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  • Gnose

    schon öfter der Fall (vordatierte Kündigung eines Polizisten)

    Unter anderem eine Anspielung auf den Polizisten Sergej Petscherskich, der im Jahr 2012 außerdienstlich einen Menschen tötete und einen weiteren schwer verletzte. Um einen Imageschaden für die Polizei in der Oblast Moskau abzuwenden, wurde Petscherskich gekündigt. Seine Kündigung war auf vier Tage vor der Tat datiert.

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  • Gnose

    Don-Armee

    Die Don-Armee war eine Streitkraft der 1918 von der Weißen Regierung proklamierten Don Republik. Die Weißen und die Roten sind umgangssprachliche Bezeichnungen für die widerstreitenden Parteien im Russischen Bürgerkrieg (1917/1918–1922). In der antisowjetischen Weißen Armee kämpften zeitweise bis zu 300.000 Menschen, rund jeder Sechste von ihnen war ein Mitglied der Don-Einheit. 

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  • Gnose

    moralisches Gesetz von Gleb Sheglow

    „Wor dolshen sidet w tjurme“ (dt. „Ein Dieb gehört ins Gefängnis“) ist ein geflügeltes Wort aus dem 1979 erschienenen Film Mesto Wstretschi ismenit nelsja (dt. Der Treffpunkt kann nicht geändert werden). In der Filmszene geht es um die Frage, ob es legitim ist, einem offensichtlichen – aber nicht überführten – Dieb Geklautes unterzuschieben, oder ob ein Staatsdiener immer ehrlich sein muss. Nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“ tritt der Miliz-Ermittler Gleb Sheglow dafür ein, den Dieb um jeden Preis zu verhaften. 

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    Pjotr Milosserdow

    Pjotr Milosserdow (geb. 1976) ist ein russischer Soziologe. Er war Mitglied einer nationalistischen Bewegung, distanzierte sich jedoch in den letzten Jahren von Politik. Im Januar 2018 wurde Milosserdow verhaftet. Wegen angeblicher Bildung einer extremistischen Vereinigung wurde er zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation Memorial zählt Milosserdow zu den politischen Häftlingen.

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  • Gnose

    Meduza nimmt Abstand vom Protestmarsch für Golunow

    Am 11. Juni 2019 hat Meduza-Chefredakteur Iwan Kolpakow bekanntgegeben, dass das Exilmedium nicht an der Protestveranstaltung am 12. Juni teilnehmen werde. Meduza betreibe keinen Aktivismus und rufe deshalb nicht zur Teilnahme an dem Marsch auf, so Kolpakow. Diese Stellungnahme rief in liberalen Kreisen Russlands massive Kritik hervor. Tenor: Meduza kümmere sich nur um sich, die dutzenden politischen Häftlinge in russischen Gefängnissen seien dem Exilmedium egal. 

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    Dmitri Muratow

    Dmitri Muratow (geb. 1961) ist ein russischer Journalist. Nach einem Philosophiestudium und seinem Wehrdienst arbeitete er unter anderem für die Komsomolskaja Prawda. Er war Mitbegründer der unabhängigen Zeitung Novaya Gazeta, die er von 1995 bis 2017 als Chefredakteur leitete. Seit 2019 hat er diese Funktion erneut inne. Muratow ist seit 2004 Mitglied der demokratischen Partei Jabloko und kritisierte wiederholt öffentlich die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2021 wurde er für seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, zusammen mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa.

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  • Gnose

    Offener Brief im Fall Iwan Golunow

    Gemeint ist ein offener Brief an das russische Innenministerium, den die Gewerkschaft der Journalisten und Medienschaffenden veröffentlichte. Darin forderten mehr als 7500 Personen die sofortige Freilassung von Iwan Golunow. Zu den Unterzeichnern gehörten sowohl Mitarbeiter von unabhängigen als auch von staatsnahen Medien.

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  • Gnose

    Paragraph 228

    Derzeit sind in Russland rund 140.000 Menschen wegen Drogenhandels nach Paragraph 228 des Russischen Strafgesetzbuchs in Haft. Das entspricht in etwa einem Drittel aller Gefängnisinsassen. 

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