Irina Grodijenko ist eine russische Journalistin, seit 2002 arbeitet sie beim unabhängigen russischen Medium Novaya Gazeta. Seit knapp zehn Jahren schreibt sie über Konflikte im Nordkaukasus. Zu ihren journalistischen Interessen gehört auch die Situation von Häftlingen in russischen Gefängnissen.
Bei der Deportation von Tschetschenen und Inguschen wurden im Jahr 1944 schätzungsweise bis zu 650.000 Angehörige dieser Völker nach Kasachstan und Kirgisien zwangsumgesiedelt. Schätzungen zufolge starben an den Folgen dieser Deportationswelle über 120.000 Menschen.
Ruslan Kutajew (geb. 1957) ist ein tschetschenischer Oppositionspolitiker und Aktivist. 2014 wurde er wegen Drogenbesitzes verhaftet, unabhängige Beobachter stuften seinen Prozess als politisch-motiviert ein. Ende 2017 kam Kutajew nach rund vier Jahren Haft wieder frei.
Chankala ist ein Stadtteil der tschetschenischen Hauptstadt Grosny mit rund 8000 Einwohnern. Hier befindet sich der größte militärische Stützpunkt Tschetscheniens.
Dagestan ist ein Föderationssubjekt Russlands im Nordkaukasus. Hier leben derzeit rund drei Millionen Menschen auf einer Fläche, die in etwa der von Niedersachsen entspricht.
Die Papacha ist eine traditionelle kaukasische Kopfbedeckung für Männer. Sie wird meistens aus Schaffell hergestellt, auch Männer in Zentralasien tragen oft solche Kopfbedeckungen.
Semjorka ist die inoffizielle russische Bezeichnung für den Personenkraftwagen WAS-2107. Das Fahrzeug wurde von 1982 bis 2012 von AwtoWAS hergestellt – größter russischer Autohersteller mit Sitz in Toljatti.
Oleg Orlow (geb. 1953) ist ein russischer Biologe, Menschenrechtler und Vorstandsvorsitzender des Rechtszentrums der Menschenrechtsorganisation Memorial. Seit Februar 2024 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.