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    Weshliwy Otkas

    Weshliwy Otkas (dt. „Höfliche Absage“) ist eine Rockband aus Moskau. Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 hat die Band 13 Alben veröffentlicht. Sie gehört zu den Lieblingen des kritischen Feuilletons und gilt als eine der einflussreichsten russischen Gruppen des Experimental-Rock.

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    Leonid Fjodorow

    Leonid Fjodorow (geb. 1963) ist der Frontmann der offiziell 1983 gegründeten Band AuktYon. Die Leningrader/St. Petersburger Gruppe experimentiert mit unterschiedlichen Musikstilen wie (Post-)Punk, Jazz und Ska. Immer wieder durch längere Pausen unterbrochen, veröffentlichen sie bis heute.

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    Magnitka (zu Kurilla-Interview)

    Magnitka ist die Koseform von Magnitogorski metallurgitscheski Kombinat (internationale Bezeichnung: Magnitogorsk Iron and Steel Works). Gegenwärtig ist es eines der größten russischen Stahlunternehmen. Die Vorläufer der Magnitka spielten im 19. Jahrhundert eine große Rolle bei der Industrialisierung Russlands. Zeitweise wurden die Werke von dem deutsch-belgischen Unternehmen Wogau & Co. geführt, das vor 1917 umsatzmäßig zu den größten Konzernen Russlands gehörte. Auch einige deutsche Geologen spielten wesentliche Rollen bei der Entwicklung der Magnitka. Am massiven Ausbau des Werks in den 1930er Jahren waren viele US-amerikanische Spezialisten beteiligt. 

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    Nikolaus I.

    Nikolaus I. (1796–1855) war zwischen 1825 und 1855 Kaiser von Russland. In seine Regentschaft fiel der Dekabristen-Aufstand – eine revolutionäre Bewegung gegen die zaristische Autokratie. Nikolaus I. ließ den Aufstand niederschlagen, in der Folge war seine Herrschaft von Repressionen und Konsolidierung des autoritären Regimes geprägt. 

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    DneproGES

    DneproGES (ukr. DniproHES) ist eine Talsperre in der Ukraine. 1932 ans Netz gegangen, war es damals das größte Wasserkraftwerk der Welt. Die Technik stammte von US-amerikanischen Firmen wie General Electric, auch an der Projektierung der Talsperre waren ausländische Unternehmen beteiligt.

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    Gorkowski Awtomobilny Sawod

    Gorkowski Awtomobilny Sawod (dt. Gorkier Automobilwerk) hieß bis Ende 1932, als Nishni Nowgorod in Gorki umbenannt wurde, Nishegorodski Awtomobilny Sawod (dt. Nishni Nowgoroder Automobilwerk). Nach der Rückbenennung der Stadt in Nishni Nowgorod im Jahr 1990 blieb der Firmenname jedoch weiter bestehen. Gegründet Anfang 1932 mit Hilfe und Lizenzen des US-amerikanischen Unternehmens Ford, gehörte das Werk zu den wichtigsten Automobilherstellern des Landes. Sowohl die Staatskarosse Tschaika als auch die prestigereiche Autoreihe Wolga wurden in Gorki hergestellt. 

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    Wolgograder Traktorenwerk

    Das Wolgograder Traktorenwerk, das seit seiner Gründung im Jahr 1930 bis zur Umbenennung der Stadt 1961 Stalingrader Traktorenwerk hieß, war zeitweise die größte Traktorenfabrik des Landes. Projektiert und größtenteils gebaut von US-amerikanischen Spezialisten, wurde hier 1939 auch die erste automatisierte Fließbandfertigung der Sowjetunion eingesetzt. Bis zum Kriegsbeginn 1941 kam mehr als jeder zweite Traktor des Landes aus Stalingrad. Während des Krieges wurde die Fabrik zu einem der größten Rüstungshersteller. 2002 wurde das Unternehmen in vier eigenständige Firmen aufgeteilt, 2005 ging es bankrott.

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    Industrialisierung der Sowjetunion

    Als Industrialisierung der Sowjetunion wird der Übergang vom Agrar- zum Industriestaat bezeichnet. Er erfolgte in den Jahren 1929–1941, in dieser Zeit betrug das jährliche Wirtschaftswachstum rund drei bis sechs Prozent. Vor diesem Hintergrund hat sich in den 2000er Jahren eine Formel etabliert, die Stalin als „effektiven Manager“ darstellt. Stalin-Anhänger bringen sie vor, um die „Notwendigkeit“ der tiefgreifenden Reformen der 1930er Jahre zu unterstreichen, die letztendlich auch die „faschistische Gefahr“ gebannt hätten. Die Gegner dieser Formel betonen, dass Stalin über Leichen ging, um das Land zu industrialisieren. 

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    Spurweite der russischen Eisenbahn

    Die Spurweite der russischen Eisenbahn beträgt 1520 Millimeter. Da sie um 85 Millimeter breiter ist als die sogenannte Normalspur, gehört sie zu den Breitspuren. Um eine Grenze nach Westeuropa zu passieren, werden die Spuren gewechselt, neuerdings setzt der russische Bahnkonzern RZD auch Züge mit automatischen Umspuranlagen ein.

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    Zigeuner (Nossow)

    Im Original „Zigeunerin“. Im Russischen wird mit den Bezeichnungen für Roma recht unkritisch umgegangen. In Russland gibt es 200.000 bis 250.000 Roma. Viele leben abseits der Gesellschaft in improvisierten Vierteln, oft ohne Anschluss an die kommunale Infrastruktur. Antiziganismus ist in Russland weit verbreitet, es herrschen viele Vorurteile gegenüber Roma. Demgegenüber greift Nossow hier das Motiv der schönen Zigeunerin auf, das in der russischen Literatur eine lange Tradition hat (z. B. im Poem Zygany von Alexander Puschkin).

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