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    Igorlied

    Das Igorlied (russ. „Slowo o polku Igorewe“, wörtlich übersetzt „Lied von der Heerfahrt Igors“) ist ein mittelalterliches russisches Epos. Gegenstand der Handlung ist der im Jahre 1185 unternommene missglückte Feldzug des russischen Fürsten Igor Swjatoslawitsch von Nowgorod-Sewersk gegen das Volk der Kiptschak. Das Lied beklagt die Uneinigkeit der Russen und das Fehlen eines zentralen Herrschers. Bekannt sind vor allem die Zeilen: „Es ist schwierig für den Kopf / ohne Schulter zu sein. / Aber es ist genauso ein Unglück / für den Körper ohne Kopf zu sein.“ 

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    Zensus-System

    Anspielung auf das Zensuswahlrecht – ein Wahlsystem, in dem das Wahlrecht nicht nach allgemeinen Prinzipien vergeben wird, sondern vor allem nach Finanzkraft. Hier wird allerdings vielmehr auf informelle und intransparente Seilschaften bei der Ernennung von Gouverneurs-Kandidaten durch den Präsidenten angespielt.

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    Gleb Kusnezow

    Gleb Kusnezow ist ein russischer Politologe und Polittechnologe. Er ist Mitglied des Direktorenrats im Experten-Institut für Sozialforschung (russ. „Expertny Institut sozialnych Issledowanni“) – ein kremlnaher Thinktank, der sich vor allem mit Regionalpolitik beschäftigt. 

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    Oleg Matweitschew

    Oleg Matweitschew (geb. 1970) ist ein russischer Philosoph, Politologe und Politikberater. Er ist Professor an der Moskauer Higher School of Economics und einer der russlandweit am meisten gelesenen Blogger auf LiveJournal. Seit 2006 ist Matweitschew Mitarbeiter der Präsidialadministration, er nahm auch teil an der Organisation der Präsidentschaftswahl 2018.

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    die Tränen Ella Pamfilowas

    Bei der Gouverneurs-Stichwahl im Primorski Krai am 16. September 2018 gab es nachweislich Wahlfälschungen zugunsten des Kandidaten der Regierungspartei Einiges Russland. Während der Pressekonferenz zu den Wahlfälschungen soll die Chefin der Zentralen Wahlkommission Ella Pamfilowa geweint haben. Obwohl die meisten russischen Medien diese Episode aufgriffen, sind auf dem Video der Pressekonferenz keine Tränen zu sehen.

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    Tatenergo

    Tatenergo ist Energieunternehmen und Betreiber der Strom- und Fernwärmenetze in Tatarstan. Das Föderationssubjekt ist Mehrheitseigner von Tatenergo. Der Konzern beschäftigt laut eigener Angabe rund 18.600 Menschen.  

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    ein zweites Tschetschenien bekommen

    Anspielung auf die Tschetschenienkriege: Rund zwei Monate vor der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 erklärte der tschetschenische Präsident Dschochar Dudajew (1944–1996) die Unabhängigkeit Tschetscheniens. Ende 1994 beschloss der Kreml eine Intervention: Die von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten begleitete Rückeroberung kostete zehntausenden Menschen das Leben. Der im August 1996 ausgehandelte Waffenstillstand fror den Konflikt ein, das Land blieb de facto unabhängig. 1999 begann der Zweite Tschetschenienkrieg, der Russlands Kontrolle über das Land wiederherstellte. Zehntausende Menschen fielen ihm zum Opfer, 2009 wurde er offiziell für beendet erklärt. 

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    Tatarstan

    Tatarstan ist ein Föderationssubjekt Russlands, im Osten des europäischen Teils des Landes. Derzeit leben in Tatarstan rund vier Millionen Menschen auf einer Fläche ungefähr so groß wie Bayern. Offiziell macht das Turkvolk der Tataren knapp die Hälfte der Bevölkerung aus, der Islam ist die vorherrschende Religion. Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind in Tatarstan verschiedene separatistische Bewegungen aktiv. Als eines der sehr wenigen Föderationssubjekte Russlands hat Tatarstan noch eine gewisse Eigenstaatlichkeit, die Rechte wurden in den letzten Jahren jedoch sukzessive abgebaut.

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    Fausija Bairamowa

    Fausija Bairamowa (geb. 1950) ist eine tatarische Schriftstellerin und Politikerin. Sie ist die Vorsitzende der Partei Ittifak, die sich vor allem für die Unabhängigkeit Tatarstans von Russland einsetzt. Bairamowa wurde in diesem Zusammenhang bereits zweimal wegen Volksverhetzung zu Bewährungsstrafen verurteilt. 

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    Allunionsbaustelle

    Als Allunionsbaustellen wurden in der Sowjetunion prioritäre Bauprojekte bezeichnet. Zu ihrer Realisierung wurden nicht selten tausende Menschen umgesiedelt. Großbaustellen landesweiter Bedeutung wurden in der Sowjetunion oft als Propagandawerkzeuge benutzt. 

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