Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Tschecheslowaken (russischer Bürgerkrieg)

    1914 lebten etwa hunderttausend Tschechen und Slowaken im Russischen Reich. Aktivisten der staatlichen Unabhängigkeit um Tomáš Masaryk boten an, eine Armee von 15.000 bis 20.000 Mann in Galizien gegen die Truppen Österreich-Ungarns aufmarschieren zu lassen.

    Von

  • Gnose

    Grudinins Goldbarren

    Einige Wochen vor der Präsidentschaftswahl 2018 wurde dem kommunistischen Kandidaten Pawel Grudinin (geb. 1960) vorgeworfen, mehrere Schweizer Bankkonten verschwiegen zu haben. Obwohl das formell ein Grund für den Ausschluss von der Wahl wäre, nahm der Kandidat dennoch daran teil. Seine Wahlkampagne wurde unterdessen von Diffamierungen seitens einiger staatlicher Medien begleitet. So witzelte Kirill Kleimjonow (geb. 1972), Fernsehmoderator der quotenstärksten Nachrichtensendung des russischen Fernsehens Wremja, über Grudinin: Dieser habe die mutmaßlichen 5,5 Kilo Gold auf einer Schweizer Bank dazu da, um es zu Heilungszwecken zu benutzen, wie es auch die Amazonen taten. Wie im antiken Karthago brauche Grudinin das Gold für religiöse Praktiken. Außerdem betreibe der kommunistische Kandidat mit dem Gold Alchemie, so der Fernsehmoderator.

    Von

  • Gnose

    Kirill Kleimjonow

    Kirill Kleimjonow (geb. 1972) ist ein russischer Medienmanager und Fernsehmoderator. Er ist stellvertretender Generaldirektor und Nachrichtenchef des staatlichen Fernsehsenders Erster Kanal. Von 1998 bis 2004 und zeitweise im Jahr 2018 moderierte er Wremja – die quotenstärkste Nachrichtensendung des russischen Fernsehens.

    Von

  • Gnose

    „Vor (Armut und) dem Bau bist du nie sicher“

    „Vor (Armut und) dem Bau bist du nie sicher“ ist ein russisches Sprichwort, das sich auf Unberechenbarkeit des Lebens bezieht. Demnach müsse man immer bereit sein, zu verarmen, ungerechtfertigt im Gefängnis zu landen oder niederträchtig behandelt zu werden.

    Von

  • Gnose

    Michail Schufutinski

    Michail Schufutinski (geb. 1948) gilt derzeit als einer der herausragendsten Chansonsänger Russlands. Laut Musikkritikern hat sich Schufutinski in den letzten Jahren großer Innovationen und Modernisierungen des Chansons verdient gemacht.

    Von

  • Gnose

    Partatschok

    Im Original Nakolotschka (Koseform für Tätowierung) oder Partatschok (dt. etwa „kleiner Dieb“). Der Ausdruck Partatschok bezeichnet im russischen Gefängnisjargon Fenja eine Tätowierung. Knasttätowierungen wurden insbesondere während der Sowjetzeit innerhalb krimineller Netzwerke und in der Gefängniskultur der Gulag-Inhaftierten zur Darstellung von Rang und Karriere des Trägers verwendet. Besonders populär war die Tattoo-Tradition von 1930 bis 1950, seit den 1980er Jahren geht die Bedeutung der Tattoo-Praktik zurück.

    Von

  • Gnose

    Amnestie nach Stalins Tod

    Nach Stalins Tod 1953 fiel laut offiziellen sowjetischen Angaben rund die Hälfte aller Gulag-Insassen unter Amnestie, bis 1957 wurden etwa 70 Prozent aller Häftlinge entlassen. Dabei verringerte sich gleichsam die Anzahl der Lager und die Haftbedingungen der verbliebenen Häftlinge verbesserten sich.

    Von

  • Gnose

    Radio Schanson

    Radio Schanson ist nach eigenen Angaben mit mehr als 8 Millionen Hörern eines der drei meistgehörten Radiosender Russlands. Der Sender ging im Jahr 2000 in Moskau on Air und sendet seitdem russlandweit rund um die Uhr.

    Von

  • Gnose

    Leonid Utjossow

    Leonid Utjossow (1895–1982) war ein sowjetischer Schauspieler und Estrada-Sänger. Üblicherweise wurden unter der Bezeichnung Estrada alle Richtungen der Bühnenkunst zusammengefasst, die in der Sowjetunion populär waren. Im engeren Sinne kann Estrada mit der deutschen Schlagermusik verglichen werden. Utjossow war 1965 der erste Estrada-Künstler, der die Auszeichnung Volkskünstler der UdSSR bekam.

    Von

  • Gnose

    Katorga

    Als Katorga wurde in Russland Zwangsarbeit von Häftlingen bezeichnet. Der Begriff wird vom Griechischen Katergon abgeleitet – ein Ruderschiff, Vorläufer der Galeere. Seit dem 17. Jahrhundert war Katorga die schwerste Strafform nach der Todesstrafe. Nach der Februarrevolution 1917 abgeschafft, wurde sie 1943 wieder eingeführt. Bis 1948 wurden sogenannte Landesverräter zu 15 bis 20 Jahren Katorga verbannt und meistens in unwirtliche Gebiete der Sowjetunion verschickt.

    Von