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    Wladimir Litwinenko

    Wladimir Litwinenko (geb. 1955) ist ein russischer Bergbauingenieur und Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg. Sein Vermögen wird auf über eine Milliarde Dollar geschätzt, die Vermögensquelle ist unklar. Im Dezember 2016 veröffentlichte Transparency International – Russia einen Bericht darüber, dass Litwinenko ein Grundstück der Universität zum Bau von Luxusimmobilien freigegeben habe. Vorgesehen waren dort allerdings Forschungseinrichtungen der Uni. Litwinenko erstattete Anzeige wegen Verleumdung. In einem Berufungsverfahren wurde Transparency International – Russia zu einer Geldstrafe von einer Million Rubel verurteilt. 

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    Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg

    Die 1773 gegründete Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg ist die älteste technische Hochschule Russlands. Heute sind hier rund 16.500 Studenten eingeschrieben. Der russische Oligarch und Milliardär Wladimir Litwinenko (geb. 1955) ist seit 1994 Rektor der Universität.

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    Boris Simin

    Boris Simin (geb. 1969) ist ein russischer Unternehmer und ehemaliger Kuratoriumsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung Dinastija. Diese wurde 2002 von Simins Vater, Dimitri Simin (geb. 1933), gegründet und gehörte bis 2015 zu den wichtigsten privaten Stiftungen Russlands. Sie unterstützte die russische Wissenschaft und stellte zahlreiche Preise und Stipendien im Gesamtumfang von mehreren Millionen Euro bereit. 2015 erklärte das russische Justizministerium die Stiftung zum sogenannten ausländischen Agenten, da das Stiftungsvermögen des Mäzens Simin aus dem Ausland stamme. Der Stiftungsrat beschloss daraufhin aus Protest die Liquidation der Stiftung.

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    Finanzierung von Medien aus dem Ausland

    Im November 2017 beschloss die russische Staatsduma eine Änderung im Mediengesetz, womit Medien mit dem Status des sogenannten ausländischen Agenten stigmatisiert werden können. Dieses Label droht zivilgesellschaftliche Organisationen bereits seit 2012, falls sie Geld aus dem Ausland erhalten. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass alle Zuwendungen von ausländischen Geldgebern fristgerecht deklariert werden müssen.  

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    Einsitzende Rus

    Einsitzende Rus (russ. Rus Sidjaschtschaja) ist eine soziale Bewegung und ein Projekt des Wohlfahrtsfonds zur Hilfe für Verurteilte und ihre Familien. Die von der Journalistin Olga Romanowa (geb. 1966) im Jahr 2009 ins Leben gerufene und koordinierte Plattform gilt als ein Forum für scharfe Kritik an der Rechtsordnung Russlands. Die Mitglieder der Bewegung sammeln Spenden, klären über Justizirrtümer auf und bieten Rechtsberatung für Betroffene. Im Mai 2018 erklärte das russische Justizministerium den Wohlfahrtsfonds zum sogenannten ausländischen Agenten. Romanowa wurde 2017 der Veruntreuung von Spendengeldern beschuldigt, daraufhin verließ sie Russland.

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    Wera Gansja beklagt sich über AbgeordnetengehalV

    Im September 2018 beklagte die Duma-Abgeordnete Vera Gansja (KPRF) in einem Interview mit dem Radiosender Govorit Moskva, dass sie mit ihrem Gehalt von 380.000 Rubel im Monat (etwa 5000 Euro) nur „Schulden auf ihrer Kreditkarte“ anhäufe. Später erklärte sie, sie habe sich nicht beklagt. Sie habe lediglich die Tatsache feststellen wollen, dass viele Abgeordnete soziale Einrichtungen mit Geldern aus der eigenen Tasche unterstützen, da Abgeordnetenpauschalen in der russischen Diäten-Regelung nicht vorgesehen sind.

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    Maria Sacharowa schlägt Rebranding vor

    Ende September 2018 kommentierte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Presseberichte über die Rebranding-Maßnahmen in Salisbury, die wegen des erlittenen Imageschadens durch die Skripal-Affäre notwendig gewesen seien. Maria Sacharowa witzelte, dass man Stadtteile umbenennen könne, zum Beispiel in Nowitschok-City. Darüber hinaus scherzte sie, dass die Imagekampagne von einer Hauptverwaltung für Rebranding (glawnoje rebrendingowoje Uprawlenije, GRU) durchgeführt werde. GRU ist die Abkürzung des russischen Militärgeheimdienstes, den Großbritannien für den Giftanschlag verantwortlich sieht.

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    Govorit Moskva

    Govorit Moskva (dt. „Moskau spricht“) ist ein im Jahr 2014 von Sergej Dorenko gegründeter Radiosender. Mit aktuellen Nachrichten, Analysen und Reportagen wendet er sich vor allem an ein Publikum in der russischen Hauptstadt. Das Format ist interaktiv. Hörer können jederzeit per Telefon, SMS oder über die sozialen Netzwerke Nachrichten kommentieren oder Neuigkeiten mitteilen. Im Jahr 2015 erhielt der Sender die Auszeichnung „bestes Informationsradio“ der staatlichen Radio Station Awards. Generaldirektor ist Wladimir Mamontow (geb. 1952), der auch Vorsitzender des Direktorenrates der staatsnahen Komsomolskaja Prawda ist. 

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    Medialogia

    Medialogia ist ein privat geführtes Unternehmen für das Monitoring von Medien. Es wurde 2003 gegründet und ist heute im Besitz von IBS (eine der führenden russischen Firmen im Bereich IT-Services). Medialogia gilt als führend in der Auswertung von Nachrichten und Social Media Beiträgen und wird sowohl von den großen Medien als auch von Behörden und Ministerien genutzt. Es bewertet nicht nur den Einfluss der einzelnen Nachrichten, Personen und Medien, sondern gibt auch ein Ranking über die Art und Weise der Erwähnung heraus. Ein hohes Ranking wird z. B. durch häufige positive Erwähnung erzielt.

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    Alexander Gamow

    Alexander Gamow (geb. 1954) ist einer der bekanntesten Journalisten in Russland. Seit 1993 ist Gamow politischer Kolumnist bei der kremlnahen Komsomolskaja Prawda. Besonders geschätzt werden seine Interviews mit den Mächtigen des Landes – darunter z. B. das tschetschenische Staatsoberhaupt Ramsan Kadyrow und der russische Präsident Wladimir Putin.

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