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    Verfassungsreferendum von 2004

    Durch das Verfassungsreferendum im Oktober 2004 wurde de facto die auf zwei Legislaturperioden begrenzte Amtszeit des Präsidenten aufgehoben und damit die Verfassung von 1994 verändert. Bei dem Referendum wurde der Eingriff in die Verfassung nicht direkt formuliert. Die Frage auf dem Wahlzettel lautete: „Erlauben Sie dem ersten Präsidenten der Republik Belarus A. Lukaschenko als Kandidat für das Amt des Präsidenten der Republik Belarus bei den Präsidentschaftswahlen zu kandidieren und akzeptieren Sie den ersten Teil des Artikels 81 der Verfassung der Republik Belarus mit folgendem Wortlaut: ,Der Präsident wird direkt vom Volk der Republik Belarus für eine Amtszeit von fünf Jahren in allgemeiner, freier, gleicher und direkter Wahl in geheimer Abstimmung gewählt´?“ Laut des offiziellen Ergebnisses beantworteten 87,97 %der Wahlberechtigten diese Frage mit „ja“. 

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    Russisch-Ukrainischer Erdgasstreit 2014/2015

    Zwischen Russland und der Ukraine kommen seit Mitte der 2000er Jahre immer wieder Konflikte rund um Erdgaslieferungen auf. Die Ukraine ist zentrales Transitland für Gaslieferungen in die EU. Doch bereits nach der Orangenen Revolution war es zu Lieferengpässen nach Europa gekommen – vor dem Hintergrund politischer Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Im Winter 2014/2015 spitzte sich der Konflikt abermals zu und wurde unter Beteiligung der EU gelöst. Damals drohte ein Lieferstopp, weil Russland die sonst (angelehnt an Sowjetzeiten) stark rabattierten Lieferpreise erhöht hatte. Beobachter werteten das Vorgehen als Reaktion auf die Westorientierung der Ukraine nach dem Euromaidan und der Krim-Annexion durch Russland. Seit 2015 bezieht die Ukraine eigenes Gas nicht mehr direkt aus Russland.

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    Vostok Oil

    Bei Vostok Oil handelt es sich um ein umfassendes Projekt zur Erschließung weiterer Öllagerstätten im hohen Norden Russlands, auf der Halbinsel Taimyr. Führender Investor ist der Ölgigant und russische Staatskonzern Rosneft. Erste Bohrungen zur Erkundung des Potentials gab es im Mai 2020. Mit dem Vorhaben sind Milliardeninvestitionen in neue Ölpipelines, in den Ausbau des bestehenden Ölterminals und in Schienenwege verbunden. Die möglichen Fördermengen an leichtem Rohöl liegen laut Rosneft bei sechs Milliarden Tonnen. Bis 2030 werde eine Fördermenge von 100 Millionen Tonnen jährlich erwartet und damit eine deutliche Ankurbelung der Wirtschaft.

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    Wasserstoff-Aktionsplan von 2020 (Russland)

    Die russische Regierung hat im Oktober 2020 einen ersten Aktionsplan zur Entwicklung einer Wasserstoff-Strategie verabschiedet. Das Energieministerium spricht von einer entsprechenden Roadmap bis 2024. Vorgesehen ist ebenso, Pilotprojekte zu realisieren. Künftige Ziele sind die Produktion von so genanntem blauem und grauem Wasserstoff, also auf Basis von Erdgas. Grüner Wasserstoff, der auf Basis von erneuerbaren Energien produziert wird, soll mittelfristig hinzukommen. Experten sehen die russische Politik beim Wasserstoff auf neue Exportmöglichkeiten ausgerichtet, unter anderen nach Deutschland. 

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    Doktrin zur nationalen Energiesicherheit

    Die Doktrin zur nationalen Energiesicherheit von 2012 bildet den Rahmen für eine Reihe von gesetzlichen Neuerungen und damit verbundenen Investitionen zur Modernisierung der Infrastruktur im russischen Energiesektor bis 2020. Die Doktrin wurde im Jahr 2019 per Erlass durch Präsident Wladimir Putin erneuert. Darin werden unter anderem die internationale Klimapolitik und der Übergang zu „grüner Wirtschaft” als Herausforderungen für die russländische Energiewirtschaft benannt und eine mögliche Benachteiligung russischer Unternehmen aus der Brennstoff- und Energiebranche auf dem Weltmarkt als Gefahr eingestuft.

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    Polessier

    Die Bewohner der Tiefebene Polesien (sie erstreckt sich im Grenzdreieck von Belarus, Polen und der Ukraine) werden als Polessier bezeichnet. Im Zusammenhang mit einer eigenen Identität wird auch von Poleschuken gesprochen. 

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    Radkow

    Das Dorf Radkow (belarus. Radkoj) befindet sich im Süden von Belarus, Oblast Gomel. Das Kernkraftwerk Tschernobyl liegt circa 250 Kilometer weiter südlich davon, in der Ukraine.

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    Swislotsch

    Swislotsch (belarus. Swislatsch) ist ein Nebenfluss der Memel (belarus. Njoman), der teils durch polnisches, teils durch belarussisches Gebiet verläuft. Auf seiner Länge von rund 140 Kilometern schlängelt er sich unter anderem durch die belarussische Hauptstadt Minsk.

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    Wilejka

    Wilejka ist eine Stadt in Belarus, die im nordöstlichen Teil der Oblast Minsk liegt. Die Stadt hat rund 30.000 Einwohner. Ihr Name geht auf den Fluss Wilija zurück, der durch die Stadt fließt. 

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