Quelle

Literaturjournal NLO

Literaturjournal NLO

Die Nowoje literaturnoje obosrenije (dt. Neue Literaturrundschau) ist die erste nach der Auflösung der Sowjetunion entstandene unabhängige philologische Zeitschrift. 1992 gegründet, beschäftigt sich die NLO1 mit der zeitgenössischen russischen Literatur und Kultur und reflektiert überkommene sowjetische Kategorien und Klischees. In der Redaktion sind bekannte russische und ausländische Wissenschaftler vertreten, zum Beispiel Konstantin Asadowski, Alexander Lawrow, Roman Timentschik, Michail Jampolski und andere. Gründerin und Herausgeberin der NLO ist die Literaturwissenschaftlerin und Politikerin Irina Prochorowa. Die Zeitschrift erscheint sechs mal im Jahr und und genießt eine hohe Wertschätzung in der Wissenschaft.

Die NLO wird im gleichnamigen Verlag veröffentlicht, der in den 90ern und 2000ern zum Marktführer auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Literatur geworden ist. Das Portfolio des Verlags ist interdisziplinär angelegt. Verlegt werden z. B. auch das kultur- und politikwissenschaftliche Journal Neprikosnowenny sapas (dt. unantastbare Reserve) und die Zeitschrift Teorija mody (dt. Theorie der Mode). Außerdem werden in Kooperation mit anderen Institutionen verschiedene Schriftenreihen herausgegeben, z. B. Archivalia Rossica, Studia europaea, Alltagskultur, Helden unserer Kindheit, Wissenschaftliche Bibliothek und andere.

 

Eckdaten

Gegründet: 1992
Gründerin und Chefredakteurin: Irina Prochorowa
URL: http://www.nlobooks.ru/nlo


1.Die Abkürzung NLO steht im Russischen auch für UFO (unbekanntes Flugobjekt).
Gnosen

im Gnosmos

als Text

im Gnosmos

als Text

Neueste Gnosen

Protestmusik

Musik wird in Russland immer mehr zu einem Medium für Kreml- und Gesellschaftskritik. Olga Caspers über die wachsende Gegenkultur und ihre Repräsentanten.

Erdöl – kulturhistorische Aspekte

Erdöl war die Grundlage der Wirtschaft in der UdSSR und ist es im heutigen Russland immer noch. Metaphorisch auch als „Blut der Erde“ oder „Schwarzes Gold“ bezeichnet, gilt es nicht nur als wichtigste Energiequelle, sondern auch als Motor der Geschichte insgesamt. Ilja Kalinin über kulturhistorische Aspekte des Erdöls. 

Oxxxymiron

Rap ist auch Lyrik. Philipp Lausberg über Oxxxymiron, der street credibility mit feingeistiger Poesie vereint. Und den deutschen Rap-Star Kollegah herausgefordert hat.

Der Baltische Weg: die Menschenkette vom 23. August 1989

Nationale Trikoloren, brennende Kerzen, hunderttausende von Menschen, die sich an den Händen halten, Lieder singen und über das Radio Ansprachen hören. Am 23. August 1989 bilden circa eine Million Menschen eine Kette, die von Tallinn über Riga nach Vilnius reicht. Sie fordern die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Karsten Brüggemann über Bedeutung und Strahlkraft des Baltischen Wegs. 

Der Hitler-Stalin-Pakt

Am 23. August 1939 landete der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau. Nach elf Stunden Verhandlungen wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Claudia Weber über den Hitler-Stalin-Pakt, der den Weg zum Zweiten Weltkrieg freimachte. 

Napoleon Bonaparte in Russland

Idealbild des romantischen Helden, künftiger Messias und Symbol des Protests gegen die Unterdrückung in Russland – oder schlicht ein Krimineller, der sich gottgleich wähnte? Nikolaus Katzer zum 250. Geburtstag von Napoleon Bonaparte, der die russische Kultur im 19. Jahrhundert stark beeinflusste und noch lange die Gemüter bewegte wie kein zweiter. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)