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    Pjotr Milosserdow

    Pjotr Milosserdow (geb. 1976) ist ein russischer Soziologe. Er war Mitglied einer nationalistischen Bewegung, distanzierte sich jedoch in den letzten Jahren von Politik. Im Januar 2018 wurde Milosserdow verhaftet. Wegen angeblicher Bildung einer extremistischen Vereinigung wurde er zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation Memorial zählt Milosserdow zu den politischen Häftlingen.

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    Meduza nimmt Abstand vom Protestmarsch für Golunow

    Am 11. Juni 2019 hat Meduza-Chefredakteur Iwan Kolpakow bekanntgegeben, dass das Exilmedium nicht an der Protestveranstaltung am 12. Juni teilnehmen werde. Meduza betreibe keinen Aktivismus und rufe deshalb nicht zur Teilnahme an dem Marsch auf, so Kolpakow. Diese Stellungnahme rief in liberalen Kreisen Russlands massive Kritik hervor. Tenor: Meduza kümmere sich nur um sich, die dutzenden politischen Häftlinge in russischen Gefängnissen seien dem Exilmedium egal. 

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    Dmitri Muratow

    Dmitri Muratow (geb. 1961) ist ein russischer Journalist. Nach einem Philosophiestudium und seinem Wehrdienst arbeitete er unter anderem für die Komsomolskaja Prawda. Er war Mitbegründer der unabhängigen Zeitung Novaya Gazeta, die er von 1995 bis 2017 als Chefredakteur leitete. Seit 2019 hat er diese Funktion erneut inne. Muratow ist seit 2004 Mitglied der demokratischen Partei Jabloko und kritisierte wiederholt öffentlich die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2021 wurde er für seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, zusammen mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa.

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    Offener Brief im Fall Iwan Golunow

    Gemeint ist ein offener Brief an das russische Innenministerium, den die Gewerkschaft der Journalisten und Medienschaffenden veröffentlichte. Darin forderten mehr als 7500 Personen die sofortige Freilassung von Iwan Golunow. Zu den Unterzeichnern gehörten sowohl Mitarbeiter von unabhängigen als auch von staatsnahen Medien.

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    Paragraph 228

    Derzeit sind in Russland rund 140.000 Menschen wegen Drogenhandels nach Paragraph 228 des Russischen Strafgesetzbuchs in Haft. Das entspricht in etwa einem Drittel aller Gefängnisinsassen. 

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    Fernsehserie Tschernobyl

    Die US-amerikanisch-britische Serie Chernobyl ist mit 9,6 von 10 Punkten die am besten bewertete Fernsehserie in der Internet Movie Database (Stand Juni 2019). In Russland wurde sie sehr kontrovers aufgenommen: Während die unabhängigen Medien vorwiegend positive Rezensionen verfassten, waren die staatsnahen Medien tendenziell kritisch. Diese bemängelten unter anderem die Verzerrung historischer Fakten, warfen den Machern aber auch anti-russische Propaganda vor. 

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    Alexander Kalinin

    Alexander Kalinin (geb. 1983) ist Leiter der Bewegung Christlicher Staat – Heiliges Russland. Im September 2017 wurde der orthodoxe Aktivist wegen Verdachts auf Extremismus verhaftet: Ihm wird zur Last gelegt, Kinobetreiber wegen der Ausstrahlung des kontroversen Films Matilda bedroht zu haben. In diesem Spielfilm von Regisseur Alexej Utschitel spielt Lars Eidinger den noch nicht gekrönten Nikolaus II., der eine heimliche Liaison mit der Ballerina Matilda Kschessinskaja eingeht. Christlicher Staat verbreitete Aufrufe, den Film nicht zu zeigen: schon jegliche Information im Vorfeld zu diesem Film sei eine Erniedrigung des heiliggesprochenen Zaren und würde einen „russischen Maidan“ provozieren, so ein Mitglied der Bewegung.

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    Rossija Kultura

    Rossija K beziehungsweise Rossija Kultura ist ein russischer Fernsehsender, der zur staatlichen Medienholding Allrussische Staatliche Fernseh- und Radiogesellschaft WGTRK gehört. Der werbefreie Sender bietet ein vorwiegend kulturorientiertes Programm.  

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