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    Michael Ross

    Michael Ross (geb. 1961) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Er ist Professor an der University of California in Los Angeles. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der sogenannte „Ressourcenfluch“ – ein politökonomisches Problem von vielen Rohstoffländern. 

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    Botlichski Rajon

    Botlichski Rajon ist ein Gebiet im russischen Föderationssubjekt Dagestan. Hier leben derzeit rund 60.000 Menschen. Im August 1999 hat im Botlichski Rajon der Zweite Tschetschenienkrieg begonnen: Damals drangen Rebellen unter den islamistischen Terroristen Schamil Bassajew (1965–2006) und Emir Ibn al-Chattab (1969–2002) ein, überfielen mehrere Bergdörfer und riefen eine Islamische Republik aus. 

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    Promedol

    Trimeperidin (Promedol) ist ein Opioid, das als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. Entwickelt in den frühen 1950er Jahren in der UdSSR, wurde es vor allem durch den Afghanistan-Krieg bekannt. Promedol-Missbräuche bei Soldaten waren damals nicht selten, viele von ihnen wurden drogenabhängig.

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    Alexander Radischtschew

    Alexander Radischtschew (1749–1802) war ein russischer Schriftsteller und Philosoph. Bekannt wurde er vor allem wegen seines 1790 veröffentlichten Romans Reise von Sankt Petersburg nach Moskau. Darin kritisierte er die Leibeigenschaft und befürwortete die Werte der Aufklärung. Die Schrift wurde verboten, Radischtschew wurde verbannt und durfte nicht mehr veröffentlichen. 

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    Jegor Shukow

    Jegor Shukow (geb. 1998) ist einer der Angeklagten im sogenannten Moskauer-Prozess (russ. Moskowskoje delo) – eine Reihe von Strafprozessen gegen die Teilnehmer an Massenprotesten Ende Juli 2019. Vorgeworfen wurde den Angeklagten vor allem „Teilnahme an Massenunruhen“ (nach Artikel 212) und „Gewaltanwendung gegen Staatsvertreter“ (nach Artikel 318). Shukow, Student an der Higher School of Economics in Moskau und Videoblogger, wird Aufruf zum Extremismus (nach Artikel 280) vorgeworfen: Er soll in seinem Videoblog mit rund 10.000 Abonnenten verfassungsfeindliche Inhalte verbreitet haben. Auf Grundlage des Gutachtens eines Sachverständigen vor Gericht soll unter anderem ein Satz von Shukow gesetzwidrig sein: „Es ist nötig, zu allen möglichen Protestformen zu greifen“. Unabhängige Medien bezweifeln unterdessen den Sachverstand des Experten, der keine einschlägige linguistische Ausbildung vorzuweisen hat. 

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    Paketdenken

    Der Begriff Paketdenken stammt vom polnischen Philosophen Tadeusz Ciecierski. Wie in der Redewendung „Zeig mir deinen Freund und ich sage dir, wer du bist“ wird hier davon ausgegangen, dass man unter bestimmten Voraussetzungen vom Bekannten ausgehend auf das Unbekannte schließen kann. Anhand subjektiver Ähnlichkeiten werden so Einstellungen, Verhalten und Handeln von Personen und Institutionen erschlossen.

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    verfaulender Westen

    Verfaulender beziehungsweise verfaulter Westen ist eine antiwestliche Propaganda-Formel, die in Russland für einen vermeintlichen Sittenverfall in liberal-demokratischen Systemen steht. Dieser Darstellung wird zumeist das Bild eines moralisch überlegenen Russlands gegenübergestellt.

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    Leonid Sluzki

    Leonid Sluzki (geb. 1968) ist ein russischer Politiker und seit 1999 Duma-Abgeordneter der rechtspopulistischen Partei LDPR. Seit Oktober 2016 ist Sluzki Vorsitzender des Duma-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Im Februar 2018 erhoben drei russische Journalistinnen Vorwürfe gegen ihn wegen sexueller Belästigung. Der Duma-Vorsitzende Wjatscheslaw Wolodin (geb. 1964) kündigte an, die Vorfälle im Duma-Ethikrat zu untersuchen. Zugleich äußerte er aber den Verdacht, dass jemand den Politiker Sluzki diskreditieren wolle. Am 21. März kam der Ethikrat zu dem Schluss, dass es bei Sluzki keine Verletzung von Verhaltensnormen gegeben habe. Im Dezember 2018 wurde er mit der Ehrenurkunde des Ministerpräsidenten Russlands ausgezeichnet.

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    erster Russland-Afrika-Gipfel

    Beim ersten Russland-Afrika-Gipfel im Oktober 2019 haben sich in Sotschi 43 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten getroffen. Nach der Konferenz gab der Kreml bekannt, diverse Verträge in Gesamthöhe von über elf Milliarden Euro unterzeichnet zu haben. Russland exportiert in die afrikanischen Länder vor allem Rüstungsgüter und Kraftwerkstechnik. Mit einem Handelsvolumen von rund 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr gehört Russland allerdings zu den kleineren Handelspartnern von afrikanischen Ländern. Das entsprechende Volumen der EU-Länder beträgt rund 300 Milliarden US-Dollar. Zu den bedeutendsten Handelspartnern afrikanischer Länder gehört China mit einem Volumen des Außenhandels in Höhe von knapp 200 Milliarden US-Dollar.

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