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    Explosion in der Mine Raspadskaja (2010)

    Am 8. März 2010 kam es zu einer Explosion in der Mine Raspadskaja, der größten Mine Russlands. Vier Stunden nach der ersten Explosion folgte eine zweite, die den Luftschacht zum Einsturz brachte und zahlreiche Rettungssanitäter das Leben kostete. Die Bergungsarbeiten dauerten rund 10 Tage, 282 Personen konnten gerettet werden, 99 von ihnen verletzt, und 24 weitere wurden als vermisst gemeldet. Das Unglück rief eine Reihe von Protesten unter den Bergarbeitern hervor, die fairere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen forderten. 

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    Explosion im Bergwerk Uljanowskaja

    In der Nacht zum 20. März 2007 kam es im Bergwerk Uljanowskaja, in Nowokusnezk kurz Uljana genannt, zu einer Explosion. Ursache war der Austritt von Methan, das bei hoher Luftkonzentration Explosionen hervorrufen kann. Es befanden sich rund 200 Menschen unter Tage, etwa die Hälfte von ihnen konnte gerettet werden, 104 kamen ums Leben. Viele Schachtarbeiter trugen Verletzungen davon.

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    EWRAS SSMK

    EWRAS SSMK (Sapadno-Sibirski Metallurgitscheski Kombinat, dt. „Westsibirisches Metallkombinat“) ist ein Metallwerk, das 1964 in Nowokusnezk gegründet wurde. Das Unternehmen EWRAS SSMK ist der fünftgrößte Metallproduzent in Russland. 2016 produzierte es über 5 Millionen Tonnen Eisen und rund 7 Millionen Tonnen Stahl. Die Produkte werden in über 30 Ländern weltweit verkauft.

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    Aufstand der Minenarbeiter 1989

    Im Jahr 1989 kam es im Gebiet Kusbass (dt. Kusnezker Becken) rund um Nowokusnezk in mehreren Bergwerken zu massiven Streiks unter den Minenarbeitern. Im Zuge der Perestroika hatte der Lebensstandard in den Monostädten rapide abgenommen, die Arbeiter litten unter Armut und Lebensmittelknappheit. Der Streik weitete sich schnell auch auf andere Bergbaugebiete in der Sowjetunion aus. Die Arbeiter forderten die Abschaffung aller Funktionärsprivilegien, Mitbestimmung in der Verwaltung sowie eine rechtlich verankerte Grundversorgung.

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    Rodion Tschepel

    Rodion Tschepel (geb. 1984) ist ein russischer Journalist und Reporter für den unabhängigen Internet-Fernsehkanal Doshd. Tschepel produziert regelmäßig kritische Reportagen zu gesellschaftlichen Themen, so z. B. über den Handel mit illegalem Alkohol, die Geiselnahme von Beslan im Jahr 2004 oder über die TschWK Wagner – ein privates Militärunternehmen, dass an Kampfhandlungen in Syrien und der Ostukraine beteiligt sein soll. Zurzeit arbeitet er an einem Projekt über russische Hackergruppen.

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    Viktor Schenderowitsch

    Viktor Schenderowitsch (geb. 1958) ist ein kreml-kritischer russischer Journalist und Satiriker, der bereits für unterschiedliche TV-Sender gearbeitet hat. Bis zur Abschaltung von Echo Moskwy im März 2022 moderierte er dort eine wöchentliche Sendung. Schenderowitsch arbeitete auch für andere unabhängige Medien und trat regelmäßig als Redner auf Demonstrationen auf. Ende 2021 wurde Schenderowitsch zum sogenannten „ausländischen Agenten“ erklärt. Da er sich in Gefahr wähnte, verhaftet zu werden, emigrierte er im Januar 2022 nach Israel. 

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    Otkotschewnik

    Als Otkotschewniki wurden die kasachischen Hungerflüchtlinge bezeichnet. Der Begriff leitet sich vom russischen Wort für „Nomade“ – Kotschewnik ab und bedeutet wörtlich übersetzt „jemand der wegzieht, abwandert“.

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    Dinastija-Stiftung

    Die Stiftung Dinastija der Unternehmer Dimitri und Boris Simin war eine der wichtigsten privaten Stiftungen Russlands. Sie unterstützte von 2002 bis 2015 die russische Wissenschaft und stellte zahlreiche Preise und Stipendien im Gesamtumfang von mehreren Millionen Euro bereit. Im Mai 2015 erklärte das russische Justizministerium die Stiftung zum sogenannten ausländischen Agenten, da das Stiftungsvermögen aus dem Ausland stamme. Dinastija protestierte gegen diese Entscheidung, und im Juni gingen in Moskau 1500 Menschen auf die Straße, darunter hauptsächlich Wissenschaftler. Tausende unterschrieben eine Petition für den Erhalt der Stiftung. Das Justizministerium blieb jedoch unnachgiebig, woraufhin die Stiftung sich noch im Juli des Jahres aus Protest auflöste.

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    Wladimir Litwinenko

    Wladimir Litwinenko (geb. 1955) ist ein russischer Bergbauingenieur und Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg. Sein Vermögen wird auf über eine Milliarde Dollar geschätzt, die Vermögensquelle ist unklar. Im Dezember 2016 veröffentlichte Transparency International – Russia einen Bericht darüber, dass Litwinenko ein Grundstück der Universität zum Bau von Luxusimmobilien freigegeben habe. Vorgesehen waren dort allerdings Forschungseinrichtungen der Uni. Litwinenko erstattete Anzeige wegen Verleumdung. In einem Berufungsverfahren wurde Transparency International – Russia zu einer Geldstrafe von einer Million Rubel verurteilt. 

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    Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg

    Die 1773 gegründete Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg ist die älteste technische Hochschule Russlands. Heute sind hier rund 16.500 Studenten eingeschrieben. Der russische Oligarch und Milliardär Wladimir Litwinenko (geb. 1955) ist seit 1994 Rektor der Universität.

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