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    Choroschewo

    Choroschewo ist ein am Ufer der Wolga gelegenes Dorf in Zentralrussland (Oblast Twer). Zur Zeit des Großen Vaterländischen Krieges war das Dorf Schauplatz erbitterter Kämpfe um die rund 200 Kilometer westlich von Moskau gelegene Stadt Rschew. Im August 1943 besuchte Josef Stalin das Dorf, um sich vor Ort über den Frontverlauf zu informieren. In dem Haus, in dem Stalin damals unterkam, befindet sich heute ein Museum, das dem Frontbesuch Stalins und dem Sieg über Deutschland gewidmet ist.

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    Festival Wremena i Epochi

    Das Festival Wremena i Epochi (dt. „Zeit und Epoche“), das vom 1. bis 12. Juli 2017 an verschiedenen Orten Moskaus stattfand, stellte für die Zuschauer verschiedenste Epochen der russischen Geschichte nach. So waren auch einzelne Waggons einer Moskauer Metro-Linie thematisch gestaltet und jeweils unterschiedlichen historischen Epochen gewidmet. Stalin-Porträts in einem der Waggons sorgten im Nachhinein für kontroverse Diskussionen über den Unterschied zwischen geschichtlicher Aufarbeitung und Propaganda. 

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    Prospekt Stalina

    War es in den Städten der ehemaligen UdSSR noch üblich, Städte und Straßen nach Stalin zu benennen, so wurden diese seit den 1960er Jahren nach und nach umbenannt. Jedoch ermittelte die russische Suchmaschine Yandex auch im heutigen Russland über 20 nach Stalin benannte Straßen. So auch in der südrussischen Stadt Dagestanskije Ogni, die 2002 eine ihrer zentralen Straße nach ihm benannte.

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    Schmalspureisenbahn

    Als Schmalspureisenbahnen gelten jene Schienenfahrzeuge, deren Schienenbreite zwischen 600 und 1200 Millimetern liegt. Verglichen mit herkömmlichen Eisenbahnen sind Schmalspureisenbahnen deutlich leichtere und kleinere Gefährte, die sich besonders gut zum Einsatz auf weichem Wald- oder Sumpfboden eignen. Gerade kleinere Holzfällersiedlungen wurden oft per Schmalspurbahn mit den sich im Umkreis befindenden Ortschaften verbunden. 

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    Lipakowo

    Lipakowo ist eine Ortschaft der Oblast Archangelsk im Nordwesten Russlands. Die 1947 als Teil der lokalen Forstwirtschaft gegründete Gemeinde befindet sich am Ufer des Flusses Onegi. Da es keine Brücke gibt, die Lipakowo mit der anderen Seite des Flusses verbindet, ist das Dorf im Sommer von dort nur mit der Fähre und im Winter lediglich über den gefrorenen Fluss zu erreichen. Mit dem Produktionsrückgang des regionalen Forstbetriebes in den 1990er Jahren ging auch die Einwohnerzahl Lipakowos zurück. Heute zählt es noch rund 400 Einwohner.

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    maskierte Feinde

    Der maskierte Feind ist ein Begriff aus der Sowjetpropaganda, der sich gegen versteckte Dissidenten und politische Gegner innerhalb der Kommunistischen Partei richtete. Ziel des mutmaßlichen maskierten Feindes ist es der Propaganda zufolge, durch doppelzüngiges und intrigantes Verhalten das gegenseitige Misstrauen der Parteigenossen zu schüren, um so von den eigentlichen Feinden des Vaterlandes abzulenken.

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    Tatjana Lokschina

    Tatjana Lokschina (geb. 1973) ist Programmdirektorin von Human Rights Watch in Moskau, dessen Mitglied sie seit 2008 ist. Sie verfasste verschiedene Berichte über Menschenrechtsverstöße in der Nordkaukasus-Region während des Kaukasuskriegs 2008. Weitere Publikationen Lokschinas beschäftigen sich mit dem zunehmend scharfen Vorgehen gegen Regime-Kritiker in Russland sowie mit Menschenrechtsverstößen in der Ostukraine. Die Trägerin des Sacharow Preises für Journalismus und Autorin zweier Bücher wird auch international vielfach publiziert und rezipiert.  

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    Ramasan Abdulatipow

    Ramasan Abdulatipow (geb. 1946) ist ein russischer Politiker der Partei Einiges Russland, für die er seit 2011 in der Staatsduma saß. Von 2013 bis 2017 war er Präsident der russischen Kaukasusrepublik Dagestan. Im September 2017 gab Abdulatipow bekannt, aus Altersgründen von seinem Amt zurücktreten zu wollen. Im Oktober 2017 wurde er vom Präsidenten der Russischen Föderation aus seinem Dienst entlassen.

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    Brüder Jamadajew

    Sulim (1973–2009), Ruslan (1961–2008) und Dshabrail (1970–2003) Jamadajew waren drei Söhne der einflussreichen tschetschenischen Jamadajew-Familie. Die Brüder waren während des Ersten Tschetschenienkrieges (1994–1996) zunächst Teil der tschetschenischen Separatistenbewegung, schlossen sich jedoch während des Zweiten Tschetschenienkrieges (1999–2009) der russischen Armee an. Nachdem der Einfluss der Familie in den Jahren nach dem Krieg weiter wuchs, fielen die drei Männer nacheinander gezielten Attentaten zum Opfer. Die drei noch verbliebenen Jamadajew-Brüder beschuldigen den aktuellen Machthaber Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow (geb. 1976), diese in Auftrag gegeben zu haben.  

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    Komitee zur Verhinderung von Folter

    Das Komitee zur Verhinderung von Folter ist eine russische Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Nishni Nowgorod. Gegründet im Jahr 2000, bietet die Organisation juristische und medizinische Hilfe für Folteropfer. Daneben führt das Komitee auch Untersuchungen durch, die bereits zur Verurteilung einiger Vertreter russischer Rechtsschutzorgane führten.

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