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    Adam Mickiewicz

    Adam Mickiewicz (1798–1855, belarussisch: Adam Mizkewitsch) ist der wohl bekannteste Dichter Polens. In seinen Texten warb er für ein unabhängiges Polen, wobei ihm ein Gebilde entsprechend der polnisch-litauischen Adelsrepublik vorschwebte. „Litwo, ojczyzno moja“, hieß es in seinem Schlüsselwerk Pan Tadeusz, „Litwa, mein Heimatland“. Mickiewicz wurde in die Familie eines Landadeligen geboren, die ihre Ländereien in der Nähe der heute belarussischen Stadt Nawahrudak hatte. Die Region ging mit der zweiten Teilung der Adelsrepublik 1793 an das russische Zarenreich. Bis heute wird Mickiewicz auch in Belarus verehrt. 

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    poloshenez

    Als poloshenez wird im russischen Gefängnisjargon ein Vertreter der sogenannten Diebe im Gesetz bezeichnet. Diebe im Gesetz (russ. wory w sakone) bezeichnet in Russland eine organisierte kriminelle Subkultur mit straffen Hierarchien und strengem Regelwerk.

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    dnewalny

    Dnewalny bezeichnet in der Insassenhierarchie vieler russischer Strafanstalten üblicherweise einen Häftling, der verschiedene Arbeiten für den ranghöheren sawchos erledigt. Letzterer bildet ein Bindeglied zwischen Leitung und Häftlingen der Anstalt. 

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    sawchos

    In der Insassenhierarchie vieler russischer Strafkolonien bezeichnet sawchos üblicherweise einen Häftling, der für Ordnung und Sauberkeit eines Blocks der Haftanstalt zuständig ist. Der sawchos bildet ein Bindeglied zwischen Leitung und Häftlingen der Anstalt und hat gute Chancen, vorzeitig entlassen zu werden. 

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    Phonoskopische Untersuchung der Stimme Nikolaj Karpenkows

    Am 2. Februar 2021 veröffentlichte tut.by einen Beitrag, in dem das Medienportal berichtete, eine phonoskopische Untersuchung in Auftrag gegeben zu haben. Dabei wurde eine von BYPOL veröffentlichte Audioaufnahme mit der Stimme des stellvertretenden Innenministers Nikolaj Karpenkow verglichen. Der Mitschnitt hatte Mitte Januar 2021 für einen Skandal gesorgt, da die zu hörende Männerstimme nicht nur den Schusswaffengebrauch gegen Protestierende legitimierte, sondern auch vom Bau von Lagern für Demonstranten sprach. Die Untersuchung, die durch das russische Unternehmen GlawExpert durchgeführt wurde, bestätigte, dass die Stimme mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die von Karpenkow sei. 

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    unmenschliche Bedingungen (Haft Dimitri Kulakowskis)

    Der Milizionär Dimitri Kulakowski quittierte im August 2020 seinen Dienst aus Protest gegen die Gewalt, mit der die Machthaber in Belarus gegen die Demonstranten vorgingen. Er wurde festgenommen und verbrachte letztlich 27 Tage in Untersuchungshaft. Aus Protest schluckte er nach seiner Verhaftung vier Metallgegenstände. Die Bedingungen in der Haft beschrieb er als unmenschlich. In seiner Zelle gab es kein Bett, er musste auf einer kleinen Bank oder auf dem Betonboden schlafen. 

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    USK Belarus (Ermittlungskomitee)

    USK ist die Abkürzung für Leitung des Ermittlungskomitees (russ. Uprawlenije Sledstwennogo Komiteta). Die nationale Behörde wurde im September 2011 in Belarus gegründet. Sie unterstützt die Staatsanwaltschaft oder die entsprechenden Abteilungen des Innenministeriums beim Aufklären von Straftaten und Verbrechen. Abteilungen gibt es in Stadtbezirken und auf Oblastebene des Landes. Die Behörde ist nach militärischen Prinzipien organisiert, entsprechend sind die Funktionsträger mit militärischen Rängen ausgestattet. Sie gilt als bedeutendes Instrument des Machtapparates in Belarus.

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    Recherchen zum Tod Roman Bondarenkos

    Am 27. Januar 2021 veröffentlichte BYPOL die Ergebnisse von Nachforschungen zum Tod von Roman Bondarenko. Der 31-Jährige war am 11. November 2020 am sogenannten Platz des Wandels in Minsk von unbekannten Männern zusammengeschlagen worden und erlag am Folgetag seinen Verletzungen. Das zuständige Ermittlungskomitee behauptete, bei Bondarenko sei eine „Alkoholvergiftung“ festgestellt worden. Mit den Recherchen dokumentierte BYPOL, dass bei Bondarenko kein Alkohol nachgewiesen werden konnte, dass er letztlich an den Folgen von Schlägen verstarb, und wer sich womöglich unter den maskierten Personen befunden hat.

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    Rede Karajews im Oktober 2020

    Am 4. März 2021 veröffentlichte die Initiative BYPOL einen Audiomitschnitt. Auf dem ist eine männliche Stimme zu hören, die dem ehemaligen Innenminister Juri Karajew zugeschrieben wird. In der Rede, die er zu seinem Abschied als Innenminister im Oktober 2020 vor führenden belarussischen Silowiki gehalten haben soll, spricht die Stimme davon, dass die Sicherheitskräfte im Zuge der Proteste das Land gerettet hätten. Sie bezeichnet die Silowiki als „Herrschende“ und diejenigen, die sich gegen die Machthaber auflehnen als „fette Philister“. 

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