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    Julia Mizkewitsch

    Julia Mizkewitsch (polnisch: Mickiewicz) ist Chefredakteurin von gender.by – ein gemeinnütziges Medium und eine NGO, die sich für Gendergerechtigkeit einsetzt. Daneben leitet Mizkewitsch die belarussische NGO Solidarity bridge. Eng verbunden ist sie außerdem mit dem Koordinationsrat der belarussischen Opposition – ein am 18. August 2020 in Minsk gegründetes Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Machtübergabe nach den gefälschten Wahlen in Belarus zu organisieren. Dort koordiniert Mizkewitsch zusammen mit der Philosophin Olga Shparaga (geb. 1974) unter anderem die feministische Gruppe Femsowjet. 

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    Jabatka (Schmähformel für Lukaschenko-Anhänger)

    Jabatka (dt. in etwa: Ich bin Batka) ist eine Schmähformel für die Anhänger des belarussischen Präsidenten Lukaschenko, dessen Spitzname Batka (dt. in etwa: Väterchen, Vattern) lautet. Der Begriff jabatka ist ein Wortspiel und bezieht sich auf das vulgärsprachliche (Mat) Wort jebat – ficken. In diesem Zusammenhang bedeutet die Formel in etwa geistesgestört, durchgeknallt.

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    Gesetz zur Bekämpfung häuslicher Gewalt (Belarus)

    Мehr als 1000 Frauen in Belarus bitten jährlich über die Notrufnummer für Opfer häuslicher Gewalt um Schutz. Rund 40 Prozent aller Frauen verließen laut Umfragen mindestens einmal ihr Zuhause wegen körperlicher oder sexueller Misshandlung. Ein Gesetz zur Bekämpfung häuslicher Gewalt sollte schon 2018 verabschiedet werden. Präsident Lukaschenko stellte sich damals gegen den Entwurf, er sagte: „All diese Dummheit stammt in erster Linie aus dem Westen. […] Wir werden ausschließlich von unseren eigenen slawischen Traditionen ausgehen. […] Die im Westen werden bald keine Familien mehr haben: Ein Mann heiratet dort einen Mann, es gibt niemanden zum Gebären.“

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    Ubeshischtsche

    Ubeshischtsche (dt. Asyl, Zuflucht) ist ein Frauenhaus und Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt in Minsk, Belarus. 

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    Belgazprombank

    Die belarussische Belgazprombank ist ein Tochterunternehmen der russischen Gazprombank. Ihr bis Mai 2020 langjähriger Chef Viktor Babariko war vom Amt zurückgetreten, weil er eine Kandidatur zur bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Belarus anstrebte. Zur Wahl zugelassen wurde er nicht, sondern am 20. Juni 2020 verhaftet. Er und weitere Mitarbeiter der Führungsriege der Bank wurden schließlich im Juli 2021 unter anderem aufgrund von Korruptionsvorwürfen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Prozess und das Urteil waren international vielfach als politisch motiviert kritisiert worden.

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    Eva (Gemälde von Chaim Soutine)

    Das Gemälde Eva ist Symbol der Proteste in Belarus 2020. Es stammt von Chaim Soutine (1894–1943) – ein französischer Maler belarussisch-jüdischer Herkunft. Geschaffen 1928, hat die belarussische Bank Belgazprombank es 2013 für rund 1,8 Millionen Dollar bei Sotheby’s ersteigert. Es gehört seitdem zum nationalen Erbe von Belarus und darf nicht ins Ausland verkauft werden.

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    Wladimir Zessler

    Wladimir Zessler (geb. 1951) ist ein belarussischer Künstler und Designer. Er arbeitet unter anderem mit Malerei, Grafiken, Skulpturen und Industriedesign. Zessler ist Mitglied des Koordinationsrats der belarussischen Opposition – ein am 18. August 2020 in Minsk gegründetes Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Machtübergabe nach den gefälschten Wahlen in Belarus zu organisieren.

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    Antonina Slobodtschikowa

    Antonina Slobodtschikowa (geb. 1979) ist eine belarussische Künstlerin. Sie arbeitet vor allem mit Malerei, Grafik und Installation. Mit teils ironischen Collagen und Bildern der Popkultur widmet sie sich unter anderem Themen wie Mutterschaft, Geschlechtsidentität und soziale Stereotypen. Bekannt geworden ist Slobodtschikowa vor allem durch ihre Zeichnung, die zum Symbol des Wahlbündnisses um die parteilose Politikerin Swetlana Tichanowskaja (geb. 1982) bei der belarussischen Präsidentschaftswahl im August 2020 wurde: Ein Herz-Piktogramm stand für die Kampagne von Maria Kolesnikowa, das Piktogramm einer geballten Faust für Swetlana Tichanowskaja, das Victory-Zeichen für Valeria Zepkalo.

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    Osmolowka (Stadtteil von Minsk)

    Osmolowka ist ein Stadtteil von Minsk. Um 1949 von deutschen Kriegsgefangenen erbaut, ist er geprägt von zumeist zweigeschossigen Häusern. Osmolowka gilt als eines der grünsten Viertel der belarussischen Hauptstadt. 2017 gab es Pläne, in dem Stadtteil mehrere Häuser abzureißen. Eine breite Nachbarschaftsinitiative wehrte sich bislang erfolgreich dagegen; mit zahlreichen Nachbarschaftsfesten gilt Osmolowka seitdem auch als ein Zentrum alternativer Kultur in Minsk.  

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