Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Anatoli Martschenko

    Anatoli Martschenko (1938–1986) war ein bekannter sowjetischer Dissident, Autor und Menschenrechtler. Für seine autobiographischen Berichte über die Zustände in sowjetischen Arbeitslagern und Gefängnissen wurde er wiederholt inhaftiert. Insgesamt verbrachte er 19 Jahre in sowjetischen Gefängnissen.

    Von

  • Gnose

    Semja (Jelzin)

    Als Semja (dt. „Familie“) wurde der inoffizielle Zirkel von Vertrauten und Angehörigen des ehemaligen Präsidenten Boris Jelzin bezeichnet. Kritikern zufolge erinnerte dieses „Küchenkabinett“ an den Hof eines Monarchen. Die Angehörigen dieser Gruppe sollen oft wichtige politische Entscheidungen getroffen haben. Laut Beobachtern ernannten und entließen sie faktisch Premiers und Minister und berieten über Privatisierungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen. Zur Semja sollen Persönlichkeiten gehört haben wie etwa der inzwischen im Exil verstorbene Oligarch Boris Beresowski und Jelzins Tochter Tatjana Jumaschewa.

    Von

  • Gnose

    Meme über Moder und Ausweglosigkeit

    Es handelt sich um meist im Schwarz-Weiß-Stil gehaltene Internet-Memes, die zwischen existenzieller Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens und ironischen politischen Anspielungen changieren. Der Trend entstand Anfang der 2000er Jahre und wird gelegentlich mit der Post-Rock-Welle in Verbindung gebracht.

    Von

  • Gnose

    neporotoje Pokolenije

    Im Original neporotoje Pokolenije (dt. „nicht-gezüchtigte Generation“). Die Formel stammt vom russischen Philosophen Alexander Herzen (1812–1870). In seinen pädagogischen Überlegungen ging er davon aus, der Mensch könne nur dann eine freie Persönlichkeit entwickeln, wenn er in seiner Erziehung keiner Gewalt ausgesetzt sei. Verschiedene russische Medien griffen den Begriff neporotoje Pokolenije im Zuge der jüngsten Proteste auf. Ihr Tenor: Bei den heutigen Schulabgängern handle es sich um die erste Generation, die keine schwerwiegenden Repressionen und keine physische Gewalt zu spüren bekommen hat und sich so eine eigenständige politische Meinung bilden konnte.

    Von

  • Gnose

    Nikita Belych

    Der ehemalige Oppositionspolitiker Nikita Belych (geb. 1975) war bis Mitte 2016 Gouverneur der Oblast Kirow. Er galt als letzter liberaler Gouverneur Russlands. Im Juni 2016 wurde er in Moskau festgenommen und der Korruption beschuldigt. Daraufhin wurde er seines Postens als Gouverneur enthoben. Anfang 2018 wurde Belych zu einer hohen Geldstrafe und acht Jahren Haft verurteilt. 

    Von

  • Gnose

    Putin trickst Trump aus (Helsinki 2018)

    Im Original pereigral – ein häufiges Motiv in den staatlichen und staatsnahen Medien. Der Topos wird schon seit einigen Jahren verbreitet: Putin sei ein Stratege, er lege seine Kontrahenten aufs Kreuz, spiele sie (mit ausgefeilten Schachzügen) gegeneinander aus oder trickse sie aus.

    Von

  • Gnose

    NATO-Gipfel Juli 2018

    Gemeint ist der NATO-Gipfel am 12. Juli 2018. Trump attackierte unter anderem massiv die Bundesregierung: Deutschland sei ein Gefangener Russlands und finanziere das Land mit seinen Gasgeschäften. In großer Runde kritisierte Trump auch massiv andere Verbündete, am Rande verbreitete er nachweisliche Falschinformationen. 

    Von

  • Gnose

    Heißer Draht

    Als Heißer Draht wurde während des Kalten Krieges die dauerhafte Standleitung zwischen der Sowjetunion und den USA bezeichnet. Nach der Kubakrise 1962 einigten sich die Weltmächte zur Einrichtung dieser telefonischen Verbindung. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise verständigten sich die NATO und Russland 2015 über die Wiedereinrichtung des Heißen Drahts.

    Von

  • Gnose

    Präsidium (Politbüro)

    Unter Stalin wurde das Politbüro 1952 mit dem Organisationsbüro des Zentralkomitees zusammengefasst und als Präsidium bezeichnet. Auf dem 18. Parteitag 1966 wurde es von den Parteimitgliedern wieder in Politbüro rückbenannt. Bei dem Politbüro handelte es sich um das höchste Führungsgremium der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und somit dem eigentlichen politischen Machtzentrum von Partei und Staat.

    Von

  • Gnose

    Politbüro

    Das Politbüro, kurz für Politisches Büro des Zentralkomitees, war ab 1919 das höchste Führungsgremium der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Es war ein Organ des Zentralkomitees (ZK) der KPdSU und setzte sich zusammen aus dessen Sekretären sowie führenden Regierungsmitgliedern der Sowjetunion. Seine Aufgabe war die Leitung der Partei zwischen den Plenarsitzungen des Zentralkomitees und den Parteitagen. Es war somit das eigentliche politische Machtzentrum von Partei und Staat.

    Von