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    Prypjat (Stadt)

    Prypjat ist eine verlassene Stadt im Norden der Ukraine an der Grenze zur Republik Belarus. Sie wurde ab 1970 für die Arbeiter des Atomkraftwerks Tschernobyl errichtet, das im gleichen Zeitraum etwa vier Kilometer von der Stadt entfernt entstand. Nach dem Reaktorunglück im AKW Tschernobyl am 26. April 1986 wurde Prypjat evakuiert. Aufgrund der hohen Strahlenbelastung wurde die Stadt schließlich ganz aufgegeben.

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    Provokation der Geheimdienste gegen oppositionelle belarussische Politologen (April 2021)

    Mitte April 2021 wurden zwei belarussische Staatsbürger in Moskau festgenommen. Ein Politologe und ein Rechtsanwalt sollen mit Hilfe ausländischer Nachrichtendienste einen Staatsstreich und die Ermordung des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko geplant haben. Zahlreiche Vertreter der belarussischen Opposition und unabhängige Beobachter halten diese „Verschwörung“ für eine Provokation des belarussischen Geheimdienstes KGB.

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    all die kleinen Tabaquis (Stanowaja)

    In seiner Rede zur Lage der Nation, die Wladimir Putin am 21. April 2021 gehalten hatte, verglich er westliche Länder mit dem listigen Schakal Tabaqui, der sich um Shir Khan windet – dem Tiger aus dem Dschungelbuch von Rudyard Kipling. Dies war nicht die erste Analogie, die Putin zum Dschungelbuch zog: Unter anderem hatte er zuvor schon die Bürgerprotestbewegung der Jahre 2011/12 mit der Affenbande aus dem Kinderbuch von Kipling gleichgesetzt. 

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    Verbot von Nivea-Produkten in Belarus (April 2021)

    Das belarussische Gesundheitsministerium hat im April 2021 ein vorübergehendes Verbot von Nivea-Produkten erlassen. Offiziell wird der Schritt mit angeblichen Verstößen gegen Vorgaben des Verbraucherschutzes begründet. Nivea hatte im Januar als Reaktion auf die politische Situation in Belarus seine Sponsorenschaft für die geplante Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk zurückgezogen. 

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    Uladsimir Karatkewitsch

    Uladsimir Karatkewitsch (1930–1984, russ. Wladimir Korotkewitsch) war ein bedeutender belarussischer Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Sein breites Werk umfasst Gedichte, Erzählungen, Drehbücher, Essays, Novellen und Romane, die sich häufig mit Themen der belarussischen Geschichte befassen. Ins Deutsche wurden nur sehr wenige Arbeiten Karatkewitschs übersetzt, beispielsweise Die wilde Jagd des König Stach (1964).  

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    „mit glühendem Eisen ausbrennen“ (Aussage Lukaschenkos April 2021)

    Diese Aussage bezieht sich auf eine Aussage von Alexander Lukaschenko vom 1. April 2021. An diesem Tag traf sich der belarussische Machthaber mit Vize-Premierminister Nikolaj Snopkow und dem Minister für Antimonopolregulierung und Handel Wladimir Koltowitsch. Bei diesem Treffen sagte Lukaschenko, dass Geschäfte, die keine belarussische Waren im Sortiment haben, „mit glühendem Eisen ausgebrannt werden sollten“. 

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    Nizkiz

    Nizkiz ist eine bekannte belarussische Rockband. Sie wurde 2008 in der Stadt Mogiljow (belarussisch: Mahiljou) gegründet. Die Songtexte schreibt Sänger und Frontmann Alexander Iljin auf Russisch und Belarussisch. Das Video zu ihrem Song Prawily erlangte 2020 große Popularität, weil es auf den Protestmärschen gedreht wurde.  

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    Masleniza in Krewa (Vorfall März 2021, Sergej Gapon)

    Dies ist eine Anspielung auf einen Vorfall, der im März 2021 Aufsehen in Belarus erregte. Zum 14. März hatte der Fotograf Sergej Gapon in die Kleinstadt Krewo eingeladen, um das sogenannte Masleniza zu feiern, wie die Woche vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit genannt wird. Bei der Veranstaltung tauchte schließlich die Miliz auf und beendete das Fest. Gegen Gapon wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen den im Zuge der Proteste bekannt gewordenen Paragraph 23.34 eingeleitet, der Massenkundgebungen regelt. Anfang April wurde das Verfahren gegen Gapon eingestellt.

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    Alexander Kulinkowitsch

    Alexander Kulinkowitsch (1972–2018, belarussisch: Aljaxandr Kulinkowitsch) war ein belarussischer Dichter und Musiker. Bekannt wurde er mit seiner Punkrock-Band Neuro Dubel, die 1989 gegründet wurde und seitdem elf Studioalben veröffentlichte. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wurden gegen Kulinkowitsch und die Band Konzert- und Auftrittsverbote verhängt. 

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