Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Tolstoi im Krimkrieg

    Im Sewastopol-Zyklus beziehungsweise in den Sewastopoler Erzählungen berichtete Lew Tolstoi 1855 und 1856 von seiner Teilnahme am Krimkrieg (1853–1856) – eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und einer Koalition aus dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien sowie Piemont-Sardinien. Russland erlitt dabei eine verlustreiche Niederlage, gleichwohl werden mit dem Krimkrieg bis heute heroische Motive der aufopfernden Verteidigung der Stadt Sewastopol verknüpft. Obwohl Tolstoi auch über die Absurdität und Unmenschlichkeit des Krieges schrieb, sind in den Erzählungen auch solche heroisierenden Elemente zu finden.

    Von

  • Gnose

    Michail Sagoskin

    Michail Sagoskin (1789–1852) war ein Romanschriftsteller, Dramaturg sowie Direktor der Moskauer Theater und der Rüstkammer des Moskauer Kreml. Seine historischen Romane, seit Beginn der 1830er Jahre erschienen, brachten ihm den Beinamen russischer Walter Scott ein.

    Von

  • Gnose

    Hadschi Murat

    Hadschi Murat ist eine Erzählung von Lew Tolstoi (1828–1910). Sie war sein letztes Werk und erschien 1912 postum. Gegenstand der Episoden sind die letzten Lebensmonate des awarischen Muslims Hadschi Murat, der mit tschetschnischen Kämpfern gegen die russische Streitkraft des Zaren Nikolaus I. kämpft. Als Vorlage dienten Tolstoi die Erinnerungen des Unterleutnants und späteren Generals Wladimir Alexejewitsch Poltorazk sowie des Adjutanten und späteren Grafen Michail Loris-Melikow. 

    Von

  • Gnose

    Maxim Maximytsch

    Maxim Maximytsch ist ein Protagonist und einer der Erzähler des Romans Ein Held unserer Zeit (russ. „Geroi naschego wremeni“) von Michail Lermontow. Er war ein erfahrener Stabskapitän der russischen Armee im Kaukasus-Krieg. Mit seiner einfachen und herzlichen Natur stellt er ein Gegenbild zur komplexen und mehrdeutigen Gestalt des adligen Protagonisten Petschorin dar. 

    Von

  • Gnose

    Ustascha

    Die Ustascha war ein 1929 gegründeter kroatischer Geheimbund, der rechtsextreme Standpunkte vertrat. Daraus ging eine faschistische Bewegung hervor, unter deren Herrschaft 1941 der sogenannte Unabhängige Staat Kroatien entstand. Dieser war ein Verbündeter des Deutschen Reiches und nahm auch am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil. 

    Von

  • Gnose

    Sage von der großen Schlacht gegen Mamai

    Die Sage von der großen Schlacht gegen Mamai (russ. „Skasanije o Mamajewom poboischtsche“) stammt aus dem 15. Jahrhundert und erzählt von der Schlacht auf dem Kulikowo Pole. Die Auseinandersetzung zwischen der mongolischen Goldenen Horde (angeführt von Emir Mamai) und den Truppen eines russischen Bündnisses fand am 8. September 1380 statt. Der Sieg russischer Streitkräfte gilt als ein wichtiger Schritt zum Sturz des sogenannten mongolisch-tatarischen Jochs (1243–1480) und zur Vereinigung verschiedener Fürstentümer zur mittelalterlichen Rus.  

    Von

  • Gnose

    Sadonschtschina

    Das Epos von der Schlacht am Don (russ. „Sadonschtschina“) wurde im Mittelalter vermutlich von dem Adligen und späteren Priester Sifoni von Brjansk verfasst. Gegenstand der Handlung ist der Sieg des Moskauer Großfürsten Dimitri Donskoi über die Tataren in der Schlacht auf dem Kulikowo Pole am 8. September 1380. Es weist viele Ähnlichkeiten mit dem Igorlied auf und wird von vielen als positiver Gegenentwurf dazu verstanden: Behandelt das Igorlied ein negatives Beispiel für das eigenmächtige Handeln einzelner Fürsten, zeigt das Epos von der Schlacht am Don, wie erfolgreich Fürsten gemeinsam sein können.  

    Von

  • Gnose

    Igorlied

    Das Igorlied (russ. „Slowo o polku Igorewe“, wörtlich übersetzt „Lied von der Heerfahrt Igors“) ist ein mittelalterliches russisches Epos. Gegenstand der Handlung ist der im Jahre 1185 unternommene missglückte Feldzug des russischen Fürsten Igor Swjatoslawitsch von Nowgorod-Sewersk gegen das Volk der Kiptschak. Das Lied beklagt die Uneinigkeit der Russen und das Fehlen eines zentralen Herrschers. Bekannt sind vor allem die Zeilen: „Es ist schwierig für den Kopf / ohne Schulter zu sein. / Aber es ist genauso ein Unglück / für den Körper ohne Kopf zu sein.“ 

    Von

  • Gnose

    Zensus-System

    Anspielung auf das Zensuswahlrecht – ein Wahlsystem, in dem das Wahlrecht nicht nach allgemeinen Prinzipien vergeben wird, sondern vor allem nach Finanzkraft. Hier wird allerdings vielmehr auf informelle und intransparente Seilschaften bei der Ernennung von Gouverneurs-Kandidaten durch den Präsidenten angespielt.

    Von