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    So wurde der Stahl gehärtet

    Anspielung auf den Roman Kak sakaljalas stal (Wie der Stahl gehärtet wurde) von Nikolaj Ostrowski (1904–1936) – ein bekannter sowjetischer Schriftsteller und Revolutionär. Der Roman gehört zu den wichtigsten Werken des Sozialistischen Realismus, wurde mehrmals verfilmt und war Pflichtlektüre an Schulen in vielen sozialistischen Ländern. Bereits 1988 hat die sowjetische Kultband Grashdanskaja Oborona (dt. Bürgerwehr) den Romantitel persifliert, als sie ein Album mit dem Titel Tak sakaljalas stal (dt. So wurde der Stahl gehärtet) veröffentlichte. 

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    Kaltmacher

    Anspielung auf die Drohung Putins, man werde die Terroristen „im Scheißhaus kaltmachen“, die er bereits vor seiner ersten Präsidentschaft ausgesprochen hatte. Seine häufige Neigung zum Jargon hat laut Sozialwissenschaftlern verschiedene Funktionen: Einerseits breche Putin bewusst gängige Sprachnormen, um dadurch Aufmerksamkeit zu bekommen. Andererseits zeige er sich damit als ein tatkräftiger Politiker, der „hart durchgreift“ und „Klartext“ spricht. Schließlich, so eine andere These, präsentiert er sich damit auch als „einfacher Mann von nebenan“.

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    Zelimkhan Khangoshvili

    Zelimkhan Khangoshvili (1979–2019) war ein Georgier tschetschenischer Herkunft. Er wurde im August 2019 in Berlin ermordet. Wegen Hinweisen auf einen Mord, den „staatliche Stellen“ Russlands in Auftrag gaben, hat die Bundesanwaltschaft im Dezember die Ermittlungen übernommen. 

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    investigative Recherche zu Tiergartenmord

    Gemeint ist eine investigative Recherche, die das russische Onlinemedium The Insider, das Recherchenetzwerk Bellingcat und die Zeitschrift Der Spiegel Anfang Dezember 2019 veröffentlichten. Darin lieferten die Medien zahlreiche Hinweise auf die Identität des mutmaßlichen Mörders von Zelimkhan Khangoshvili (1979–2019) – ein Georgier tschetschenischer Herkunft, der im August 2019 in Berlin ermordet wurde.

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    Anschläge auf Moskauer Metro 2004 und 2010

    Die terroristischen Anschläge auf Passagiere der Moskauer Metro in den Jahren 2004 und 2010 waren Selbstmordanschläge, ausgeführt von tschetschenischen Terroristen. 2004 fielen dem Anschlag 41 Menschen zum Opfer, bei dem Anschlag auf zwei U-Bahn-Züge im Jahr 2010 starben ebenfalls 41 Menschen.

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    Rebellenangriff auf Inguschetien 2004

    Der Rebellenangriff auf Inguschetien 2004 war ein Vormarsch mutmaßlich tschetschenischer und inguschischer Rebellen während des Zweiten Tschetschenienkrieges. Er ereignete sich im Juni 2004 als die Separatisten die größte Stadt Inguschetiens, Nasran, und acht weitere Städte und Dörfer der russischen Teilrepublik überfielen. Laut offizieller Angabe wurden während der Kampfhandlungen 98 Menschen getötet und über 100 Menschen verletzt.

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    Ibragim Eldsharkijew

    Gemeint ist Ibragim Eldsharkijew (1983–2019) – ehemaliger Leiter des sogenannten Extremismuszentrums von Inguschetien. Er wurde im November 2019 unter bisher ungeklärten Umständen in Moskau ermordet. Sogenannte Extremismuszentren sind eigenständige Polizeieinheiten in allen Regionen Russlands. Sie arbeiten mit einem sehr großzügig interpretierten Extremismusbegriff. Die Mitarbeiter sind an Verhaftungen beteiligt und wenden Medienberichten zufolge brutale Verhörmethoden an.

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    Pankissi-Tal

    Das Pankissi-Tal ist eine rund drei Kilometer breite und 30 Kilometer lange Schlucht im nordöstlichen Georgien. Hier leben vor allem muslimische Kisten, eine Untergruppe der Tschetschenen. Während des Zweiten Tschetschenienkriegs war die Schlucht ein Rückzugsort tschetschenischer Separatisten. Im Sommer 2004 führten georgische und russische Militäreinheiten eine Spezialoperation durch und vertrieben viele tschetschenische Rebellen aus der Schlucht.

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