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Matthias Stadelmann

Matthias Stadelmann ist Historiker mit den Schwerpunkten Osteuropa, Russland und Sowjetunion. Nach Stationen an den Universitäten Erlangen, Eichstätt-Ingolstadt, Jena und Bochum ist er seit Oktober 2016 Außerplanmäßiger Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat – zum Teil preisgekrönte, aus langen Forschungsaufenthalten in Russland hervorgegangene – Monographien zur Kulturgeschichte der Stalin-Zeit, zur Romanow-Dynastie und zur politischen Kultur des Russischen Kaiserreiches vorgelegt. Derzeit arbeitet er an Forschungsprojekten zur Emigration aus Russland in Folge von Revolution und Bürgerkrieg sowie zur kulturellen Konstruktion der Ukraine nach 1945.

Gnosen

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Neueste Gnosen

Voucher-Privatisierung

Vor 26 Jahren begann die größte Privatisierungsreform der Weltgeschichte. Sie sollte im Russland der 1990er Jahre vor allem eines sein – „gerecht“. Wie es dazu kam, dass sie später als „Raub am Volk“ bezeichnet wurde, das erklärt Ewa Dąbrowska.

Transsibirische Eisenbahn

Sie steht für den Traum von Russland als „Eurasischer Brücke“, den russische Machthaber bereits im späten 19. Jahrhundert geträumt haben. Frithjof Benjamin Schenk über die mythenumwobene Transsibirische Eisenbahn. 

Russische Wirtschaftskrise 2015/16

Die Wirtschaftskrise im Herbst 2014, hatte Russland ökonomisch vor eine unsichere Zukunft stellt. Drei unabhängige Entwicklungen setzten die russische Wirtschaft gleichzeitig unter Druck: der Einbruch des Ölpreises, wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland sowie strukturelle Probleme, das heißt fehlende Anreize zu Investitionen und zur Steigerung der Produktivität. Erst mit der Erholung des Ölpreises 2017 kam es wieder zu einem leichten Wirtschaftswachstum.

Georgienkrieg 2008

Der Russisch-Georgische Krieg forderte im August 2008 rund 850 Tote und tausende Verletzte. Er machte etwa 100.000 Menschen zu Flüchtlingen und zementierte die de facto-Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens von Georgien. Sonja Schiffers über Ursachen, Auslöser und Folgen des Konflikts.

Sandarmoch

Die Erschießungsorte und Friedhöfe des NKWD unterlagen der strikten Geheimhaltung. Einer von ihnen wurde 1997 vom Memorial-Mitarbeiter Juri Dmitrijew entdeckt. Ekaterina Makhotina über Sandarmoch, das Waldgebiet in Karelien, wo während des Großen Terrors mehr als 7000 Menschen erschossen wurden. 

Alexej Nawalny

Alexej Nawalny ist der bekannteste Kreml-Kritiker Russlands. Mit seinen Korruptionsvorwürfen setzt er den Machthabern genauso zu wie mit landesweiten Protesten, zu denen er tausende Menschen mobilisiert. Jan Matti Dollbaum über den widersprüchlichen Oppositionspolitiker und dessen Potential, der Macht auf lange Sicht gefährlich zu werden. 

Sakon (Gesetz)

Die Formel „im Rahmen des Gesetzes“ scheint ein Lieblingsausdruck von Wladimir Putin zu sein. Leonid A. Klimov über das schwierige Verhältnis zum Gesetz in der russischen Kultur, rechtlichen Pluralismus und die Erfahrung der Grenzüberschreitung. 

Pussy Riot

Internationales Aufsehen erregte 2012 ihr Punkgebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und vor allem der anschließende Prozess, bei dem zwei Mitglieder zur Haft im Straflager verurteilt worden waren. Auch wenn sich die Ursprungsgruppe inzwischen aufgelöst hat, traten sie jüngst beim Finalspiel der Fußball-WM 2018 in Erscheinung. Matthias Meindl über die Kunstaktivistinnen von Pussy Riot.

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