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    Wassiljewski-Insel

    Die Wassiljewski-Insel ist eine rund zehn Quadratkilometer große Insel im Delta der Newa in Sankt Petersburg. Derzeit plant die Stadtverwaltung, die Insel um 30 Prozent durch Aufschüttung zu vergrößern. 

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    Basta

    Basta (Wassili Wakulenko, geb. 1980) ist ein russischer Musiker, Schauspieler und Regisseur aus Rostow am Don. Er ist seit 1997 aktiv und hat seitdem über ein Dutzend Alben veröffentlicht und in mehreren Filmen mitgespielt. Bastas Lied Moja Igra (dt. „Mein Spiel“) aus dem Jahr 1998 gehört zu den Klassikern des russischen Raps. 

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    Husky

    Husky (Dimitri Kusnezow, geb. 1983) ist ein russischer Rapper aus Ulan-Ude. Er ist seit 2011 aktiv und hat sich seitdem in der Szene vor allem durch düstere Beats und Texte einen Namen gemacht. Auf seinem letzten Album aus dem Jahr 2017 schlägt Husky auch gesellschaftskritische Töne an. Im November 2018 wurde ein Video von ihm in Russland geblockt. Einige Tage nach dieser Entscheidung wurde ein Konzert von ihm mit der Begründung verboten, dass der Rapper schlechten Einfluss auf Heranwachsende ausübe. Husky versuchte, dennoch vor seinen Fans aufzutreten und wurde verhaftet. Er konnte das Gefängnis nach vier Tagen vorzeitig verlassen.

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    Eduard Bojakow

    Eduard Bojakow (geb. 1964) ist ein russischer Theaterregisseur, Initiator mehrerer Festivals und seit Dezember 2018 künstlerischer Leiter des angesehenen Gorki-Künstlertheaters Moskau (MChAT). Bis 2014 verarbeitete er auch im künstlerischen Werk seine Kritik an der politischen Ordnung Russlands. Nach der Angliederung der Krim schlug er sich jedoch sichtbar auf die konservative Linie des russischen Kulturministers Wladimir Medinski. Bojakow betont seitdem zunehmend „traditionelle Werte“ und bekennt sich öffentlich zur Slawophilie – ein Begriff, mit dem heute viele Beobachter das Phänomen des russischen Nationalismus erklären. Seit 2015 setzt der Theatermacher auch Projekte in der Donbass-Region um, dabei inszenierte er auch ein Stück, das er der Krim-Angliederung widmete. 

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    Zarin Elisabeth

    Elisabeth (Jelisaweta Petrowna, 1709–1762) war die Tochter Peters des Großen und von 1741 bis zu ihrem Tod Kaiserin von Russland. Sie betrieb eine expansive Politik nach Westen, unter ihrer Herrschaft beteiligte sich Russland am Siebenjährigen Krieg (1756–1763) gegen Preußen und Großbritannien/Kurhannover. Ende Juni 1757 rückten Jelisawetas Truppen in Ostpreußen ein, Anfang 1758 marschierten sie in Königsberg ein. Russland hielt die Stadt bis 1762; Jelisawetas Nachfolger auf dem Thron, Peter III., unterzeichnete im Mai den Frieden von Sankt Petersburg. Mit dem Friedensvertrag wurde Königsberg wieder preußisch.

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    Alexander Sungurow

    Alexander Sungurow ist ein russischer Politikwissenschaftler. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Rolle von Ombudspersonen, also unparteiischer Schiedspersonen, im politischen Prozess. Sungurow ist Leiter der Fakultät für Angewandte Politikwissenschaft der Sankt Petersburger Zweigstelle der Higher School of Economics. Außerdem ist er Präsident des Strategy Humanitarian and Political Science Centre, das sich für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Sankt Petersburg einsetzt.

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    Samtene Revolutionen (Trawin)

    Gemeint sind vor allem die friedlichen Proteste in der Tschechoslowakei im November und Dezember 1989. Diese Proteste führten zum Rücktritt der Regierung und damit zur Beendigung der kommunistischen Herrschaft. Auslöser war die Zerschlagung einer friedlichen Demonstration von Studenten in Prag am 17. November. Die darauf folgenden Protestaktionen und Demonstrationen bewirkten den Rücktritt des Politbüros und von Generalsekretär Miloš Jakeš. Die Grenzbefestigungen zu Österreich und zur Bundesrepublik Deutschland wurden abgetragen. Präsident Gustáv Husák reichte Anfang Dezember seinen Rücktritt ein, am 29. Dezember wurde Václav Havel zum neuen Präsidenten gewählt.

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    Waleri Sorkin

    Waleri Sorkin (geb. 1943) ist seit 2003 Präsident des Verfassungsgerichts Russlands. Dieses Amt hatte er auch von 1991 bis 1993 inne, musste es jedoch nach der Verfassungskrise 1993 auf Druck des Präsidenten Boris Jelzin aufgeben. 2003 wurde Sorkin wieder zum Präsidenten des Verfassungsgerichts gewählt. In diesem Amt trägt er stets die Politik des Präsidenten Putins mit, 2004 unterstützte Sorkin zum Beispiel Putins Vorschlag, direkte Gouverneurswahlen in Russland abzuschaffen. Mit seinem richtungsweisenden Artikel „Apologie des westfälischen Systems“ verfasste er 2004 ein Manifest, das in Russland viel Beachtung fand. Darin argumentierte Sorkin für ein souveränes Russland, das sich vor einer „chaotischen Außenwelt“ schützen müsse.

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    Petrinische Reformen

    Nach der Rückkehr von der sogenannten Großen Gesandschaft – der Reise des Zaren Peter I. (1672–1725) in den europäischen Westen 1697/98 – initiierte Peter der Große im Zarentum Russland tiefgreifende Reformen. Sie orientierten sich am Westen und betrafen sowohl das Militärwesen als auch unter anderem die Verwaltung, die Steuern, das Wirtschaftssystem sowie die Kirche. Diese Reformen modernisierten Russland zwar nachhaltig, brachen aber zugleich teilweise mit tradierten Strukturen. Dieser Bruch führte schon zu Lebzeiten Peters I. zu konservativen Gegenbewegungen, die sich nach seinem Ableben verstärkten.

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    Dudajew-Miliz

    Dschochar Dudajew (1944–1996) war der erste tschetschenische Präsident. 1991 erklärte er einseitig die Unabhängigkeit Tschetscheniens von Russland. Ende 1994 beschloss der Kreml eine Intervention: Die von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten begleitete Rückeroberung kostete zehntausenden Menschen das Leben. Dudajew wurde im April 1996 bei einem gezielten Raketenangriff russischer Luftstreitkräfte getötet. Einige Monate später handelten beide Seiten einen Waffenstillstand aus, der den Konflikt einfror. Tschetschenien blieb de facto unabhängig. 1999 begann der Zweite Tschetschenienkrieg, der Russlands Kontrolle über das Land wiederherstellte. Zehntausende Menschen fielen ihm zum Opfer, 2009 wurde er offiziell für beendet erklärt.

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