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    Sooronbai Dscheenbekow

    Sooronbai Dscheenbekow (*1958) ist seit 2017 kirgisischer Präsident. Seine Amtszeit war geprägt von einem Machtkampf mit seinem Vorgänger Almasbek Atambajew, dem Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans, der auch Dscheenbekow angehört. Atambajew gilt als härtester Kritiker des Präsidenten.

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    Almasbek Atambajew

    Almasbek Atambajew (*1956) war von 2011 bis 2017 Präsident Kirgistans. Er löste Rosa Otunbajewa ab, die nach den Unruhen im April 2010 einer Übergangsregierung vorgestanden und eine Verfassungsänderung umgesetzt hatte. Atambajew ist seit 1999 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans. Bereits während seiner Präsidentschaft wurden Korruptionsvorwürfe laut, sodass er bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2017 nicht mehr antreten durfte. Er wurde im Juni 2020 zu elf Jahren Haft verurteilt. Nach der Parlamentswahl im Oktober 2020 besetzten Demonstranten das Regierungsgebäude und befreiten Atambajew aus dem Gefängnis. 

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    Kurmanbek Bakijew

    Kurmanbek Bakijew (*1949) war von 2005 bis 2010 Präsident Kirgistans. Als es im April 2010 zu Unruhen kam, verließ er das Land. In der Folge wurde Kirgistan durch eine Verfassungsänderung zur parlamentarischen Republik. Bakijew lebt seitdem im Exil in Belarus und wurde 2014 wegen der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Jahr 2010 in Abwesenheit zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

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    Partei Bir Bol

    Bir Bol ist eine im Jahr 2010 gegründete politische Partei in Kirgistan. Bei der Parlamentswahl im Jahr 2015 erlangte sie 8,32 Prozent der Stimmen und ist seitdem mit 12 Abgeordneten im kirgisischen Parlament vertreten. Seit dem Scheitern der Regierungskoalition im Jahr 2016 ist Bir Bol an der Regierung beteiligt. Bei der Parlamentswahl im Jahr 2020 trat die Partei erneut an mit dem Ziel, das Bruttoinlandsprodukt zu verdoppeln und das Haushaltsdefizit um 3 Prozent zu senken.

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    Staatliches Komitee für nationale Sicherheit Kirgistan

    Das Staatliche Komitee für nationale Sicherheit in Kirgistan ist als Geheimdienst u. a. für die Sicherheit des Präsidenten zuständig. Angegliedert ist außerdem eine Abteilung zur Untersuchung von Korruption innerhalb der Strafverfolgungsbehörden. Internationale Beobachter kritisieren, dass seit dem Machtwechsel im Jahr 2010 nur noch wenige Beamte des Innenministeriums wegen Machtmissbrauch, Korruption oder Erpressung entlassen oder strafrechtlich verfolgt worden seien. 

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    Unruhen in Kirgistan 2010

    Im April 2010 kam es in Kirgistan zu Unruhen, in deren Folge der amtierende Präsident Kurmanbek Bakijew ins Ausland flüchtete. Die Übergangsregierung erarbeitete eine Verfassungsänderung, mit der das Präsidialsystem abgeschafft wurde. Als erster zentralasiatischer Staat wurde Kirgistan damit zu einer parlamentarischen Republik.

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    Bischkek

    Bischkek ist die Hauptstadt von Kirgistan und mit knapp einer Million Einwohnern die größte Stadt des 6-Millionen-Einwohner-Landes. Sie liegt im Norden, am Rand des kirgisischen Gebirges. Zwischen 1926 und 1991 hieß die Stadt Frunse – benannt nach Michail Frunse, einem Vertrauten Lenins und sowjetischen Heerführer während des russischen Bürgerkriegs. 

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    Roman Schleinow

    Roman Schleinow (geb. 1975) ist ein russischer Journalist. Er ist seit 1999 Mitarbeiter der unabhängigen Zeitung Novaya Gazeta und leitet dort seit 2003 die Rechercheabteilung.

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    Iwan Kiwelidi

    Iwan Kiwelidi (1949–1995) war ein russischer Unternehmer. Er unterstützte die Präsidentschaft Boris Jelzins und gelangte Anfang der 1990er Jahre als Gründer und Vorsitzender der Rosbisnesbank zu Reichtum und Einfluss. Als einer der reichsten Männer Russlands setzte er sich gegen die grassierende Korruption ein, die seine Geschäfte beeinträchtigte. Am 1. August 1995 fiel er einem Giftanschlag zum Opfer. Untersuchungen zufolge befand sich an seinem Telefonhörer das Nervengift Nowitschok. Auch seine Sekretärin und ein Mitarbeiter der Gerichtsmedizin starben durch Kontakt mit dem Gift.

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    Schichany

    Schichany ist eine Kleinstadt in der Oblast Samara. 1928 wurde dort ein Kampfstoff-Testgelände der Roten Armee eingerichtet. Zwischen 1928 und 1933 entwickelte und testete auch die Deutsche Reichswehr unter dem Tarnnamen Tomka in Schichany chemische Kampfstoffe. Schichany besteht aus einem zivilen und einem militärischen Teil, in dem chemische Kampfstoffe erforscht und entwickelt wurden. Von 1938 bis 2019 war Schichany militärisches Sperrgebiet und für die Öffentlichkeit geschlossen.

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