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    Operative drehen nicht Däumchen (Gefängnisjargon)

    Im Original katat watu (dt. Watte rollen). Im russischen Gefängnisjargon bedeutet der Ausspruch wörtlich das Rollen von kleinen Wattebällchen. Diese werden an Stöckchen aufgerollt, die an an einer präparierten Glühlampe gezündet und als Zigarettenanzünder genutzt werden. Üblicherweise gehört diese Aufgabe in den Bereich niedrigerer Gefängnis-Kasten.

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    herumfliegen (Jargon)

    Letat (dt. fliegen) steht hier vermutlich für einen Begriff aus dem russischen Jargon, der das Einsammeln von inoffiziellen Meldungen und Denunziationen bezeichnet.

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    JePKT

    JePKT ist die Abkürzung für jedinoje pomeschtschenije kamernogo tipa (dt. in etwa Einheitseinzelzelle). Gemeint sind Gefängniszellen für verschärfte Formen des Freiheitsentzugs.

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    petuchi (Gefängnisjargon)

    Als petuchi (dt. Hähne) wird im russischen Gefängnisjargon die niedrigste Kaste der Insassen bezeichnet. Die Angehörigen gelten als passive Homosexuelle, beziehungsweise als solche, die homosexuell vergewaltigt wurden.

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    krasnyje (Gefängnisjargon)

    Als krasnyje (dt. die Roten) werden im russischen Gefängnisjargon üblicherweise Insassen bezeichnet, die inoffiziell mit Justizvollzugsmitarbeitern kooperieren. Eine despektierliche Fremdbezeichnung für krasnyje lautet kosly (dt. Ziegenböcke).

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    mushiki

    Als mushiki (umgangssprachliche Kumpelform von dt. Männer) werden im russischen Gefängnisjargon alle Insassen bezeichnet, die nicht mit organisierter Kriminalität in Verbindung stehen. Sie machen den Großteil aller Insassen aus, nehmen üblicherweise nicht an den Machtkämpfen zwischen kriminellen Gruppen teil und haben kein Stimmrecht bei inoffiziellen Abstimmungen.

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    grashdanin natschalnik

    Grashdanin natschalnik (dt. Bürger Vorgesetzter), als übliche Anrede der russischen Gefängnisinsassen gegenüber den Mitarbeitern der Anstaltsverwaltung, ist wohl in den 1940er Jahren entstanden. Hintergrund war ein inoffizielles Verbot, die Justizvollzugsmitarbeiter mit der üblichen Formel towarischtsch natschalnik (dt. Genosse Vorgesetzter) anzusprechen.

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    Polareule (Strafkolonie)

    Poljarnaja sowa (dt. Polareule) ist die umgangssprachliche Bezeichnung der russischen Strafkolonie IK-18 im autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Vor dem russischen Überfall auf die Ukraine saßen hier offiziell rund 450 zu lebenslanger Haft verurteilte Menschen ein. Neben der Kolonie IK-18 befindet sich in der Nähe des Dorfs Charp auch die Strafkolonie IK-3, in der unter anderem Alexej Nawalny getötet wurde.

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    Labytnangi

    Labytnangi ist eine Stadt im russischen Föderationssubjekt Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen im Norden Russlands. Nördlich des Polarkreises gelegen, leben hier derzeit rund 26.000 Einwohner. Die jährliche Durchschnittstemperatur in Labytnangi beträgt minus 6,1 Grad Celsius.

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