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    Eisenstange (Anspielung auf Kaschin)

    Anspielung auf Oleg Kaschin (geb. 1980) – ein bekannter russischer Journalist –, der 2010 brutal zusammengeschlagen wurde, unter anderem mit einer Eisenstange. Kaschin musste sich einigen Operationen unterziehen. 2015 gab der Journalist bekannt, dass Indizien gegen drei Täter vorliegen würden. Auch der bekannte russische Politiker Andrej Turtschak (geb. 1975) soll laut Kaschin an dem Verbrechen beteiligt gewesen sein. Ein vom Journalisten angestrebtes Gerichtsverfahren wegen versuchten Mordes wurde bislang nicht eröffnet. 

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    Andrej Turtschak

    Andrej Turtschak (geb. 1975) ist ein russischer Politiker. Seit September 2020 ist er erster stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrates – Erste Parlamentskammer (Oberhaus) Russlands. Außerdem ist Turtschak Sekretär des Generalrates der Regierungspartei Einiges Russland. Der Journalist Oleg Kaschin wirft Turtschak vor, einer der Hintermänner bei einem brutalen Überfall auf ihn im Jahr 2010 gewesen zu sein. Ein vom Journalisten angestrebtes Gerichtsverfahren wegen versuchten Mordes wurde bislang nicht eröffnet. 

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    Branislau Taraschkewitsch

    Branislau Taraschkewitsch (1892–1938) war ein belarussischer Sprachwissenschaftler und Politiker. Durch seine Kodifizierung entstand 1918 die moderne belarussische Schriftsprache. Sie trägt als erste Norm der belarussischen Standardsprache seinen Namen: Taraschkewiza. Von 1922 bis 1924 war Taraschkewitsch Vorsitzender der belarussischen Partei im polnischen Sejm. 1938 fiel er den stalinistischen Säuberungen zum Opfer. 

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    Nawahrudak

    Nawahrudak ist eine belarussische Stadt mit rund 30.000 Einwohnern und Hauptstadt des gleichnamigen Rajons. Nawahrudak war ab dem 10. Jahrhundert eine wichtige Stadt der Kiewer Rus’ und geriet im Laufe der Jahrhunderte zunächst unter litauische, dann unter russische und schließlich unter polnische Herrschaft. Ab 1939 war sie Teil der Belarussischen Sowjetrepublik.

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    Standardsprache

    Standardsprachen sind Sprachen, die über eine überregionale Norm verfügen, welche in Grammatiken und Wörterbüchern kodifiziert ist. Diese Norm wird in einer Gesellschaft als verbindlich angesehen und in Bildungseinrichtungen vermittelt. Standardsprachen sind prestigeträchtig und ihre Beherrschung ist unabdingbar für eine gesellschaftliche Teilhabe. Sie sind sowohl im Alltag als auch in Wissenschaft, Publizistik und Literatur verwendbar.

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    Nordwestprovinzen des Zarenreiches

    Mit den 1795 abgeschlossenen Teilungen Polen-Litauens gelangten große Gebiete des ehemaligen Großfürstentums Litauen als „belarussische und litauische Provinzen“ zum Russischen Zarenreich. Im Zuge der Russifizierung der Gebiete verbot Zar Nikolaus I. 1840 jedoch per Dekret die Verwendung dieses Begriffs. Stattdessen wurde die Gebiete nun als Nordwestprovinzen bezeichnet.

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    Trassjanka

    Als Trassjanka wird eine sprachliche Mischform mit belarussischen und russischen Merkmalen bezeichnet, die aus dem Sprachkontakt zwischen belarussischen Dialekten und dem Russischen entstand. Der Begriff bezieht sich ursprünglich auf eine minderwertige Mischung aus Gras und Stroh und wurde auch von Verfechtern der Belarussifizierung als abwertende Bezeichnung benutzt. Trassjanka ist heute in Belarus weit verbreitet. Sie wird in informellen Situationen auch von Personen gesprochen, die das Russische in seiner Standardform beherrschen.

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    Januaraufstand 1863/64

    Der Januaraufstand 1863/64 war ein Aufstand im Polnischen Königreich und in den Nordwestprovinzen des Zarenreiches gegen die russische Herrschaft. Er dauerte 15 Monate an. Der Aufstand wurde vor allem vom polnischen Adel getragen, genoss jedoch auch in Teilen des Bürgertums und der Bauernschaft Unterstützung. Die Zaristische Armee schlug den Aufstand rigoros nieder und verstärkte in der Folge die Russifizierung Polens. 

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    Novemberaufstand 1830/31

    Der Novemberaufstand 1830/31 (auch Polnisch-Russischer Krieg) hatte die Unabhängigkeit des Königreichs Polen zum Ziel. Dieser 1815 auf dem Wiener Kongress entstandene polnische Rumpf-Staat unterstand durch eine Personalunion dem russischen Zar Nikolaus I. Da dieser die liberale Verfassung Polens überging, wurde er von den Aufständischen für abgesetzt erklärt. Der Aufstand wurde in der Folge durch Russland militärisch niedergeschlagen.

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    Jan Tschatschot

    Jan Tschatschot (1796–1847, pl. Jan Czeczot) war ein polnischer Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker belarussischer Herkunft. Er leistete ethnografische Pionierarbeit im belarussischen Kulturraum, indem er Volkslieder sammelte und ins Polnische übersetzte. Vor allem mit seinen Gedichten trug er zur belarussischen literarischen Renaissance im 19. Jahrhundert bei. 

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