Wolodymyr Selensky hat zum Beispiel Jerusalem als möglichen Verhandlungsort stark gemacht – er selbst ist Jude und die Ukraine hat gute Beziehungen zu Israel, der israelische Premier soll zudem eine Basis mit Putin haben.

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    Uladsimir Samoila

    Uladsimir Samoila (1878–1941) war ein Schriftsteller, Publizist und Bibliothekar. In den 1920er Jahren gehörte er zu einem Kreis führender Publizisten der belarussischen Wiedergeburtsbewegung und war eng mit dem Dichter Janka Kupala befreundet. Er war bei verschiedenen Zeitschriften in Minsk und Vilnius tätig, darunter bei der ältesten belarussischen Zeitschrift Nasha Niva (die das Sprachrohr der Wiedergeburt war). 1939 wurde er von der sowjetischen Geheimpolizei des NKWD verhaftet, inhaftiert und wurde zwei Jahre später hingerichtet.

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    Tuteischyja

    Die Tragikomödie Tuteischyja (Die Hiesigen) des Dichters Janka Kupala aus dem Jahr 1922 ist für viele Belarussen bis heute Symbol der immer wieder verhinderten nationalen Selbstfindung des Landes. In dem zwischen 1918 und 1920 angesiedelten Stück steht der Protagonist Mikita Znosak metaphorisch für die Ansprüche durch externe Machthaber. Name, Sprache, Kleidung, Wäh­rung und Profession passt Znosak jeweils an die deutsche, polnische und bolschewistische Besatzung an. Bis 1980 wurde das Stück nicht gedruckt und nicht aufgeführt.

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    Ihnat Abdsiralowitsch

    Ihnat Abdsiralowitsch (nach dem Haupthelden in Maxim Harezkis Roman Zwei Seelen) ist das Pseudonym des Philosophen und Schriftstellers Ihnat Kantscheuski (1896–1923). Sein Essay Adwetschnym schljacham (dt. Der urewige Weg), gilt als Schlüsseltext. Er erschien 1921 in Wilna und wurde erst Ende der 1980er Jahre wiederentdeckt.

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    Oksana Sabuschko

    Oksana Sabuschko (geb. 1960 in Lutsk) ist eine ukrainische Schriftstellerin, Lyrikerin und Essayistin. Der Durchbruch gelang ihr 1996 mit dem Roman Feldforschungen über ukrainischen Sex, in dem Politik und Selbstfindung  ihrer Heimat mitverhandelt wird. Seitdem hat sie zahlreiche weitere Romane, Poesie-, Prosa- und Essay-Bände veröffentlicht. Eines ihrer literarischen Hauptthemen ist die ukrainische Identität.

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