Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Fall Chatschaturjan

    Ende Juli 2018 wurden in Moskau drei Frauen wegen Mordverdachts verhaftet: Die Schwestern Krestina (geb. 1999), Angelina (geb. 2000) und Maria Chatschaturjan (geb. 2001) sollen ihren Vater Michail (geb. 1961) ermordet haben. Ihnen drohen bis zu 20 Jahren Haft. Auch das Staatsfernsehen berichtete über die Geschichte des jahrelangen psychischen und sexuellen Missbrauchs innerhalb der Familie. Der Fall hat in Russland für heftige Debatten gesorgt. Neben Stimmen, die den Vater verteidigen, sprechen sich viele auch für die drei Schwestern aus, es gab zahlreiche Initiativen und Protestveranstaltungen für ihre Freilassung.

    Von

  • Gnose

    Dimitri Smirnow

    Dimitri Smirnow (geb. 1951) ist ein russischer Geistlicher und Erzbischof der Russisch-Orthodoxen Kirche. Seit 2011 leitet er die Patriarchen-Kommission für den Schutz von Mutter und Kind. Smirnow gilt als sehr konservativ: Er ist ausdrücklicher Abtreibungsgegner und bekannt wegen seiner scharfen homophoben Äußerungen. 

    Von

  • Gnose

    nächtliche Hausdurchsuchungen bei Oppositionskandidaten (Juli 2019)

    Im Vorfeld der Protestaktion vom 27. Juli 2019 gegen die Nichtzulassung oppositioneller Kandidaten zur Moskauer Stadtduma-Wahl hat die Moskauer Polizei Hausdurchsuchungen bei sechs von insgesamt 13 der Anwärter durchgeführt. Da dabei kaum etwas beschlagnahmt wurde, glaubten einige Betroffene, dass diese Durchsuchungen einschüchtern sollten.

    Von

  • Gnose

    Alexandra Perepelowa erhält Vorladung (Juli 2019)

    Während der Protestaktion gegen die Nichtzulassung oppositioneller Kandidaten zur Moskauer Stadtduma-Wahl am 27. Juli 2019 haben fünf Moskauer Polizisten die Redaktion des unabhängigen russischen TV-Senders Doshd aufgesucht, um eine Vorladung an die Chefredakteurin Alexandra Perepelowa zu übergeben. Sie wurde als Zeugin beim Untersuchungsverfahren nach Paragraf 141 des Russischen Strafgesetzbuches vorgeladen: Behinderung der Arbeit von Wahlkommissionen.

    Von

  • Gnose

    Existenzminimum (2017)

    Das seit 1997 staatlich festgelegte Existenzminimum entspricht in Russland der Armutsgrenze. Diese ist regional unterschiedlich, im Durchschnitt lebten laut russischer Statistikbehörde Rosstat im Jahr 2017 rund 20 Millionen Menschen unter der damaligen Armutsgrenze in Höhe von etwa 10.000 Rubel (rund 140 Euro). Die Anzahl der Armen ist im Vergleich zu 2013 um drei Prozentpunkte auf rund 14 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Nach Definition der WHO lebt in Russland rund jeder Zweite in relativer Armut – nämlich mit einem Einkommen unter 50 Prozent des Durchschnitts.

    Von

  • Gnose

    Ljubow Sobol

    Ljubow Sobol (geb. 1987) ist eine russische Juristin, Oppositionspolitikerin und Mitarbeiterin im Fond Borby s Korrupziei (dt. Fonds für Korruptionsbekämpfung, FBK) – eine im Jahr 2011 von Oppositionspolitiker Alexej Nawalny gegründete gemeinnützige Stiftung. Unter dem Dach des Fonds verband Nawalny seine früheren Online-Projekte zu Korruption in Politik, bei Staatsaufträgen und bei Straßen- und Wohnungsbau. 

    Von

  • Gnose

    Bely Stschottschik

    Bely Stschottschik (dt. etwa: „Weißer Zähler“) ist eine informelle russische Nichtregierungsorganisation und eine Plattform aus Freiwilligen, die seit 2013 Teilnehmer von Demonstrationen zählt. Die Verantwortlichen bemühen sich um größtmögliche Transparenz der statistischen Methoden, mit denen die Zählungen durchgeführt werden. Die Zählungen unterscheiden sich zum Teil erheblich von den Angaben russischer Behörden. 

    Von

  • Gnose

    Dimitri Gudkow

    Dimitri Gudkow (geb. 1980) war von 2011 bis 2016 Abgeordneter der Staatsduma. Wegen seiner Mitwirkung bei oppositionellen Protestaktionen wurde er 2013 aus der Fraktion von Gerechtes Russland ausgeschlossen. Bei den Moskauer Kommunalwahlen 2017 gewann die von ihm initiierte oppositionelle Koalition 266 von 1502 Sitzen. Seit Februar 2023 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.

    Von