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    Andrej Platonow

    Andrej Platonow (1899–1951) war ein sowjetischer Schriftsteller, Poet, Drehbuchschreiber und Journalist. Seine ungewöhnliche Sprache gilt in der russischen Literatur als einzigartig, manche Kritiker vergleichen Platonow mit Franz Kafka und James Joyce. Viele seiner Romane wurden auch in andere Sprachen übersetzt, 2018 etwa kam der von Renate Reschke neu übersetzte Roman Tschewengur raus.

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    Kantemir Balagow

    Kantemir Balagow (geb. 1991) ist ein russischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Kameramann. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2017 hatte er mit seinem Regiedebüt Tesnota (dt. Enge) den Kritikerpreis in der Sektion Un Certain Regard gewonnen. Balagows 2019 erschienener Film Dylda (Beanpole) hat mehr als ein Dutzend Filmpreise bekommen, unter anderem für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard.

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    Operative drehen nicht Däumchen (Gefängnisjargon)

    Im Original katat watu (dt. Watte rollen). Im russischen Gefängnisjargon bedeutet der Ausspruch wörtlich das Rollen von kleinen Wattebällchen. Diese werden an Stöckchen aufgerollt, die an an einer präparierten Glühlampe gezündet und als Zigarettenanzünder genutzt werden. Üblicherweise gehört diese Aufgabe in den Bereich niedrigerer Gefängnis-Kasten.

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    herumfliegen (Jargon)

    Letat (dt. fliegen) steht hier vermutlich für einen Begriff aus dem russischen Jargon, der das Einsammeln von inoffiziellen Meldungen und Denunziationen bezeichnet.

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    JePKT

    JePKT ist die Abkürzung für jedinoje pomeschtschenije kamernogo tipa (dt. in etwa Einheitseinzelzelle). Gemeint sind Gefängniszellen für verschärfte Formen des Freiheitsentzugs.

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    petuchi (Gefängnisjargon)

    Als petuchi (dt. Hähne) wird im russischen Gefängnisjargon die niedrigste Kaste der Insassen bezeichnet. Die Angehörigen gelten als passive Homosexuelle, beziehungsweise als solche, die homosexuell vergewaltigt wurden.

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    krasnyje (Gefängnisjargon)

    Als krasnyje (dt. die Roten) werden im russischen Gefängnisjargon üblicherweise Insassen bezeichnet, die inoffiziell mit Justizvollzugsmitarbeitern kooperieren. Eine despektierliche Fremdbezeichnung für krasnyje lautet kosly (dt. Ziegenböcke).

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    mushiki

    Als mushiki (umgangssprachliche Kumpelform von dt. Männer) werden im russischen Gefängnisjargon alle Insassen bezeichnet, die nicht mit organisierter Kriminalität in Verbindung stehen. Sie machen den Großteil aller Insassen aus, nehmen üblicherweise nicht an den Machtkämpfen zwischen kriminellen Gruppen teil und haben kein Stimmrecht bei inoffiziellen Abstimmungen.

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    grashdanin natschalnik

    Grashdanin natschalnik (dt. Bürger Vorgesetzter), als übliche Anrede der russischen Gefängnisinsassen gegenüber den Mitarbeitern der Anstaltsverwaltung, ist wohl in den 1940er Jahren entstanden. Hintergrund war ein inoffizielles Verbot, die Justizvollzugsmitarbeiter mit der üblichen Formel towarischtsch natschalnik (dt. Genosse Vorgesetzter) anzusprechen.

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