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    Valentina Tereschkowa

    Am 10. März 2020 hat sich die russische Staatsduma zunächst mit der geplanten Verfassungsänderung beschäftigt, die zunächst keine Verlängerung der Amtszeiten russischer Präsidenten vorsah. Während der Diskussion brachte die Abgeordnete Valentina Tereschkowa (geb. 1937) einen Vorschlag ein: Die verfassungsmäßige Begrenzung der Amtszeiten für den russischen Präsidenten könne man einfach auf Null setzen, so Tereschkowa. Damit könne Putin wieder zum Staatschef gewählt werden. Tereschkowa, eine bekannte und geschätzte Person des öffentlichen Lebens, die 1963 als erste Frau im Weltall war, verwies in ihrer Rede auf viele Briefe von russischen Bürgern, die sie bekommen habe: Diese Briefe, so die Abgeordnete, hätten sie auf diese Idee gebracht.

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    Putin, Iwanowo, Begrenzung der Amtszeiten, März 2020

    Anfang März 2020 hat sich Wladimir Putin mit Vertretern der Gesellschaft aus der russischen Stadt Iwanowo getroffen. Während der Diskussion wurde der Präsident gefragt, warum er sich dagegen stemme, die Begrenzung der Amtszeiten für den russischen Präsidenten aufzuheben. Putin sagte, er habe Angst vor einer solchen Reform, weil sie das Land zerstören würde. 

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    Putin, Veteranen, Diskussion um Amtszeiten im Januar 2020

    Gemeint ist eine öffentliche Diskussion, die Wladimir Putin im Januar 2020 mit Veteranen des Großen Vaterländischen Kriegs führte. Einer der Teilnehmer schlug vor, die Begrenzung der Amtszeiten für den Präsidenten aufzuheben. Putin sagte, dass er zwar die Sorge um die Stabilität im Land nachvollziehen könne, eine Situation wie zur Mitte der 1980er Jahre – als die Machthaber nicht von der Macht lassen konnten – aber vermeiden wolle.

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    Bloomberg

    Ende Mai 2020 hat die US-amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg einen Artikel über sinkende Zustimmungswerte des russischen Präsidenten Putin veröffentlicht. Die Journalisten bezogen sich dabei auf eine Umfrage des staatsnahen russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Dieses stellt seit einigen Jahren die offene Frage, welchen Politikern die Menschen in Russland vertrauen. In der zitierten Ausgabe bekundeten 27 Prozent der Befragten Zustimmung für den Präsidenten. Die russische Botschaft in den USA forderte von Bloomberg öffentlichkeitswirksam eine Entschuldigung: Die Nachrichtenagentur würde Fake News verbreiten, denn auf die geschlossene Frage nach dem Vertrauen in den Präsidenten Putin hätten in einer zeitnah durchgeführten WZIOM-Umfrage rund 68 Prozent der Menschen mit „Ja“ geantwortet. 

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    Baikonur

    Baikonur ist eine Stadt im Süden Kasachstans. Bekannt ist sie für ihren seit 1957 bestehenden Weltraumbahnhof (russ. Kosmodrom), von dem erst sowjetische, später auch russische, amerikanische oder europäische Raumfahrtmissionen starteten. Stadt und Kosmodrom werden seit 1994 von der russischen Regierung gepachtet und verwaltet; der aktuelle Vertrag läuft bis zum Jahr 2050. 

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    Sergijew Possad

    Sergijew Possad ist eine russische Großstadt. Sie liegt rund 70 Kilometer nördlich von Moskau und zählt zu den Städten des Goldenen Rings – eine Reihe altrussischer Städte nordöstlich von Moskau. Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem russisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskloster verbunden, das Mitte des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Viele russische Historiker haben das Kloster aufgrund seines Widerstandes gegen tatarische und polnische Belagerungen im 15. und 17. Jahrhundert zu einem zentralen Ort der russischen Nationalkultur stilisiert.

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    Wladimir Seldin

    Wladimir Seldin (1915–2016) war ein sowjetischer und russischer Schauspieler. Von 1945 bis zu seinem Tod zählte er zum Ensemble des Theaters der Sowjetarmee in Moskau (seit 1993 Theater der Russischen Armee) und war in zahlreichen Filmen zu sehen. 1975 wurde er mit dem Ehrentitel Volkskünstler der UdSSR (Narodny artist SSSR) ausgezeichnet. Zwischen seinem 95. Lebensjahr und seinem Tod mit 101 Jahren war er der älteste noch tätige Schauspieler der Welt.

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    Kurtschatow-Institut

    Das Kurtschatow-Institut ist eine der führenden russischen Forschungseinrichtungen für Physik. Benannt ist es nach Igor Kurtschatow (1903–1960), dem Leiter des sowjetischen Atombombenprojekts. Das Institut untersteht direkt der russischen Regierung und befasst sich unter anderem mit Fragen der Atomenergie. Jewgeni Welichow (geb. 1935) leitete es von 1992 bis 2015, bis heute ist er sein Ehrenpräsident. 

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    Michail Gefter

    Michail Gefter (1918–1995) war ein sowjetisch-russischer Historiker und Philosoph. In den 1970er Jahren gehörte er zu den Protagonisten der sowjetischen Menschenrechts- und Dissidenten-Bewegung. Von 1992 bis zu seinem Tod leitete er das Russische Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust, das sich zum Ziel setzt, Wissen über den Holocaust in der russischen Gesellschaft zu verbreiten. Nach Michail Gefter ist ein 2012 gegründetes Onlinemedium benannt: Zu den Schwerpunkten von Gefter.ru gehören Geschichtswissenschaft und gesellschaftlicher Wandel.

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