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    Prozessionen von Verkehrspolizisten

    Anspielung auf eine Prozession, die Verkehrspolizisten der südrussischen Krasnodarer Region im November 2017 veranstaltet haben. Gemeinsam mit dem Vorsteher des örtlichen Klosters gingen sie dabei über einen besonders unfallträchtigen Abschnitt einer Fernverkehrsstraße. Im Runet rief die Aktion Häme hervor: Die Polizisten würden für weniger Verkehrstote beten anstatt ihre eigentliche Arbeit zu tun, so der Tenor. Die Prozession fand am 18. November 2017 anlässlich des Tages der Verkehrsopfer statt, der weltweit begangen wird.

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    TV Spas

    Der private russische Fernsehsender Spas (dt. Erlöser) steht der Russisch-Orthodoxen Kirche nahe. Die landesweit empfangbaren Inhalte des 2005 gegründeten Senders verbreiten größtenteils religiöse und patriotische Botschaften. Haupteigentümer ist die Moskauer Patriarchie – die Zentrale aller Organe, die dem Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus unterstehen. Das Programm besteht aus Nachrichten, Talkshows, Dokumentationen und Predigten. Der russlandweite Marktanteil von Spas liegt bei unter einem Prozent.

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    Film Walaam

    Am 14. Januar 2018 wurde auf dem staatlichen russischen Fernsehsender Rossija 1 der Dokumentarfilm Walaam des Regisseurs Andrej Kondraschow (geb. 1973) erstmals ausgestrahlt. Dieser begleitet Wladimir Putin bei seiner Wallfahrt ins Kloster Walaam und beleuchtet die wechselhafte Geschichte dieses orthodoxen Klosters. Auch generelle Fragen kommen zur Sprache: beispielsweise zur Zukunft des Landes, zur Rolle des Glaubens im heutigen Russland oder zur einenden Kraft der russischen Orthodoxie.

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    Kloster Walaam

    Das orthodoxe Kloster Walaam befindet sich auf der knapp 30 Quadratkilometer großen gleichnamigen Hauptinsel im Ladogasee – dem größten See Europas. Das im 14. Jahrhundert gegründete Männerkloster hatte sich als nördlicher Außenposten der Russisch-Orthodoxen Kirche im 16. und 17. Jahrhundert zahlreicher Angriffe von Schweden zu erwehren. 1715 wurde das Kloster dabei fast vollständig niedergebrannt. Ab 1944 von der Roten Armee zum Invalidenheim und Militärlager umfunktioniert, wurde Walaam erst 1989 an alter Stelle neu gegründet. Durch seinen besonderen kirchenrechtlichen Status ist Walaam nicht der regionalen Diözese, sondern direkt dem russischen Patriarchen unterstellt.

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    Rote Garde

    Die Rote Garde (russ. Krasnaja Gvardija) war eine paramilitäre Arbeitermiliz, welche den Bolschewiki während der Oktoberrevolution 1917 zur Durchsetzung ihrer Ziele diente. Im November 1917 zählte die Rote Garde im ganzen Land etwa 20.000 Mann aus zumeist freiwillig rekrutierten Fabrikarbeitern und Bauern. Im Oktober (November) desselben Jahres war sie maßgeblich am Sturz der Provisorischen Regierung beteiligt. Nach erbitterten Kämpfen mit den konterrevolutionären Weißen Truppen ging die Rote Garde 1918 in die Bestände der Roten Armee ein.

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    Ericsson

    Ericsson (Telefonaktiebolaget L. M. Ericsson) ist ein 1876 von Lars Magnus Ericsson (1846–1926) gegründetes schwedisches Telekommunikations-Unternehmen. Ende des 20. Jahrhunderts begann Ericsson, Telefon- und Telegrafenleitungen zwischen den russischen Städten zu legen. 1897 eröffnete die erste Ericsson-Fabrik in St. Petersburg, in der 1917 bereits 3500 Menschen arbeiteten – doppelt so viele wie im Stockholmer Zentralbüro. Kunden waren die Russische Post, die Eisenbahn und das Militär.

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    Andrej Schingarjow

    Andrej Iwanowitsch Schingarjow (1869–1918) war ein russischer Arzt, Publizist und Politiker. Als solcher war er Dumaabgeordneter und einer der führenden Köpfe der liberalen Konstitutionell-Demokratischen Partei, auch Kadetten genannt. Am 28. November 1917 wurde Schingarjow von den Bolschewiki verhaftet und in der Petrograder Peter-und-Paul-Festung interniert. Im Mariinski Krankenhaus, in das er aufgrund seines gravierenden gesundheitlichen Zustandes verlegt wurde, wurde Schingarjow im Januar 1918 von einer dort eingedrungenen Gruppe Matrosen auf brutale Weise ermordet. Wie später bekannt wurde, geschah dies mit Billigung der Bolschewiki.

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    Alexei Kaledin

    Alexei Kaledin (1861–1918) war General der Kaiserlich Russischen Armee und Widerständler gegen die Bolschewiki im Russischen Bürgerkrieg. 1917 wählten die Donkosaken Kaledin zu ihrem Ataman, dem ranghöchsten Militär. Während der Oktoberrevolution richtete sich Kaledin gegen die Bolschewiki und erklärte das Don-Territorium zur von den Kosaken kontrollierten Zone. Nachdem es den Anhängern Kaledins (russ. Kaledinzy) kurzzeitig gelungen war, weite Teile des Donbass-Gebietes unter ihre Kontrolle zu bringen, wurde der Aufstand von den Bolschewiki alsbald niedergeschlagen. Kaledin beging daraufhin Selbstmord.

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    Tawritscheski Dworez

    Der Tawritscheski Dworez (dt. „Taurisches Palais“) ist ein 1789 im Auftrag Katharinas der Großen (1729–1796) fertiggestellter Palast in St. Petersburg. Anfang des 20. Jahrhundert wurde der Palast zum Mittelpunkt des politischen Lebens: Seit 1906 tagte dort die Staatsduma und nach der Februarrevolution residierten hier die Provisorische Regierung und der Petrograder Rat der Arbeiter und Soldaten. Am 5. (18.) Januar 1918 tagte hier die am kommenden Tag von den Bolschewiki aufgelöste Allrussische Verfassunggebende Versammlung. Noch heute dient das klassizistische Palastgebäude als Tagungsort.

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    Volkskommissariat

    Das Volkskommissariat war im revolutionären Russland und der UdSSR die oberste Behörde der Regierung. Als zentrale politische Organe mit voneinander abgetrennten Aufgabenbereichen hatten die Volkskommissariate faktisch die Funktion von Ministerien inne und die Volkskommissare die Rolle der Minister. Diese bildeten im Rat der Volkskommissare von 1917 bis 1946 die Regierung der UdSSR. 1946 wurde der Rat der Volkskommissare von Stalin in Ministerrat umbenannt.

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