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    Petrinische Reformen

    Nach der Rückkehr von der sogenannten Großen Gesandschaft – der Reise des Zaren Peter I. (1672–1725) in den europäischen Westen 1697/98 – initiierte Peter der Große im Zarentum Russland tiefgreifende Reformen. Sie orientierten sich am Westen und betrafen sowohl das Militärwesen als auch unter anderem die Verwaltung, die Steuern, das Wirtschaftssystem sowie die Kirche. Diese Reformen modernisierten Russland zwar nachhaltig, brachen aber zugleich teilweise mit tradierten Strukturen. Dieser Bruch führte schon zu Lebzeiten Peters I. zu konservativen Gegenbewegungen, die sich nach seinem Ableben verstärkten.

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    Dudajew-Miliz

    Dschochar Dudajew (1944–1996) war der erste tschetschenische Präsident. 1991 erklärte er einseitig die Unabhängigkeit Tschetscheniens von Russland. Ende 1994 beschloss der Kreml eine Intervention: Die von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten begleitete Rückeroberung kostete zehntausenden Menschen das Leben. Dudajew wurde im April 1996 bei einem gezielten Raketenangriff russischer Luftstreitkräfte getötet. Einige Monate später handelten beide Seiten einen Waffenstillstand aus, der den Konflikt einfror. Tschetschenien blieb de facto unabhängig. 1999 begann der Zweite Tschetschenienkrieg, der Russlands Kontrolle über das Land wiederherstellte. Zehntausende Menschen fielen ihm zum Opfer, 2009 wurde er offiziell für beendet erklärt.

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    Disziplinarbataillon

    Disziplinarbataillonе sind militärische Einheiten, die aus Häftlingen bestehen. Diese verbüßen dort ihre Strafen für Vergehen während der Dienstzeit.

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    Selimchan Bakajew

    Selimchan Bakajew (1992–2017) war ein bekannter russischer Sänger tschetschenischer Herkunft. Er verschwand im Sommer 2017; viele Hinweise deuten daraufhin, dass Bakajew wegen seiner Homosexualität ermordet wurde. Damit gehörte er zu den über 100 homosexuellen Männern, die 2017 von tschetschenischen Behörden verschleppt wurden. Viele dieser Männer wurden gefoltert, es gab mehrere Tote.

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    Aslan Telchigow

    Aslan Telchigow ist ein russischer Rechtsanwalt. Er vertrat Anfang 2018 den tschetschenischen Menschenrechtler Ojub Titijew bei seinem Prozess wegen angeblichen Drogenbesitzes. Auf Druck tschetschenischer Behörden musste Telchigow jedoch aus der nordkaukasischen Republik fliehen. Das tschetschenische Innenministerium hat ihn zur Fahndung ausgeschrieben. 

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    Pjotr Saikin

    Pjotr Saikin (geb. 1973) ist ein russischer Rechtsanwalt. In seiner Laufbahn vertrat er oft Angeklagte, deren Prozesse von unabhängigen Beobachtern als politisch-motiviert eingestuft wurden. Saikin berichtete mehrmals von Druck seitens russischer Behörden; wegen seines jüngsten Falls, er vertritt den tschetschenischen Menschenrechtler Ojub Titijew, wurde Saikin laut eigener Aussage schon mehrmals bedroht.

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    Michail Fedotow

    Michail Fedotow (geb. 1949) ist ein russischer Jurist und seit 2010 Vorsitzender des Menschenrechtsrates beim russischen Präsidenten. Viele Kritiker werfen dem Gremium vor, als eine Art Feigenblatt für das autoritäre Herrschaftssystem zu dienen. Bei seinem Amtsantritt sagte er, dass zu den wichtigsten Aufgaben des Menschenrechtsrats eine „Destalinisierung des gesellschaftlichen Bewusstseins“ gehöre.

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    UAZ Patriot

    Der UAZ Patriot ist ein seit 2005 hergestellter Geländewagen des russischen Automobilherstellers UAZ. Die Sonderausführungen des Wagens werden auch von der russischen Armee sowie Polizei nachgefragt.

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    GBR (Abkürzung)

    Die Abkürzung GBR steht für schnelle Eingreiftruppen – staatliche oder private Spezialeinheiten, die vor allem zum Personenschutz oder für Spezialoperationen gebildet werden.

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    Elena Milashina

    Elena Milashina (geb. 1977) ist eine russische Journalistin, Korrespondentin und Redakteurin für sogenannte Spezialprojekte beim unabhängigen russischen Medium Novaya Gazeta. Milashina war 2017 Autorin der vielbeachteten investigativen Reportage über die Verfolgung tschetschenischer Homosexueller. Sie wurde schon mehrmals wegen ihrer Tätigkeit bedroht; 2006 wurde sie im Nordkaukasus überfallen, 2012 wurde Milashina in der Nähe von Moskau Opfer eines tätlichen Angriffs.

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