Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Sergej Kolesnikow

    Sergej Kolesnikow (geb. 1948) ist ein russischer Unternehmer, der mutmaßlich zum engen Zirkel um Wladimir Putin gehörte und vor allem als Whistleblower bekannt wurde. Im Dezember 2010 schrieb er einen Brief an den damaligen Präsidenten Dimitri Medwedew, in dem er behauptete, dass Putin sich einen Palast bauen lasse. Die Residenz am Kap Idokopas am Schwarzen Meer soll laut Kolesnikow etwa eine Milliarde Euro gekostet haben. Seit 2010 ist Kolesnikow im Exil.  

    Von

  • Gnose

    subventionierten ganze Regionen

    Offenbar eine Anspielung auf Oligarchen, die von Putin zu Gouverneuren russischer Föderationssubjekte bestimmt wurden. Der Oligarch Roman Abramowitsch (geb. 1966) etwa wurde 2001 Gouverneur des Autonomen Kreises der Tschuktschen. Zwischen 2008 und 2013 war er dort Vorsitzender des Landesparlaments. Genaue Zahlen fehlen, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Abramowitsch in dieser Zeit massiv eigene Mittel bereit stellte, um die Wirtschaft in der Region anzukurbeln.

    Von

  • Gnose

    Jekaterina Tichonowa

    Jekaterina Tichonowa (geb. 1986) gilt laut vielen Hinweisen als die jüngste Tochter von Präsident Wladimir Putin. Sie soll unter anderem zwei Stiftungen vorsitzen, die Innovationsprojekte in Milliardenhöhe fördern. Die hohen Summen sind für viele ein Hinweis auf Korruption im direkten Umfeld des Präsidenten.

    Von

  • Gnose

    Haltet euch an die sowjetische Verfassung

    Die politische Losung wurde vermutlich vom sowjetischen Dissidenten Alexander Jessenin-Wolpin (1924–2016) geprägt. 1965 ging der Mathematiker mit einigen anderen Aktivisten auf den Puschkin-Platz in Moskau und entrollte sein Banner, auf dem übersetzt Haltet euch an die sowjetische Verfassung stand. Viele bewerten diese Aktion als Beginn der Menschenrechtsbewegung in der Sowjetunion. Jessenin-Wolpin verbrachte einige Jahre in Haft, 1972 emigrierte er in die USA. Mit seiner Losung machte er auf das sowjetische Unrechtsregime aufmerksam.

    Von

  • Gnose

    Glieder der beschissenen Kette

    Die mittlerweile geflügelten Worte Glieder der beschissenen Kette wurde zum ersten Mal offenbar vor dem Hintergrund der Kündigungswelle und Medien-Schließungen im Sommer 2012 vorgebracht. Der russische Journalist Filipp Dsjadko (geb. 1982) benutzte die Worte damals in einem Interview, um auf die größeren Zusammenhänge der autoritären Konsolidierung Russlands hinzuweisen. Sein unflätiger Begriff grjоbanny (dt. „beschissen“) ist ein häufiger ähnlich lautender Euphemismus zu jobanny (dt. „verfickt“).

    Von

  • Gnose

    Russiangate

    Russiangate war ein unabhängiges Journalisten-Netzwerk und eine Online-Medienplattform aus Russland. In Analogie zu Watergate konzentrierte sich die Plattform auf Investigativrecherchen über korrupte Strukturen. Zu den erklärten Zielen gehörte die Aufklärung über organisiertes Verbrechen und Korruption in Russland. Im Januar 2018 berichtete Russiangate über unversteuerten Immobilienbesitz von FSB-Chef Alexander Bortnikow. Die Chefredakteurin erklärte am nächsten Tag im Radio, das Medium sei geschlossen, da die Investoren, die anonym waren, ihre Gelder zurückgezogen hätten, nachdem das Medium einen Tag lang blockiert gewesen war. Der offizielle Vorwurf lautete „Verbreitung extremistischer Inhalte“.

    Von

  • Gnose

    Aram Gabreljanow

    Aram Gabreljanow (geb. 1961) ist ein russischer Journalist. Von 2011 bis 2016 war er Herausgeber und Chef des Direktorenrats der kremlnahen Zeitung Izvestia – eines der reichweitenstärksten Druckmedien des Landes.

    Von

  • Gnose

    Boris Titow

    Boris Titow (geb. 1960) ist ein russischer Unternehmer und Politiker. 2012 ernannte ihn Wladimir Putin zum Präsidentiellen Beauftragten für den Schutz der Unternehmerrechte. Die Befugnisse dieses Amts sind relativ eng begrenzt. Titow ist zugleich Vorsitzender der Wachstumspartei – eine liberal-konservative politische Partei, die sich im März 2016 aus der Partei Rechte Sache neu formiert hat. Der Fokus des politischen Zusammenschlusses liegt auf wirtschaftlichem Wachstum, der wirtschaftsliberale Titow trat für die Wachstumspartei bei der Präsidentschaftswahl 2018 an.

    Von

  • Gnose

    Wählerstreik

    Nachdem die Zentrale Wahlkommission bekannt gab, Alexej Nawalny nicht zur Präsidentschaftswahl zuzulassen, rief dieser im Dezember 2017 zu einem Wählerstreik auf. Im Gegensatz zu einem Wahlboykott, der schon bei letzten Wahlen praktiziert wurde, sei das Bestreiken der Präsidentschaftswahl 2018 eine aktive bürgerliche Position, so das Kalkül. Die ersten Streikkundgebungen fanden am 28. Januar 2018 in vielen Großstädten Russlands statt. Die nächste Aktion ist für den Wahltag am 18. März 2018 geplant.

    Von