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    Roman Zepow

    Roman Zepow (1962–2004) war ein russischer Geschäftsmann, dem enge Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt wurden. In den 1990er Jahren leitete er in Sankt Petersburg eine Sicherheitsfirma, die auch den Personenschutz für den damaligen Vize-Bürgermeister Wladimir Putin stellte. Damals waren mehrere Verfahren gegen Zepow anhängig, 1998 floh er deshalb in die Tschechische Republik. Nach der Amtseinführung Putins im Jahr 2000 wurde er zu den einflussreichsten Männern Sankt Petersburgs gezählt. 2004 starb Zepow. Die Todesumstände sind ungeklärt, es gibt mehrere Hinweise darauf, dass er – wie der Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB Alexander Litwinenko (1962–2006) – mit Polonium-210 vergiftet wurde. 

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    Wjatscheslaw Zepowjas

    Wjatscheslaw Zepowjas (geb. 1973) ist ein Mitglied der kriminellen Vereinigung Zapkowskaja. Gemeinsam mit anderen Bandenmitgliedern verübte er im November 2010 das in Russland berüchtigte Kuschtschowskaja Massaker. Dabei ermordete er mit Komplizen in der Region Krasnodar die Familie des wohlhabenden Landwirts Serwer Ametow, darunter vier Kinder. Wie die Ermittlungen ergaben, wurden die zwölf Menschen gezielt erstochen, die Motivlage ist jedoch unklar. Der Fall wies auf Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität und korrupten Beamten hin. Zepowjas wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt.

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    Strogije Uslowija Sodershanija

    SUS (Abkürzung für Strogije Uslowija Sodershanija, dt. „strenge Haftbedingungen“) bezeichnet eine Reihe von verschärften Haftbedingungen in russischen Strafkolonien. Diese sind durch Artikel 121 des Strafgesetzbuchs der Russischen Föderation festgelegt. Dazu zählen etwa separate Unterbringung und Einschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb der Kolonie.

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    Bulgarija

    Die Bulgarija war ein Ausflugsschiff, das im Juli 2011 auf der Wolga, unweit von Kasan, gesunken ist. Dabei starben offiziellen Angaben zufolge 122 Menschen, darunter viele Kinder. Das Schiff wurde schon einige Jahre zuvor als Seelenverkäufer eingestuft, befand sich aber trotz gravierender Mängel weiterhin in Betrieb. Bei Gerichtsprozessen wurden sowohl die Betreiberin der Bulgarija, als auch einige Beamte zu Haftstrafen verurteilt. Sie sollen dem Schiff gegen Schmiergeld eine Betriebserlaubnis erteilt haben. 

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    Mike Naumenko

    Mike (Michail) Naumenko (1955–1991) war ein bekannter sowjetischer Rockmusiker und Leader der Band Zoopark. Viele Fans bezeichneten ihn in den 1980er Jahren als den Leningrader Bob Dylan. Naumenkos Biografie diente dem russischen Regisseuren Kirill Serebrennikow (geb. 1969) 2018 als Filmvorlage. Der Film Leto handelt von der Leningrader Underground-Kultur der frühen 1980er Jahre rund um Naumenko und Viktor Zoi (1962–1990) – Poet, Schauspieler und einer der Pioniere des sowjetischen Rock. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2018 erhielt Leto den Cannes Soundtrack Award. 

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    Yury Chernavsky

    Yury Chernavsky (geb. 1947) ist ein sowjetischer und US-amerikanischer Musiker und Produzent. Er ist Multiinstrumentalist, sein 1983 erschienenes Album Bananowyje Ostrowa (dt. „Bananeninseln“) gilt heute für viele als Kult und Symbol für den Wertewandel der 1980er Jahre in der Sowjetunion.

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    Monetotschka

    Monetotschka ist der Künstlername von Jelisaweta Gyrdymowa (geb. 1998) – russische Singer-Songwriterin, deren Lieder viele Musikkritiker an die russischen Dichterinnen Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa erinnern. Seit 2023 gilt Monetotschka als sogenannter „ausländischer Agent“, im Oktober 2024 wurde sie aufgrund einer fingierten Straftat in Russland auf die Fahndungsliste gesetzt.

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